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	<title>Ihre Augenärztin in Wien</title>
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	<description>Spezialistin für grauen Star</description>
	<lastBuildDate>Tue, 24 Mar 2026 13:14:38 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Ihre Augenärztin in Wien</title>
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		<title>Beliebteste Augenärztin Österreich 2026 – Kataraktchirurgie &#038; Premiumlinsen in Wien</title>
		<link>https://www.leydolt.at/beliebteste-augenaerztin-oesterreich-2026-wien-katarakt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 13:10:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausgezeichnet als eine der beliebtesten Augenärztinnen Österreichs Ich freue mich sehr, im Rahmen der Auszeichnung „Beliebteste Ärzte Österreichs 2026“ zu den beliebtesten Augenärztinnen des Landes gewählt worden zu sein – und damit auch als beliebteste Augenärztin in Wien 2026. Diese Anerkennung bedeutet mir besonders viel, denn sie basiert nicht nur auf medizinischer Qualität, sondern vor [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Ausgezeichnet als eine der beliebtesten Augenärztinnen Österreichs</h2>
<p>Ich freue mich sehr, im Rahmen der Auszeichnung <a href="https://kurier.at/thema/guetesiegel-die-beliebtesten-aerzte-oesterreichs-2026/403137150" target="_blank" rel="nofollow noopener">„Beliebteste Ärzte Österreichs 2026“</a> zu den beliebtesten Augenärztinnen des Landes gewählt worden zu sein – und damit auch als beliebteste Augenärztin in Wien 2026.</p>
<p>Diese Anerkennung bedeutet mir besonders viel, denn sie basiert nicht nur auf medizinischer Qualität, sondern vor allem auf dem Vertrauen meiner Patientinnen und Patienten.<br />
Vertrauen ist die wichtigste Grundlage – besonders bei einer Augenoperation.</p>
<p>Die Auszeichnung <a href="https://kurier.at/thema/guetesiegel-die-beliebtesten-aerzte-oesterreichs-2026/403137150" target="_blank" rel="nofollow noopener">„Beliebteste Ärzte Österreichs 2026“</a>, veröffentlicht vom Kurier, zählt zu den renommiertesten Gütesiegeln im österreichischen Gesundheitswesen. Sie basiert nicht nur auf Patientenzufriedenheit, sondern auch auf Empfehlungen innerhalb der Ärzteschaft sowie auf medizinischer Expertise.</p>
<p>Gerade in der Augenheilkunde ist Vertrauen ein entscheidender Faktor. Denn bei einer Operation am Auge geht es um eines der wichtigsten Sinnesorgane: das Sehen.</p>
<h2>Warum viele Patientinnen gezielt nach der besten Kataraktchirurgin in Wien suchen</h2>
<p>Die Entscheidung für eine Operation am Auge ist immer eine sehr persönliche.<br />
Viele Menschen suchen daher bewusst nach der besten Kataraktchirurgin in Wien oder nach einem Grauer Star Spezialisten in Wien, der über umfassende Erfahrung verfügt.</p>
<p>Denn bei der Behandlung des Grauen Stars geht es heute um weit mehr als nur das Entfernen einer getrübten Linse:</p>
<p>&#8211; Es geht um präzise Planung<br />
&#8211; um modernste Technologie<br />
&#8211; und um ein Ergebnis, das zur Lebensqualität passt</p>
<h2>Meine Spezialisierung: Grauer Star, Premiumlinsen und Brillenfreiheit</h2>
<p>Als Grauer Star Spezialistin in Wien und erfahrene Kataraktchirurgin habe ich mich auf moderne, refraktive Kataraktchirurgie spezialisiert.</p>
<p>Meine Schwerpunkte sind:</p>
<p>&#8211; <a href="https://www.leydolt.at/grauer-star-katarakt-operation/">Kataraktchirurgie</a> auf höchstem Niveau<br />
&#8211; <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">Premiumlinsen und Speziallinsen</a><br />
&#8211; <a href="https://www.leydolt.at/alterssichtigkeit/">Korrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopie)</a><br />
&#8211; <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">Monofokal Plus, EDOF- und Multifokallinsen</a> für mehr Brillenfreiheit</p>
<p>Mit 1.000 Operationen jährlich und mehr als 25 Jahren wissenschaftlicher Tätigkeit verbinde ich höchste chirurgische Präzision mit individueller Beratung.<br />
Mein Ansatz: Nicht jede Linse passt zu jedem Menschen – die richtige Auswahl entscheidet über die Seh- und damit Lebensqualität</p>
<h2>Augenarzt Wien mit Erfahrung bei Premiumlinsen</h2>
<p>Viele Patientinnen und Patienten suchen gezielt einen Augenarzt in Wien mit Erfahrung bei Premiumlinsen, da diese eine besonderes Wissen und individuelle Planung erfordern.</p>
<p>Moderne Linsen ermöglichen heute:</p>
<p>&#8211; gutes Sehen in mehreren Distanzen<br />
&#8211; mehr Unabhängigkeit von der Brille<br />
&#8211; eine deutlich gesteigerte Lebensqualität</p>
<p>Die Wahl der richtigen Intraokularlinse ist der entscheidende Faktor für die Sehqualität nach einer Kataraktoperation und basiert auf:</p>
<p>&#8211; objektiven Messdaten<br />
&#8211; wissenschaftlichen Erkenntnissen<br />
&#8211; und den persönlichen Sehbedürfnissen</p>
<h2>Wissenschaft trifft klinische Exzellenz</h2>
<p>Neben meiner operativen Tätigkeit bin ich seit vielen Jahren wissenschaftlich aktiv und international vernetzt.</p>
<p>Diese Kombination aus:</p>
<p>&#8211; Forschung und Publikationen<br />
&#8211; internationalen Vorträgen<br />
&#8211; klinischer Erfahrung auf höchstem Niveau</p>
<p>ermöglicht es mir, meine Patientinnen und Patienten stets nach dem neuesten Stand der Medizin zu behandeln. Da ich selber viele klinische Studien mit den neuesten Implantaten durchführe, kann ich auf ein breites wissenschaftlich fundiertes Wissen und eigene Ergebnisse zurückgreifen. Das ist ein Vorteil gegenüber vielen Kolleginnen und Kollegen, die nicht wissenschaftlich tätig sind.</p>
<h2>Warum diese Auszeichnung mehr ist als ein Titel</h2>
<p>Die Auszeichnung als eine der beliebtesten Augenärztinnen Österreichs 2026 zeigt, dass medizinische Qualität und persönliche Betreuung untrennbar miteinander verbunden sind.</p>
<p>Sie steht für:</p>
<p>&#8211; Vertrauen<br />
&#8211; Erfahrung<br />
&#8211; individuelle Lösungen</p>
<p>Und vor allem für das Ziel, jedem Menschen die bestmögliche Sehqualität zu ermöglichen. Und das ist das, was ich für meine Patientinnen und Patienten möchte: Die beste Lösung für Ihr Sehen</p>
<h3>Viele Menschen suchen nach:</h3>
<p>&#8211; der besten Augenärztin in Wien<br />
&#8211; einem Grauer Star Spezialisten mit Erfahrung<br />
&#8211; oder einer Lösung für Brillenfreiheit durch Premiumlinsen</p>
<p>Mein persönliches Ziel ist es, genau diese Erwartungen zu erfüllen – mit höchster Präzision, modernster Technologie und individueller Betreuung.</p>
<p><a href="https://www.leydolt.at/wp-content/uploads/2026/03/kurier_medienbericht_beliebte_aerzte_2.03.2026.pdf">kurier_medienbericht_beliebte_aerzte_2.03.2026</a></p>
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		<title>Ist es normal, nach einer Kataraktoperation Schatten zu sehen?</title>
		<link>https://www.leydolt.at/ist-es-normal-nach-einer-kataraktoperation-schatten-zu-sehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Aug 2025 08:32:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach einer Operation des Grauen Stars (Katarakt) setzen wir eine künstliche Linse (Kunstlinse, Intraokularlinse, IOL) ins Auge ein, um die eingetrübte natürliche Linse zu ersetzen. Die meisten Patientinnen und Patienten genießen bereits kurz nach dem Eingriff ein deutlich klareres Sehen. Dennoch berichten manche in den ersten Tagen oder Wochen nach der Operation über ungewohnte optische [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer <a href="https://www.leydolt.at/grauer-star-katarakt-operation/">Operation des Grauen Stars (Katarakt)</a> setzen wir eine <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">künstliche Linse (Kunstlinse, Intraokularlinse, IOL)</a> ins Auge ein, um die eingetrübte natürliche Linse zu ersetzen. Die meisten Patientinnen und Patienten genießen bereits kurz nach dem Eingriff ein deutlich klareres Sehen. Dennoch berichten manche in den ersten Tagen oder Wochen nach der Operation über ungewohnte optische Phänomene – darunter häufig Schatten am Rand des Blickfeldes.</p>
<p>Als <a href="https://www.leydolt.at/zur-person/">Kataraktchirurgin</a> mit über 10.000 persönlich durchgeführten Operationen kann ich beruhigen: Ja, solche Schatten können nach einer Katarakt-OP normal sein. Sie sind in der Regel harmlos und verschwinden oft von selbst. Dennoch lohnt es sich, genau zu verstehen, warum diese Phänomene auftreten und wann ein augenärztliche Abklärung sinnvoll ist.</p>
<h2>Was steckt dahinter? Dysphotopsien als Ursache</h2>
<p>Das Phänomen, nach einer Kataraktoperation Schatten zu sehen, gehört zu den sogenannten Dysphotopsien. Dabei handelt es sich um optische Effekte, die durch die implantierte Kunstlinse, ihre Position oder durch Wechselwirkungen mit der Pupille entstehen.</p>
<p>Es gibt zwei Formen dieser sogenannten photischen (Licht-) Phänomene:</p>
<p>1. Positive Dysphotopsien: Lichtblitze, Halos, Blendung oder Lichtstreifen.<br />
2. Negative Dysphotopsien: dunkle, halbmondförmige Schatten am äußeren Rand des Gesichtsfelds. (1)(2)(3)(4)</p>
<p>Viele Patientinnen und Patienten beschreiben den Eindruck, als würde „am seitlichen Rand ein dunkler Halbkreis oder Schatten auftauchen“ oder „etwas am Rand fehlen“. Das kann gerade in den ersten Tagen irritierend sein, ist aber oft nur eine vorübergehende Anpassungsreaktion.</p>
<h2>Wissenschaftlicher Hintergrund: Theorien zur Entstehung negativer Dysphotopsien</h2>
<p>Die Entstehung negativer Dysphotopsien ist komplex und beruht vermutlich auf einer Kombination mehrerer optischer und anatomischer Faktoren. In der Literatur werden unterschiedliche Theorien diskutiert (1)(2)(3)(4):</p>
<p>1. Lichtabschattung durch den Linsenrand:<br />
Bei Intraokularlinsen mit scharfer Optikkante (die dazu entwickelt wurde den Nachstar zu verhindern) kann durch die fehlende Lichtbrechung im Randbereich der Kunstlinse ein temporaler Schatten wahrgenommen werden. Im peripheren Gesichtsfeld wird dies als dunkler Halbmond empfunden, insbesondere bei seitlichem Lichteinfall. Der Linsenrand nach Grauer Star OP spielt deshalb eine große Rolle, weil der Optik-Durchmesser der meisten Kunstlinsen viel kleiner als die natürliche Linse ist, nämlich 6 mm. Es gibt auch Intraokularlinsen mit 7 mm Optikdurchmesser, die in speziellen Fällen implantiert werden können.</p>
<p>2. Interaktion von Linsenoptik und Kapselsack:<br />
Nach der Operation sitzt die Linse im Kapselsack. Je nach Abstand zwischen Linsenoptik und Iris, sowie der Form der vorderen Linsenkapsel kann es zu Lichtbrechungen kommen, die einen Schatten auf die Netzhaut projizieren. Die sogenannte ‚anterior capsule overlap‘-Hypothese geht davon aus, dass ein teilweises Überlappen der Kapsel über den Linsenrand diese Effekte verstärkt.</p>
<p>3. Pupillengröße und Lichteinfall ins Auge:<br />
Interessanterweise werden die schwarzen Schatten bei kleiner Pupille oft stärker wahrgenommen. Mehr Licht (enge Pupille) und Lichtquellen von der Seite können den wahrgenommenen Schatten verstärken. Bei größeren Pupillen – etwa bei Dunkelheit – verändert sich der Strahlengang und der Effekt kann schwächer oder aber auch stärker werden.</p>
<p>4. Brechungsindex und Materialeigenschaften der Linse:<br />
Linsenmaterial mit hohem Brechungsindex (z. B. hydrophobes Acryl) leitet Licht anders als Materialien mit niedrigerem Index. Diese optischen Unterschiede können das Risiko für negative Dysphotopsien erhöhen.</p>
<p>5. Netzhautprojektion und neurovisuelle Verarbeitung:<br />
Einige Autoren nehmen an, dass nicht nur der optisch-physikalische Schatten, sondern auch die Gehirninterpretation der Netzhautbilder eine Rolle spielt. Das visuelle System muss sich an die neue Abbildungseigenschaft der Linse anpassen (Neuroadaptation). Dieser Prozess kann oft mehrere Wochen bis Monate dauern.</p>
<p>Aktuell wird davon ausgegangen, dass keine einzelne Theorie das Phänomen vollständig erklärt. Wahrscheinlich entstehen negative Dysphotopsien durch ein Zusammenspiel von Linsendesign, Implantationsposition, anatomischen Besonderheiten des Auges und der neuronalen Adaptation. Durch meine langjährige Erfahrung in der Katarakt- und Kunstlinsenforschung kann ich sagen, dass diese Phänomene zwar häufig vorkommen, aber langfristig kaum ein Problem darstellen.</p>
<h2>Ist ein schwarzer Rand nach einer Grauer-Star-OP normal?</h2>
<p>In den ersten Wochen nach der Operation: ja. Das Gehirn muss sich erst an die neue optische Situation gewöhnen. Bei den meisten Menschen passt sich das Sehsystem innerhalb weniger Wochen bis Monate an, und der schwarze Rand verschwindet.</p>
<p>Studien zeigen:<br />
&#8211; Direkt nach der OP berichten ca. 15 % der Patientinnen und Patienten über negative Dysphotopsien.<br />
&#8211; Nach einem Jahr sind es nur noch etwa 3 %.</p>
<h2>Wann verschwinden Halos nach Katarakt-OP?</h2>
<p>Als <a href="https://www.leydolt.at/premiumlinsen-bei-trockenen-augen/">Halos</a> werden Lichtkreise um Lichtquellen bezeichnet. Sie gehören zu den positiven Dysphotopsien. Sie treten häufiger bei <a href="https://www.leydolt.at/unterschied-zwischen-monofokal-plus-und-edof-linsen/">Multifokal- oder EDOF-Linsen</a> auf, da diese durch die Lichtaufteilung spezielle Lichtverteilungsmuster erzeugen. Nach meiner Erfahrung klingen Halos oft innerhalb von 3 bis 6 Monaten deutlich ab. Dieser Zeitraum hängt stark von der individuellen Anpassungsfähigkeit des Gehirns und den Lichtverhältnissen im Alltag ab.</p>
<h2>Kann ein Kunstlinse im Auge verrutschen? Wie merkt man, dass eine künstliche Linse verrutscht ist?</h2>
<p>Eine <a href="https://www.leydolt.at/nach-grauer-star-op-blind-verschwommen-sehen/">‚Verrutschung der Linse‘ (Dezentrierung, Subluxation oder Luxation)</a> ist selten. Anzeichen können sein:</p>
<p>&#8211; plötzliche deutliche Verschlechterung der Sehschärfe<br />
&#8211; Doppelbilder<br />
&#8211; deutliche Bildverschiebungen oder Verzerrungen<br />
&#8211; abnormer Pupillenreflex bei Lichteinfall</p>
<p>Bei solchen Symptomen sollte eine ehestmögliche augenärztliche Untersuchung erfolgen. In den meisten Fällen haben Schatten nach einer Katarakt-OP aber nichts mit einer Verrutschung zu tun.</p>
<h2>Meine Erfahrung als Kataraktchirurgin</h2>
<p>In meiner täglichen Praxis erlebe ich, dass viele Patientinnen und Patienten diese optischen Nebeneffekte zunächst beunruhigend finden. Wenn ich erkläre, dass es sich meist um eine normale und vorübergehende Erscheinung handelt, werden die Bedenken gleich weniger.</p>
<p>Durch moderne Linsentechnologie und präzise Operationsmethoden können wir das Risiko für störende Dysphotopsien heute deutlich reduzieren. Dennoch ist es wichtig ehrlich aufzuklären, denn so wissen Betroffene, was normal ist und wann Handlungsbedarf besteht.</p>
<h2>Therapieoptionen bei anhaltenden Schatten</h2>
<p>Falls die Schatten nach mehreren Monaten nicht verschwinden oder sehr störend bleiben, gibt es verschiedene Möglichkeiten:</p>
<p>&#8211; Beobachtung und Geduld: In den meisten Fällen verschwinden die Symptome von selbst oder werden weniger störend (5)<br />
&#8211; Tragen einer Brille: durch den Brillenrand und die Korrektur von eventuell vorhandener Restsehfehler bessern sich die negativen Dysphotopsien nachweislich<br />
&#8211; Beratung und Aufklärung: Das Wissen, dass die Symptome meist harmlos und vorübergehend sind, hilft vielen Patientinnen und Patienten (6)(7)</p>
<h3>Chirurgische Maßnahmen: Bei anhaltenden oder sehr störenden Beschwerden gibt es verschiedene Möglichkeiten:</h3>
<p>&#8211; Reverse Optic Capture: Verlagerung der Linsenoptik vor die vordere Kapsel; hohe Erfolgsrate (ca. 96 %) bei geeigneter IOL-Positionierung</p>
<p>&#8211; Piggyback- oder AddOn IOL: Implantation einer zweiten Linse zur Lichtstreuung; Erfolgsrate ca. 73%</p>
<p>&#8211; Laserbehandlung der vorderen Linsenkapsel (Nd:YAG-Kapsulotomie): Entfernung des nasalen Anteils der vorderen Kapsel mittels Nd:YAG-Laser.</p>
<p>&#8211; Austausch der Linse gegen ein anderes Modell: Erwägung bei persistierenden Beschwerden; Austausch gegen eine 3-teilige IOL mit alternativer Fixationstechnik (zB im Sulkus)</p>
<p>Diese Eingriffe werden individuell abgewogen und sind meist nur bei starken, bleibenden Beschwerden notwendig.</p>
<h2>Zusammenfassung Dysphotopsien</h2>
<p>Das Sehen von Schatten nach einer Kataraktoperation ist in den meisten Fällen normal, vorübergehend und harmlos. Meist verschwinden die Symptome innerhalb weniger Wochen bis Monate von selbst. Nur wenn zusätzliche Beschwerden auftreten oder die Beeinträchtigung bestehen bleibt, sollte man eine augenärztliche Kontrolle wahrnehmen.</p>
<p>Als erfahrene Spezialistin für Kataraktchirurgie in Wien begleite ich meine Patientinnen und Patienten von der ersten Beratung bis zur vollständigen visuellen Rehabilitation – damit sie nicht nur klar, sondern auch beschwerdefrei sehen können.</p>
<p>Referenzen:</p>
<p><a href="https://www.aaojournal.org/article/S0161-6420(20)30787-9/abstract" target="_blank" rel="nofollow noopener">(1) Masket S, Fram NR. Pseudophakic Dysphotopsia: Review of Incidence, Cause, and Treatment of Positive and Negative Dysphotopsia. Ophthalmology. 2021 Nov;128(11):e195-e205. </a></p>
<p><a href="https://journals.lww.com/co-ophthalmology/abstract/2015/01000/subjective_complaints_after_cataract_surgery_.10.aspx" target="_blank" rel="nofollow noopener">(2) Hood CT, Sugar A. Subjective complaints after cataract surgery: common causes and management strategies. Curr Opin Ophthalmol. 2015 Jan;26(1):45-9.</a></p>
<p><a href="https://journals.lww.com/co-ophthalmology/abstract/2018/01000/dysphotopsia__a_multifaceted_optic_phenomenon.11.aspx" target="_blank" rel="nofollow noopener">(3) Hu J, Sella R, Afshari NA. Dysphotopsia: a multifaceted optic phenomenon. Curr Opin Ophthalmol. 2018 Jan;29(1):61-68.</a></p>
<p><a href="https://journals.lww.com/jcrs/abstract/2015/10000/negative_dysphotopsia__a_perfect_storm.33.aspx" target="_blank" rel="nofollow noopener">(4) Henderson BA, Geneva II. Negative dysphotopsia: A perfect storm. J Cataract Refract Surg. 2015 Oct;41(10):2291-312.</a></p>
<p><a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/aos.13508" target="_blank" rel="nofollow noopener">(5) Makhotkina NY, Nijkamp MD, Berendschot TTJM, van den Borne B, Nuijts RMMA. Effect of active evaluation on the detection of negative dysphotopsia after sequential cataract surgery: discrepancy between incidences of unsolicited and solicited complaints. Acta Ophthalmol. 2018 Feb;96(1):81-87.</a></p>
<p><a href="https://www.ajo.com/article/S0002-9394(06)01200-1/abstract" target="_blank" rel="nofollow noopener">(6) Aslam TM, Gupta M, Gilmour D, Patton N, Dhillon B. Long-term prevalence of pseudophakic photic phenomena. Am J Ophthalmol. 2007 Mar;143(3):522-4.</a></p>
<p><a href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0262457" target="_blank" rel="nofollow noopener">(7) Omidi P, Cayless A, Langenbucher A. Simulation of photic effects after cataract surgery for off-axis light sources. PLoS One. 2022 Jan 20;17(1):e0262457.</a></p>
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		<title>Wie lange soll man eine Augenklappe nach einer Katarakt-OP tragen?</title>
		<link>https://www.leydolt.at/https-www-leydolt-at-wie-lange-augenklappe-nach-grauer-star-op/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2025 08:58:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie lange Augenklappe nach Grauer Star OP? Die Operation des Grauen Stars (Katarakt) zählt heute zu den häufigsten und sichersten chirurgischen Eingriffen weltweit. Dennoch ist die richtige Nachsorge entscheidend für einen optimalen Heilungsverlauf. Als erfahrene Kataraktchirurgin mit über 10.000 persönlich durchgeführten Eingriffen weiß ich aus erster Hand, wie wichtig klare Anleitungen nach der Operation sind und [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie lange Augenklappe nach Grauer Star OP?</h2>
<p>Die Operation des <a href="https://www.leydolt.at/grauer-star-katarakt-operation/">Grauen Stars (Katarakt)</a> zählt heute zu den häufigsten und sichersten chirurgischen Eingriffen weltweit. Dennoch ist die richtige Nachsorge entscheidend für einen optimalen Heilungsverlauf.</p>
<p>Als erfahrene <a href="https://www.leydolt.at/zur-person/">Kataraktchirurgin</a> mit über 10.000 persönlich durchgeführten Eingriffen weiß ich aus erster Hand, wie wichtig klare Anleitungen nach der Operation sind und wie oft Patientinnen und Patienten gerade in der ersten Woche unsicher sind, was den Augenschutz betrifft.</p>
<h2>Warum wird nach einer Kataraktoperation überhaupt eine Augenklappe getragen?</h2>
<p>Direkt nach der Kataraktoperation ist das operierte Auge besonders empfindlich. Eine Schutzschale (oft als Augenklappe oder Augenschild bezeichnet) dient dazu, das Auge vor unabsichtlichem Reiben, versehentlichem Druck oder traumatischer Manipulation (besonders im Schlaf) zu bewahren. Denn dadurch könnten Keime ins Auge gelangen und eine gefährliche Infektion verursachen (1).</p>
<p>Der transparente Schutzschale erlaubt gleichzeitig eine frühe visuelle Rehabilitation und ist hygienischer als eine klassische Augenklappe mit Polsterung.</p>
<h2>Wie lange muss man das Auge nach einer Grauen Star-OP abdecken?</h2>
<p>In der Regel gilt: Das Auge sollte in den ersten 5 bis 7 Nächten nach der Operation mit einer Schutzschale abgedeckt werden. Dies reduziert das Risiko, im Schlaf versehentlich ins operierte Auge zu greifen oder Druck auszuüben.</p>
<p>Bei unkompliziertem Verlauf und guter Heilung ist ein längeres Tragen nicht notwendig. Nur in Einzelfällen, etwa bei älteren oder dementen Patienten oder bei hohem Risiko für Manipulation, kann ein längerer Schutz sinnvoll sein.</p>
<p>Studien zeigen, dass das routinemäßige, längerfristige Tragen einer Augenklappe keinen zusätzlichen Nutzen bringt – im Gegenteil: Es kann sogar mit einer erhöhten Rate an Hornhautödemen und verzögerter Sehschärfe einhergehen (2).</p>
<h2>Wie lange Schutzbrille nach grauer Star OP?</h2>
<p>Zusätzlich zur Schutzschale in der Nacht wird tagsüber häufig das Tragen einer Sonnenbrille mit UV-Schutz empfohlen. Die eingesetzten <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">Kunstlinsen</a> haben (so wie die natürliche Linse) einen UV Filter und Blaulichtfilter Linsen zusätzlich auch einen Blaulichtfilter. Somit ist das Auge vor UV Strahlung ausreichend geschützt. Oft ist jedoch durch das Entfernen der meist länger bestehenden trüben Linse und Ersetzen mit einer klaren Linse das Sehen nach der OP ungewohnt hell und die Farben ungewohnt bläulich. Meist adaptiert sich das Auge schnell daran, manche Patientinnen und Patienten empfinden allerdings das Licht unmittelbar nach der Operation als zu grell oder hell und setzen daher gerne eine Sonnenbrille auf. Eine Sonnenbrille schützt das frisch operierte Auge nicht nur vor grellem Licht, sondern auch vor Wind und Staub und wird daher als angenehm empfunden. Das ist sehr individuell und das Wohlfühlen steht hier an erster Stelle.</p>
<h2>Praktische Tipps zum Umgang mit der Augenklappe</h2>
<p>Damit die Augenklappe (bzw. die transparente Schutzschale) ihren Zweck optimal erfüllt, ist die richtige Handhabung besonders wichtig. Absolute Hygiene steht an erster Stelle:</p>
<p>&#8211; Waschen Sie sich vor dem Anlegen oder Abnehmen der Schutzschale immer gründlich die Hände mit Wasser und Seife. So vermeiden Sie das Einbringen von Keimen, die Infektionen verursachen könnten.</p>
<p>&#8211; Verwenden Sie zum Fixieren der Schutzschale ein hautfreundliches, atmungsaktives medizinisches Klebeband (z. B. aus Papier oder Silikon), das Sie in der Apotheke erhalten. Achten Sie darauf, die Hautpartien rund um das Auge nicht zu stark zu reizen. Bei empfindlicher Haut empfiehlt es sich, das Klebeband vorher kurz auf der Hand zu „entkleben“, bevor es im Gesicht aufgebracht wird.</p>
<p>&#8211; Die Schutzschale selbst kann einfach gereinigt und wiederverwendet werden: Ein Tropfen mildes Spülmittel unter fließendem, warmem Wasser genügt. Danach gründlich mit klarem Wasser abspülen und mit einem sauberen Tuch trocknen oder an der Luft trocknen lassen.</p>
<p>&#8211; Zum Aufkleben empfiehlt es sich, die Schutzschale so zu positionieren, dass sie das gesamte Auge sicher abdeckt, ohne auf das Augenlid zu drücken. Zwei Streifen Klebeband diagonal über die Schale – einmal von der Stirn zur Wange, einmal quer über die Schale – sorgen in der Regel für guten Halt über Nacht.</p>
<p>Mit diesen einfachen, aber wirkungsvollen Maßnahmen lässt sich die Schutzfunktion der Augenklappe zuverlässig sicherstellen – für einen komplikationsfreien Heilungsverlauf und optimalen Schutz Ihres Auges.</p>
<h2>Wie lange nicht Fernsehen nach Grauer Star Operation?</h2>
<p>Viele Patienten fragen: Wie lange nicht Fernsehen nach Grauer Star OP? Die gute Nachricht: In der Regel dürfen Sie bereits am nächsten Tag nach der Operation wieder fernsehen, sofern es sich angenehm anfühlt.</p>
<p>Allerdings sollte man in den ersten Tagen:</p>
<p>&#8211; den Blick regelmäßig vom Bildschirm abwenden,<br />
&#8211; auf ausreichende Befeuchtung achten (z. B. mit befeuchtenden Tropfen),<br />
&#8211; nicht zu lange in dunklen Räumen sitzen.</p>
<p>Denn das operierte Auge kann anfänglich noch etwas empfindlich sein, und lange Bildschirmzeiten können die Symptome trockener Augen verstärken.</p>
<h2>Persönliche Empfehlungen aus der Praxis</h2>
<p>Als erfahrene Operateurin ist es mir besonders wichtig, meine Patientinnen und Patienten nicht nur operativ bestmöglich zu versorgen, sondern auch durch strukturierte Nachsorge zu begleiten. Ich empfehle:</p>
<p>Schutzschale: 5–7 Nächte lang, nur nachts tragen<br />
Tagsüber: Augentropfen wie verordnet, Sonnenbrille im Freien bei Bedarf, wenn angenehm<br />
Aktivitäten: Fernsehen bzw. Bildschirmtätigkeit nach 1 Tag erlaubt, bei Augenbelastung Pausen einlegen<br />
Sport/Schwimmen: frühestens nach 2 Wochen, je nach Verlauf individuell abgestimmt</p>
<h2>Zusammenfassung:</h2>
<p>Wie lange sollte man die Augenklappe nachts tragen nach einer Katarakt-OP? In der Regel genügt eine Anwendung für die ersten fünf bis sieben Nächte. Darüber hinaus sollte die Schutzschale nur bei besonderem Risiko verwendet werden. Für den Tag sind eine Augentropfen wichtig, Sonnenbrille bei Bedarf und Fernsehen ist meist schon nach einem Tag wieder erlaubt.</p>
<p>Referenzen:</p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9850256/" target="_blank" rel="nofollow noopener">(1) Bainbridge JW, Smith JM, Reddy G, Kirwan JF. Is eye padding routinely necessary after uncomplicated phacoemulsification? Eye (Lond). 1998;12 ( Pt 4):637-40.</a></p>
<p><a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/aos.14510" target="_blank" rel="nofollow noopener">(2) Gazit I, Dubinsky-Pertzov B, Or L, Pras E, Belkin A, Einan-Lifshitz A. Eye patching after cataract surgery is associated with an increased risk of short-term corneal oedema. Acta Ophthalmol. 2021 Feb;99(1):e81-e85</a></p>
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		<item>
		<title>Grauer Star – Wann spätestens operieren?</title>
		<link>https://www.leydolt.at/grauer-star-wann-spaetestens-operieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jul 2025 08:49:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Kataraktoperation sollte spätestens dann erfolgen, wenn die Trübung der Augenlinse die Sehfunktion so stark beeinträchtigt, dass sie den Anforderungen des täglichen Lebens nicht mehr gerecht wird und eine Operation voraussichtlich zu einer signifikanten Verbesserung führt. Diese Einschätzung entspricht sowohl den internationalen Empfehlungen der American Academy of Ophthalmology (AAO) (1)(2), als auch meiner eigenen klinischen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine <a href="https://www.leydolt.at/grauer-star-katarakt-operation/">Kataraktoperation</a> sollte spätestens dann erfolgen, wenn die Trübung der Augenlinse die Sehfunktion so stark beeinträchtigt, dass sie den Anforderungen des täglichen Lebens nicht mehr gerecht wird und eine Operation voraussichtlich zu einer signifikanten Verbesserung führt. Diese Einschätzung entspricht sowohl den internationalen Empfehlungen der American Academy of Ophthalmology (AAO) (1)(2), als auch meiner eigenen klinischen Erfahrung als Kataraktchirurgin mit über 10.000 erfolgreich durchgeführten Eingriffen.</p>
<h2>Grauer Star: Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Operation?</h2>
<p>Die Frage „Grauer Star – wann spätestens operieren?“ wird mir in meiner täglichen Praxis häufig gestellt – besonders von Patientinnen und Patienten, bei denen erste Symptome wie zunehmende Blendempfindlichkeit, unscharfes Sehen oder reduzierte Kontrastwahrnehmung auftreten.</p>
<p>Die wissenschaftliche Antwort darauf ist differenziert: Es existiert keine starre Visusgrenze (wie z. B. &lt;50%), die automatisch eine Operationsindikation bedeutet. Vielmehr basiert die Entscheidung auf funktionellen Einschränkungen, die individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen werden.</p>
<h2>Grauer Star – eine schleichende Veränderung</h2>
<p>Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass der Graue Star langsam fortschreitet. Die Linse wird nach und nach trüb und schränkt die Sehkraft zunehmend ein. Typische Symptome sind:</p>
<p>&#8211; Verschwommenes Sehen, wie durch einen Schleier<br />
&#8211; Blendempfindlichkeit, besonders bei Nacht<br />
&#8211; Probleme beim Lesen, Autofahren oder Erkennen von Gesichtern<br />
&#8211; Häufige Änderung der Brillenstärke</p>
<p>Viele Betroffene gewöhnen sich über Monate oder Jahre an die langsame Verschlechterung und sind oft ganz erstaunt, wenn sie von Ihrem Augenarzt oder Ihrer Augenärztin die Diagnose Katarakt erhalten.</p>
<h2>Wann sollte man Grauen Star spätestens operieren?</h2>
<h3>Spätestens dann, wenn &#8230;</h3>
<p>&#8230; die Sehbeeinträchtigung die Lebensqualität relevant einschränkt; sei es beim Lesen, Autofahren, Erkennen von Gesichtern oder in der beruflichen Tätigkeit.<br />
&#8230; die Trübung eine weiterführende Diagnostik anderer Augenerkrankungen (z. B. Netzhaut oder Sehnerv) verhindert.<br />
&#8230; die Katarakt zu sekundären Komplikationen führt, etwa einem phakolytischen Glaukom, Linsenschwellung oder intraokularer Entzündung.<br />
&#8230; eine klinisch relevante Anisometropie vorliegt, also eine deutlich unterschiedliche Brechkraft beider Augen, die z. B. nach einer einseitigen Operation entsteht und das Binokularsehen massiv stört.(1)(2)</p>
<p>Auch Patienten mit scheinbar guter Sehschärfe, aber starker Blendempfindlichkeit, Störungen des Dämmerungssehens oder Kontrastverlust, können von einer frühzeitigen Operation profitieren.(3)</p>
<h2>Gibt es ein „zu spät“ bei der Kataraktoperation?</h2>
<p>Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass man mit der Operation „warten sollte, bis der Star reif ist“. Diese Empfehlung stammt aus einer Zeit, in der die Operationstechniken weniger fortgeschritten waren. Früher musste man tatsächlich warten, bis die Linse eine gewisse Härte erreicht hat, da sie als Ganzes aus dem Auge entfernt wurde. Durch die heutige Phakoemulsifikation, also das Verflüssigen und Absaugen der Linse, kann in jedem Kataraktstadium und auch klare Linsen (wie beim refraktiven Linsentausch) komplikationslos operiert werden.</p>
<p>Daher soll heute ein unnötiges Abwarten bis zur vollständigen „Reifung“ der Linse vermieden werden, da dies das Risiko von Komplikationen insbesondere bei maturen oder intumeszenten Katarakten erhöhen kann. In solchen Fällen kann die Operation technisch anspruchsvoller werden und die Komplikationsrate steigen, beispielsweise durch Kapselrupturen oder erhöhten intraokularen Druck.</p>
<h2>Der individuelle Nutzen steht im Zentrum</h2>
<p>Die Entscheidung zur Operation sollte stets gemeinsam mit dem Patienten getroffen werden. Sie hängt von mehreren Faktoren ab:</p>
<p>&#8211; Aktuelle visuelle Funktion (nicht nur Sehschärfe/Visus!)<br />
&#8211; Persönliche Lebensumstände und Sehbedürfnisse<br />
&#8211; Berufliche Anforderungen (z. B. Bildschirmarbeit, Autofahren)<br />
&#8211; Erwartungshaltung an das postoperative Ergebnis<br />
&#8211; Mögliche zusätzliche Augenerkrankungen (z. B. Makuladegeneration)</p>
<p>In meiner Funktion als Augenchirurgin lege ich großen Wert darauf, Patienten umfassend zu beraten – evidenzbasiert, aber auch einfühlsam. Denn jeder Mensch hat andere visuelle Ansprüche und Lebensumstände.</p>
<h2>Zusammenfassung: Grauer Star – Wann spätestens operieren?</h2>
<p>Die Operation des Grauen Stars sollte spätestens dann durchgeführt werden, wenn:</p>
<p>&#8211; die Sehfunktion den alltäglichen Anforderungen nicht mehr gerecht wird,<br />
&#8211; die Linsentrübung andere Behandlungen oder Diagnostik behindert,<br />
&#8211; das Risiko für Komplikationen durch Abwarten steigt oder<br />
&#8211; der Patient einen informierten Entschluss für die Operation trifft.</p>
<p>Dabei sind moderne Kataraktoperationen heute sicher, präzise und hochindividualisierbar – etwa durch den Einsatz von <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">Speziallinsen</a>, wie Monofokal plus, EDOF-, torischen oder trifokalen Intraokularlinsen, die zusätzlich zur Katarakt auch Fehlsichtigkeiten und Alterssichtigkeit korrigieren können.</p>
<p><a href="https://www.aaojournal.org/article/S0161-6420(21)00750-8/fulltext" target="_blank" rel="nofollow noopener">(1) Miller KM, Oetting TA, Tweeten JP, Carter K, Lee BS, Lin S, Nanji AA, Shorstein NH, Musch DC; American Academy of Ophthalmology Preferred Practice Pattern Cataract/Anterior Segment Panel. Cataract in the Adult Eye Preferred Practice Pattern. Ophthalmology. 2022 Jan;129(1):P1-P126.</a></p>
<p><a href="https://jamanetwork.com/journals/jama/article-abstract/2832707?utm_source=openevidence&amp;utm_medium=referral" target="_blank" rel="nofollow noopener">(2) Chen SP, Woreta F, Chang DF. Cataracts: A Review. JAMA. 2025;333(23):2093–2103.</a></p>
<p><a href="https://journals.lww.com/jcrs/abstract/2009/03000/catquest_9sf_patient_outcomes_questionnaire_.28.aspx" target="_blank" rel="nofollow noopener">(3) Lundström M, Pesudovs K. Catquest-9SF patient outcomes questionnaire: nine-item short-form Rasch-scaled revision of the Catquest questionnaire. J Cataract Refract Surg. 2009 Mar;35(3):504-13.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Medikamente gegen Grauer Star – derzeitiger Stand der Forschung</title>
		<link>https://www.leydolt.at/medikamente-gegen-grauen-star-heilen-ohne-operation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2025 08:31:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
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					<description><![CDATA[Kann man Grauer Star heilen ohne Operation? Diese Frage höre ich als Kataraktchirurgin oft und ich verstehe sie nur zu gut. Der Wunsch, den Grauen Star mit Tropfen oder Tabletten zu behandeln, ist naheliegend. Niemand unterzieht sich gerne einer Operation – auch wenn sie noch so sicher und routiniert durchgeführt wird. Aber was sagt die [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Kann man Grauer Star heilen ohne Operation?</h2>
<p>Diese Frage höre ich als Kataraktchirurgin oft und ich verstehe sie nur zu gut. Der Wunsch, den Grauen Star mit Tropfen oder Tabletten zu behandeln, ist naheliegend. Niemand unterzieht sich gerne einer Operation – auch wenn sie noch so sicher und routiniert durchgeführt wird. Aber was sagt die aktuelle Forschung dazu? Gibt es bald Medikamente, die den Grauen Star wirklich rückgängig machen oder verhindern können? In diesem Beitrag teile ich mit Ihnen den derzeitigen wissenschaftlichen Stand mit meiner persönlichen Einschätzung als Augenärztin mit jahrelanger Erfahrung und selbst in der Kataraktforschung tätig.</p>
<h2>Derzeit keine zugelassene medikamentöse Therapie</h2>
<p>Die nüchterne Realität zuerst: Derzeit existieren keine zugelassenen, nicht-chirurgischen Therapien zur Rückbildung oder Verzögerung des Grauen Stars. Die American Academy of Ophthalmology (AAO) und die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) betonen klar: Die <a href="https://www.leydolt.at/grauer-star-katarakt-operation/">Kataraktoperation</a> ist derzeit die einzige wirksame und bewährte Behandlungsmethode.</p>
<p>Lokale Therapien, wie Augentropfen, werden intensiv erforscht, aber keines der bislang getesteten Medikamente hat eine ausreichende klinische Wirksamkeit nachweisen können. Eine kausale oder krankheitsmodifizierende Behandlung steht somit derzeit nicht zur Verfügung. Vorübergehend können Brillenanpassungen oder vergrößernde Sehhilfen helfen, Symptome zu lindern – sie ersetzen jedoch keine endgültige Therapie.</p>
<p>In der klinischen Forschung werden jedoch verschiedene pharmakologische Ansätze untersucht, die auf die Entstehung des Grauen Stars abzielen. Weltweit forschen Labore an Substanzen, die in Zukunft tatsächlich gegen die Linsentrübung wirken könnten. Einige der spannendsten Ansätze:</p>
<h3>1. Oxysterole</h3>
<p>Oxysterole wie Lanosterol und 5-cholesten-3β,25-diol (VP1-001)sind Steroide konnten in präklinischen Modellen die Aggregation von Linsenproteinen rückgängig machen. Erste Tierstudien zeigten vielversprechende Resultate – bei Hunden und Mäusen verbesserten sich die Linsentrübungen. Doch bei Menschen ist die Lage komplexer: Lanosterol ist ein großes Molekül, das nur schwer durch die Hornhaut zur Linse gelangt. Zudem fehlen Daten zur Sicherheit und Langzeitwirkung. Bislang existieren keine abgeschlossenen, größeren Humanstudien, die eine klinische Wirksamkeit belegen (1)(2). Derzeit ist Lanosterol nicht zugelassen – weder in Europa noch in den USA.</p>
<h3>2. Antioxidantien</h3>
<p>Antioxidantien wie N-Acetylcarnosin (NAC) und N-Acetylcysteinamid sollen oxidativen Stress im Linsengewebe reduzieren. Oxidativer Stress gilt als einer der Hauptfaktoren bei der Entstehung des Grauen Stars. Erste klinische Studien mit N-Acetylcarnosin-Augentropfen zeigen eine mögliche Reduktion der Linsentrübung, jedoch ist die Evidenzlage bislang unzureichend für eine klinische Anwendung. Die American Academy of Ophthalmology betont, dass es derzeit keine ausreichenden Belege für die Wirksamkeit dieser Substanzen gibt und sie nicht empfohlen werden (3).</p>
<h3>3. Weitere Ansätze</h3>
<p>Weitere experimentelle Strategien umfassen Aldose-Reduktase-Inhibitoren, molekulare Chaperone und RNA-basierte Therapien, die sich noch im präklinischen oder sehr frühen klinischen Stadium befinden. Fortschritte in der Nanomedizin könnten die gezielte Medikamentenabgabe an die Linse verbessern, sind aber bislang nicht in der klinischen Routine angekommen (2)(4).</p>
<p>Zusammenfassend sind alle genannten Ansätze derzeit experimentell, und keine dieser Therapien ist für die klinische Anwendung zugelassen oder von Fachgesellschaften wie der American Academy of Ophthalmology empfohlen.</p>
<h2>Warum sind Augentropfen so schwer zu entwickeln?</h2>
<p>Die Herausforderung liegt in der Anatomie des Auges: Die Linse liegt tief im Inneren des Auges, geschützt durch Hornhaut, Kammerwasser und Iris. Nur sehr wenige Wirkstoffe gelangen überhaupt dorthin und wenn, dann oft in zu geringer Konzentration. Zusätzlich müssen Substanzen gut verträglich, nicht toxisch und langfristig sicher sein. Der Weg von der Laboridee bis zur zugelassenen Augentropfen-Therapie ist also lang – und mit vielen Unsicherheiten verbunden.</p>
<h2>Mein Fazit als Kataraktchirurgin</h2>
<p>Kann man Grauer Star heilen ohne Operation?<br />
Derzeit: Nein.</p>
<p>Auch wenn die Forschung mit Hochdruck daran arbeitet, ist eine medikamentöse Therapie aktuell nicht verfügbar und möglicherweise noch Jahre entfernt.</p>
<p>Die gute Nachricht: Die moderne <a href="https://www.leydolt.at/grauer-star-katarakt-operation/">Kataraktchirurgie</a> ist heute ein hochpräziser, schneller und schmerzfreier Eingriff mit exzellenten Ergebnissen. In meiner Praxis setze ich modernste <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">Speziallinsen</a> ein, mit denen sich oft sogar bestehende Fehlsichtigkeiten und sogar Alterssichtigkeit korrigieren lassen – für mehr Lebensqualität und oft weniger Brillenabhängigkeit.</p>
<h2>Zusammenfassung:</h2>
<p>Eine Lokaltherapie gegen Grauen Star existiert derzeit nicht als kausale oder krankheitsmodifizierende Behandlung. Die American Academy of Ophthalmology betont in ihrer aktuellen Leitlinie, dass die Behandlung der Katarakts primär chirurgisch erfolgt. Eine lokale, medikamentöse Therapie zur Rückbildung oder Verzögerung des Grauen Stars steht nicht zur Verfügung. Anpassungen der Brillen- oder Kontaktlinsenstärke sowie der Einsatz von vergrößernden Sehhilfen können vorübergehend die Symptome lindern, ersetzen aber keine definitive Therapie. Pharmakologische Ansätze wie antioxidative Augentropfen (z. B. N-Acetylcarnosin) oder Lanosterol-haltige Präparate werden zwar erforscht, haben aber bislang keine Zulassung für die klinische Anwendung beim Menschen erhalten und werden von der American Academy of Ophthalmology ausdrücklich nicht empfohlen, da die Evidenz für einen Nutzen fehlt.[1-3] Die definitive und einzig wirksame Therapie bleibt die Kataraktoperation.</p>
<p><a href="https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2832707?utm_source=openevidence&amp;utm_medium=referral" target="_blank" rel="nofollow noopener">(1) Chen SP, Woreta F, Chang DF. Cataracts: A Review. JAMA. 2025;333(23):2093–2103.</a> <a href="https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2832707?utm_source=openevidence&amp;utm_medium=referral" target="_blank" rel="nofollow noopener">doi:10.1001/jama.2025.1597</a></p>
<p><a href="https://www.mdpi.com/1422-0067/26/12/5658" target="_blank" rel="nofollow noopener">(2) de Diego-García L, Rejas-González R, Latre IC, Guzman-Aranguez A. Pharmacological Strategies for Cataract Management: From Molecular Targets to Clinical Translation. Int J Mol Sci. 2025 Jun 13;26(12):5658.</a></p>
<p><a href="https://journals.lww.com/co-ophthalmology/fulltext/2023/01000/advances_in_drug_therapy_and_delivery_for_cataract.3.aspx" target="_blank" rel="nofollow noopener">(3) Lee BJ, Afshari NA. Advances in drug therapy and delivery for cataract treatment. Curr Opin Ophthalmol. 2023 Jan 1;34(1)</a></p>
<p><a href="https://www.dovepress.com/breaking-barriers-nanomedicine-based-drug-delivery-for-cataract-treatm-peer-reviewed-fulltext-article-IJN" target="_blank" rel="nofollow noopener">(4) Chen Y, Ye Z, Chen H, Li Z. Breaking Barriers: Nanomedicine-Based Drug Delivery for Cataract Treatment. Int J Nanomedicine. 2024 May 6;19:4021-4040.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Nach Grauer Star OP blind: Was tun, wenn das Sehen nicht wie erwartet ist?</title>
		<link>https://www.leydolt.at/nach-grauer-star-op-blind-verschwommen-sehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Jul 2025 14:49:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Grauer Star Operation (Kataraktoperation) ist einer der häufigsten und erfolgreichsten Eingriffe in der Augenheilkunde. Dennoch erreichen mich in meiner Ordination regelmäßig besorgte Anrufe von Patientinnen und Patienten, die nach dem Eingriff nicht das kristallklare Sehen erleben, das sie sich erhofft hatten. "Warum sehen meine Augen 2 Monate nach einer Kataraktoperation immer noch verschwommen?" ist [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="https://www.leydolt.at/grauer-star-katarakt-operation/">Grauer Star Operation (Kataraktoperation)</a> ist einer der häufigsten und erfolgreichsten Eingriffe in der Augenheilkunde. Dennoch erreichen mich in meiner Ordination regelmäßig besorgte Anrufe von Patientinnen und Patienten, die nach dem Eingriff nicht das kristallklare Sehen erleben, das sie sich erhofft hatten. &#8222;Warum sehen meine Augen 2 Monate nach einer Kataraktoperation immer noch verschwommen?&#8220; ist dann eine häufige Frage.</p>
<h2>Realistische Erwartungen nach Grauer Star Operation</h2>
<p>Als Augenchirurgin erlebe ich täglich die Sorgen meiner Patientinnen und Patienten. Viele kommen mit der Erwartung, unmittelbar nach der Operation wieder perfekt sehen zu können. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Der Heilungsprozess nach einer Kataraktoperation ist individuell sehr unterschiedlich und kann mehrere Wochen bis Monate dauern (1)(2).</p>
<p>Die gute Nachricht vorweg: In den allermeisten Fällen führt die Graue Star Operation zu einer deutlichen Verbesserung der Sehkraft. Dennoch ist es völlig normal, wenn das Sehen in den ersten Wochen nach dem Eingriff noch nicht optimal ist.</p>
<h2>Wie lange nach Grauer Star OP verschwommen Sehen?</h2>
<p>Diese Frage beschäftigt natürlich alle meine Patientinnen und Patienten. Die Antwort ist nicht pauschal zu geben, da der Heilungsverlauf sehr individuell ist. In der Regel sollte sich das Sehen bereits in den ersten Tagen nach der Operation deutlich verbessern. Die endgültige Sehschärfe stellt sich jedoch meist erst nach 4-8 Wochen ein, kann aber auch noch länger dauern.</p>
<p>Einige Faktoren beeinflussen die Heilungsdauer und dadurch das Sehen:<br />
&#8211; Begleiterkrankungen des Auges<br />
&#8211; Die individuelle Wundheilung<br />
&#8211; Die <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">Art der eingesetzten Kunstlinse</a></p>
<h2>Schwankende Sehschärfe nach Katarakt OP &#8211; ein häufiges Phänomen</h2>
<p>Oft höre ich von meinen Patientinnen und Patienten: &#8222;Manchmal sehe ich gut, dann wieder schlecht &#8211; ist das normal?&#8220; Die Antwort ist eindeutig: Ja, eine schwankende Sehschärfe nach Katarakt OP ist in den ersten Wochen völlig normal.</p>
<p>Diese Schwankungen können verschiedene Ursachen haben:<br />
&#8211; Trockene Augen durch die Operation (häufigste Ursache)<br />
&#8211; Schwellungen der Hornhaut<br />
&#8211; Unterschiedliche Lichtverhältnisse<br />
&#8211; Anpassung des Gehirns an die neue Linse (sogenannte Neuroadaptation)</p>
<p>Besonders in der ersten Zeit nach der Operation heilt die Kunstlinse ein und der Körper arbeitet noch daran, sich an die neue Kunstlinse zu gewöhnen. Das Gehirn muss erst lernen, die veränderten Sehinformationen zu verarbeiten.</p>
<h2>1 Jahr nach Grauer Star OP verschwommen sehen &#8211; wann sollten Sie handeln?</h2>
<p>Während verschwommenes Sehen in den ersten Wochen nach der Operation normal ist, sollten Sie aufmerksam werden, wenn Sie nach der Operation gut gesehen haben, aber Sie nach langer Zeit oder auch 1 Jahr nach Grauer Star OP verschwommen sehen. In solchen Fällen können verschiedene Ursachen vorliegen:</p>
<p><a href="https://www.leydolt.at/nachstar-behandlung/">Nachstar (Kapselfibrose)</a>: Dies ist die häufigste (Langzeit) Komplikation nach einer Grauer Star Operation (3). Dabei wachsen langsam wieder Zellen auf die Linsenkapsel hinter der Kunstlinse ein und trüben so die Kapsel, welches zu einer erneuten Verschlechterung des Sehens führt (4). Die gute Nachricht: Ein Nachstar lässt sich leicht ambulant mit einem Laser behandeln und kommt nach dieser einmaligen Behandlung nicht mehr wieder. Zur Information: Fr. Prof. Leydolt hat mit ihrer Studiengruppe zahlreiche <a href="https://www.leydolt.at/publikationen/">Publikationen</a> zum Thema Kunstlinsen und Nachstarverhalten durchgeführt und veröffentlicht. Sie kann Sie daher sehr gut beraten</p>
<p>Andere Augenerkrankungen: Manchmal werden erst nach der Operation andere Probleme sichtbar, die zuvor durch den Grauen Star überdeckt waren, wie etwa eine <a href="https://www.leydolt.at/makuladegeneration/">Makuladegeneration</a> oder <a href="https://www.leydolt.at/diabetische-netzhauterkrankung/">diabetische Netzhautveränderungen</a>.</p>
<h2>&#8222;Kann sich die Sehkraft nach grauer Star OP wieder verschlechtern?&#8220;</h2>
<p>Auch diese Frage höre ich sehr häufig in meiner Sprechstunde. Die Antwort ist differenziert zu betrachten. Die eingesetzte Kunstlinse selbst verändert sich nicht und bleibt in der Regel ein Leben lang klar. Jedoch können andere Faktoren zu einer Verschlechterung der Sehkraft führen:</p>
<p>&#8211; Entwicklung eines Nachstars<br />
&#8211; Fortschreiten anderer Augenerkrankungen<br />
&#8211; Veränderungen der Netzhaut<br />
&#8211; Neue Erkrankungen wie Glaukom oder Makuladegeneration</p>
<p>Wichtig ist: regelmäßige augenärztliche Kontrollen helfen dabei, solche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.</p>
<h2>Kann man den grauen Star zweimal operieren?</h2>
<p>Nein, der Graue Star selbst kann nicht zweimal operiert werden, da die natürliche Linse bereits entfernt wurde. Was jedoch möglich ist:</p>
<p>&#8211; Nachstar-Behandlung: Mit einem Laser kann die getrübte Kapsel hinter der Kunstlinse geöffnet werden<br />
&#8211; Linsenaustausch: In seltenen Fällen kann eine Linse primär nicht optimal sitzen oder nach einigen Jahren verrutschen (Subluxation). Selten müssen Kunstlinsen ausgetauscht werden, wenn deren Berechnung stark von dem Ergebnis abweicht<br />
&#8211; Zusätzliche Linsen: Bei bestimmten Problemen können zusätzliche Linsen implantiert werden</p>
<h2>Wann Sie unbedingt Ihren Augenarzt kontaktieren sollten</h2>
<p>Auch wenn gewisse Beschwerden nach der Operation normal sind, gibt es Warnsignale, bei denen Sie sofort handeln sollten:</p>
<p>&#8211; Plötzliche starke Verschlechterung des Sehens<br />
&#8211; Starke Schmerzen<br />
&#8211; Lichtblitze oder neue Schatten im Gesichtsfeld<br />
&#8211; Anhaltende Rötung und Schwellung<br />
&#8211; Übelkeit in Verbindung mit Augenbeschwerden</p>
<h2>Tipps für die optimale Heilung nach der Grauer Star Operation</h2>
<p>Um den bestmöglichen Heilungsverlauf zu unterstützen, empfehle ich meinen Patientinnen und Patienten:</p>
<p>&#8211; Absolute Hygiene – kein Schmutz darf ans Auge gelangen<br />
&#8211; Reiben und Druck auf das Auge muss unbedingt vermieden werden<br />
&#8211; Konsequente Anwendung der verordneten Augentropfen<br />
&#8211; Intensive Pflege des Auges mit befeuchtenden Augentropfen, Augengelen oder Augensalben<br />
&#8211; Schutz des Auges vor Verletzungen<br />
&#8211; Regelmäßige Nachkontrollen einhalten</p>
<h2>Zusammenfassung: Geduld ist der Schlüssel zum Erfolg</h2>
<p>Die Grauer Star Operation ist ein sehr sicherer und erfolgreicher Eingriff. Dennoch erfordert der Heilungsprozess Zeit und Geduld. Verschwommenes Sehen in den ersten Wochen nach der Operation ist völlig normal und kein Grund zur Sorge.</p>
<p>Sollten Sie jedoch auch Monate nach der Operation noch Probleme haben oder sich Ihre Sehkraft plötzlich verschlechtern, zögern Sie nicht, Ihre Augenärztin oder Ihren Augenarzt zu kontaktieren. Eine frühzeitige Abklärung kann helfen, eventuelle Komplikationen rechtzeitig zu behandeln.</p>
<p>In meiner langjährigen Erfahrung als Augenchirurgin kann ich Ihnen versichern: Die allermeisten meiner Patientinnen und Patienten sind mit dem Ergebnis ihrer Grauer Star Operation sehr zufrieden und genießen eine deutlich verbesserte Lebensqualität.</p>
<p><a href="https://jamanetwork.com/journals/jama/article-abstract/2832707?utm_source=openevidence&amp;utm_medium=referral" target="_blank" rel="nofollow noopener">(1) Chen SP, Woreta F, Chang DF. Cataracts: A Review. JAMA. 2025;333(23):2093–2103. doi:10.1001/jama.2025.1597</a></p>
<p><a href="https://journals.lww.com/jcrs/abstract/2022/11000/visual_recovery_after_immediate_sequential.7.aspx" target="_blank" rel="nofollow noopener">(2) Kwedar K, Arnold J, Hesemann N. Visual recovery after immediate sequential bilateral cataract surgery at a veterans&#8216; hospital. J Cataract Refract Surg. 2022 Nov 1;48(11):1260-1263.</a></p>
<p><a href="https://journals.lww.com/jcrs/fulltext/2024/12000/posterior_capsule_opacification_with_two.8.aspx" target="_blank" rel="nofollow noopener">(3) Leydolt C, Schartmüller D, Schwarzenbacher L, Prenner V, Danzinger V, Lisy M, Abela-Formanek C, Menapace R. Posterior capsule opacification with two similar-design hydrophobic acrylic intraocular lenses: 3-year results of a randomized controlled trial. J Cataract Refract Surg. 2024 Dec 1;50(12):1242-1246.</a></p>
<p><a href="https://www.ajo.com/article/S0002-9394(20)30179-3/fulltext" target="_blank" rel="nofollow noopener">(4) Leydolt C, Schartmüller D, Schwarzenbacher L, Röggla V, Schriefl S, Menapace R. Posterior Capsule Opacification With Two Hydrophobic Acrylic Intraocular Lenses: 3-Year Results of a Randomized Trial. Am J Ophthalmol. 2020 Sep;217:224-231.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Grauer Star Operation: Nachsorge, Erholung &#038; Warnzeichen – Was Patient:innen wissen sollten</title>
		<link>https://www.leydolt.at/grauer-star-operation-nachsorge-erholung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2025 10:44:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Operation des Grauen Stars (Kataraktoperation) gehört heute zu den sichersten und am häufigsten durchgeführten Eingriffen weltweit. Doch genauso wichtig wie der operative Eingriff selbst ist die Nachsorge und die richtige Verhaltensweise in der Erholungsphase. In diesem Beitrag erfahren Sie, was nach der Operation zu beachten ist, wie lange die Heilung dauert und wann Sie [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="https://www.leydolt.at/grauer-star-katarakt-operation/">Operation des Grauen Stars (Kataraktoperation)</a> gehört heute zu den sichersten und am häufigsten durchgeführten Eingriffen weltweit. Doch genauso wichtig wie der operative Eingriff selbst ist die Nachsorge und die richtige Verhaltensweise in der Erholungsphase. In diesem Beitrag erfahren Sie, was nach der Operation zu beachten ist, wie lange die Heilung dauert und wann Sie wieder Ihre gewohnten Aktivitäten aufnehmen können.</p>
<h3>Direkt nach der Operation – Was passiert in den ersten Stunden?</h3>
<p>Nach einer Kataraktoperation dürfen die Patient:innen noch am selben Tag nach Hause gehen. Das Auge ist nach der Operation mit einem Verband oder einer Schutzschale abgedeckt, die in den ersten Stunden getragen werden soll. Zu Hause kann die Schutzschale abgenommen werden, soll aber in der ersten Woche in der Nacht aufgeklebt werden. Dies verhindert, dass unwillkürlich am Auge gerieben wird oder durch Daraufliegen Druck auf das Auge ausgeübt wird. Ein leichtes Fremdkörpergefühl oder ein Kratzen im operierten Auge ist normal und klingt in der Regel innerhalb weniger Tage ab.</p>
<p>Wichtig: Das frisch operierte Auge darf nicht gerieben werden und es darf auch kein Druck auf das Auge verübt werden. Vermeiden Sie außerdem das Berühren mit schmutzigen Händen, um Infektionen zu verhindern.</p>
<h3>Grauer Star Operation: Nachsorge: Augentropfen und Kontrolltermine</h3>
<p>Die medikamentöse Nachsorge erfolgt typischerweise mit entzündungshemmenden Augentropfen. Diese werden nach einem genauen Tropfplan für etwa 3–4 Wochen angewendet. In der Regel erhalten Sie von Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt einen individuellen Nachsorgeplan.<br />
Bei Kratzen oder Fremdkörpergefühl können Pflegetropfen jederzeit angewandt werden. Die Augenoberfläche ist nach der Operation und durch die entzündungshemmenden Tropfen empfindlicher und bedarf mehr Pflege durch Befeuchtungstropfen oder Gele und Salben.</p>
<p>Kontrolluntersuchungen erfolgen meist:</p>
<ul>
<li>am Tag nach der OP</li>
<li>nach etwa einer Woche</li>
<li>nach einem Monat</li>
</ul>
<p>Diese Termine sind wichtig, um den Heilungsverlauf zu überprüfen und frühzeitig eventuelle Komplikationen zu erkennen.</p>
<h3>Wie lange dauert die Heilung nach einer Grauen Star OP?</h3>
<p>Der Heilungsverlauf ist bei den meisten Patient:innen unkompliziert. Viele berichten bereits am Tag nach der Operation über eine deutliche Verbesserung des Sehens. Dennoch gilt: Die vollständige Stabilisierung des Sehens kann mehrere Wochen dauern – insbesondere, wenn eine <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">Speziallinse (z. B. EDOF- oder Trifokallinse)</a> implantiert wurde.</p>
<h3>Was sollte man nach der Operation vermeiden?</h3>
<p>Während der Heilungsphase ist Schonung angesagt. Hier einige wichtige Empfehlungen:</p>
<ul>
<li>Kein Augenreiben und Drücken: Berührungen mit den Händen vermeiden.</li>
<li>Kein Wasser ins Auge: Duschen ist erlaubt, aber vermeiden Sie Wasser und Seife direkt im operierten Auge.</li>
<li>Kein Schwimmbad, keine Sauna: Für mindestens 3–4 Wochen.</li>
<li>Keine Gartenarbeit: Für mindestens 3–4 Wochen.</li>
<li>Kein Make-up: Augen-Make-up frühestens nach zwei Wochen verwenden.</li>
</ul>
<h3>Autofahren, Arbeiten, Bildschirm: Wann ist was wieder erlaubt?</h3>
<ul>
<li>Autofahren: Erst, wenn die Sehleistung stabil ist – nach dem ersten Kontrolltermin kann Ihre Augenchirurgin oder Ihr Augenchirurg Ihnen Freigabe für Autofahren geben.</li>
<li>Arbeiten: Büroarbeit ist nach wenigen Tagen wieder möglich.</li>
<li>Lesen und Bildschirmarbeit: In der Regel ab dem 2.–3. Tag nach der OP, jedoch abhängig vom individuellen Sehfortschritt.</li>
</ul>
<h3>Mögliche Nebenwirkungen und Warnzeichen</h3>
<p>Leichte Rötung, erhöhte Lichtempfindlichkeit oder ein Trockenheitsgefühl sind häufig und meist harmlos. Oft helfen Befeuchtungstropfen gut bei diesen Beschwerden.</p>
<p>Bei <strong>folgenden Symptomen</strong> sollten Sie jedoch <strong>sofort</strong> Kontakt aufnehmen:</p>
<ul>
<li>Plötzlicher Sehverlust oder starke Schmerzen</li>
<li>Starke Rötung oder eitriger Ausfluss</li>
<li>Lichtblitze oder schwarze Punkte im Gesichtsfeld</li>
</ul>
<p>Wenn Sie nach einer Grauen-Star-Operation eines oder mehrere dieser Symptome bemerken, zögern Sie nicht. Kontaktieren Sie sofort Ihre Augenärztin oder Ihren Augenarzt oder die nächste <a href="https://augenheilkunde-optometrie.meduniwien.ac.at/fachbereiche-spezialambulanzen/augen-akutambulanz/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Augenklinik</a>. Frühes Handeln kann entscheidend sein, um bleibende Schäden am Auge zu verhindern.</p>
<h3>Zusammenfassung: Die richtige Nachsorge für bestmögliche Ergebnisse</h3>
<p>Die Nachsorge nach einer Grauen Star Operation ist entscheidend für den langfristigen Erfolg des Eingriffs. Mit der richtigen Pflege, regelmäßigen Kontrollen und etwas Geduld erleben die meisten Patient:innen schon bald wieder ein klares und scharfes Sehen – oft ganz ohne Brille.</p>
<h3>FAQs:</h3>
<p><strong>1. Wie lange dauert die Heilung nach einer Grauen Star OP?</strong><br />
Die erste Verbesserung der Sehkraft tritt oft schon nach wenigen Tagen ein. Die vollständige Heilung kann 3–4 Wochen dauern.</p>
<p><strong>2. Wann darf man nach der Kataraktoperation wieder Auto fahren?</strong><br />
Autofahren ist meist nach der ersten Nachkontrolle erlaubt – sobald die Sehleistung die gesetzlichen Anforderungen erfüllt.</p>
<p><strong>3. Darf ich nach der Operation Sport treiben?</strong><br />
Sportliche Aktivitäten sollten in den ersten zwei Wochen vermieden werden. Starten Sie langsam und nur nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.</p>
<p><strong>4. Kann ich nach der OP gleich wieder arbeiten?</strong><br />
Leichte Büroarbeit ist oft nach wenigen Tagen möglich. Körperlich anstrengende Berufe erfordern eine längere Pause.</p>
<p><strong>5. Was tun bei Schmerzen oder plötzlichem Sehverlust nach der OP?</strong><br />
Suchen Sie umgehend Ihre Augenärztin oder Ihren Augenarzt auf – solche Symptome könnten auf eine Komplikation hindeuten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>DOC 2025: Prof. Leydolt präsentiert neueste Erkenntnisse zu Presbyopie-korrigierenden Intraokularlinsen</title>
		<link>https://www.leydolt.at/doc-2025-presbyopie-iol-leydolt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 May 2025 20:54:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alterssichtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
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					<description><![CDATA[Die DOC 2025 in Nürnberg war auch in diesem Jahr ein bedeutender Treffpunkt für internationale ExpertInnen der Katarakt- und refraktiven Chirurgie. Im Zentrum des Interesses: Fortschritte in der Presbyopie-Korrektur durch moderne Intraokularlinsen. Prof. Dr. Christina Leydolt, eine international anerkannte Spezialistin auf diesem Gebiet, präsentierte in mehreren hochkarätigen Sitzungen aktuelle Erkenntnisse und klinische Erfahrungen zu Multifokal-, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#e2e2e2;border-style:solid;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start" style="max-width:1248px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion-flex-column"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><div class="fusion-text fusion-text-1" style="transform:translate3d(0,0,0);"><p>Die <a href="https://www.doc-nuernberg.de" target="_blank" rel="noopener">DOC 2025</a> in Nürnberg war auch in diesem Jahr ein bedeutender Treffpunkt für internationale ExpertInnen der <a href="https://www.leydolt.at/grauer-star-katarakt-operation/">Katarakt- und refraktiven Chirurgie</a>. Im Zentrum des Interesses: Fortschritte in der Presbyopie-Korrektur durch moderne Intraokularlinsen.<br />
Prof. Dr. Christina Leydolt, eine international anerkannte Spezialistin auf diesem Gebiet, präsentierte in mehreren hochkarätigen Sitzungen aktuelle Erkenntnisse und klinische Erfahrungen zu <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">Multifokal-, EDOF- und Monofokal-Plus-Linsen.</a></p>
<p>Als langjährige Forscherin, Operateurin und Vortragende bringt Prof. Leydolt eine einzigartige Kombination aus praktischer Erfahrung, wissenschaftlichem Tiefgang und globaler Vernetzung mit. Ihre Studiengruppe – die Vienna IOL Study Group, gegründet gemeinsam mit Prof. Rupert Menapace – zählt zu den führenden Forschungsinitiativen Europas im Bereich der Linsenchirurgie.</p>
<h3>Vielfältige Vorträge auf höchstem wissenschaftlichen Niveau</h3>
<p>In gleich fünf unterschiedlichen Formaten teilte Prof. Leydolt auf der DOC 2025 ihre Erkenntnisse mit KollegInnen aus aller Welt:</p>
<p>1. Hauptsitzung Kataraktchirurgie</p>
<p>Vortragstitel: Mix &amp; Match: EDOF – mit Trifokallinsen<br />
In dieser Sitzung zeigte Prof. Leydolt, wie sich durch eine gezielte Kombination von EDOF- und Trifokallinsen ein erweitertes Sehprofil für PatientInnen erzielen lässt. Mix &amp; Match ist besonders dann sinnvoll, wenn individuelle Anforderungen an Fern-, Zwischen- und Nahsicht vorliegen – beispielsweise bei beruflich aktiven PatientInnen oder HobbysportlerInnen.</p>
<p>2. Master Class Kurs: Presbyopie- und Astigmatismuskorrektur</p>
<p>Vortragstitel: Multifokale IOLs, IOLs mit erhöhter Schärfentiefe, Monovisionskonzepte<br />
Gemeinsam mit ihrem geschätzten Kollegen Prof. Rupert Menapace behandelte Prof. Leydolt Indikationsstellungen, Linsenauswahl, OP-Techniken und Nachsorge. Der Fokus lag auf individuellen Behandlungskonzepten und der differenzierten Anwendung von Monofokal Plus, EDOF- und multifokalen Linsen– auch unter Einbeziehung von Monovision in ausgewählten Fällen.</p>
<p>3. DOC Update – Der Goldstandard: Katarakt</p>
<p>Vortragstitel: Die Auswahl der richtigen Intraokularlinse – Welche Linse für welches Auge?<br />
In diesem Vortrag vermittelte Prof. Leydolt praxisrelevante Entscheidungsgrundlagen für die Auswahl der idealen Linse, basierend auf funktionellen Anforderungen, Anatomie und Patientenerwartungen. Dabei wurde deutlich: Nicht jede Linse passt zu jedem Auge – Individualisierung ist der Schlüssel zum postoperativen Erfolg.</p>
<p>Vortragstitel: Auswahl von Mehrstärkenlinsen, EDOF, Multifokal für individuelle Wünsche<br />
In diesem Vortrag lag der Fokus auf dem Matching zwischen Lifestyle-Anforderungen und optischen Möglichkeiten. Die Bandbreite reicht von trifokalen Systemen über segmentierte EDOF-Linsen bis zu strategischer Monovision. Entscheidend ist immer die sorgfältige Präoperativdiagnostik und das ausführliche Patientengespräch.</p>
<p>4. Symposium „Individuelle Patientenversorgung – Neues von Bausch + Lomb“</p>
<p>Vortragstitel: enVista Aspire – Die mit dem Plus<br />
Hier präsentierte Prof. Leydolt ihre ersten klinischen Ergebnisse mit der neuen Monofokal-Plus-Linse enVista Aspire, die mit einem erweiterten Schärfenbereich punktet – ideal für PatientInnen, die Wert auf hohe Kontrastempfindlichkeit bei gleichzeitig etwas mehr Unabhängigkeit von der Lesebrille legen.</p>
<h3>Warum PatientInnen von dieser Expertise profitieren</h3>
<p>Die fundierte wissenschaftliche Arbeit von Prof. Leydolt fließt direkt in ihre tägliche Praxis ein. Dank moderner Diagnostik, klarer Indikationsstellung und evidenzbasierter Empfehlungen erhalten PatientInnen bei Prof. Leydolt maßgeschneiderte Lösungen – mit dem Ziel: maximale Sehqualität und minimale Abhängigkeit von Brillen.</p>
<p>Dabei ist Prof. Leydolt nicht nur national eine gefragte Ansprechpartnerin, sondern auch international mit führenden ForscherInnen vernetzt. Durch diesen kontinuierlichen Austausch entstehen moderne, zukunftsfähige Versorgungskonzepte, die über den Tellerrand hinausblicken.</p>
<h3>Fazit: Wissenschaft, die ankommt – bei Ihren Augen</h3>
<p>Die DOC 2025 hat erneut gezeigt: In der modernen Kataraktchirurgie geht es längst nicht mehr nur um das Entfernen der Linse, sondern um echte Sehoptimierung.<br />
Dank der wissenschaftlich fundierten Herangehensweise von Prof. Leydolt und ihrem Team profitieren PatientInnen in Wien und darüber hinaus von exzellenten Ergebnissen – individuell, innovativ und immer am Puls der Forschung.</p>
<p>Sie möchten wissen, welche Linse zu Ihnen passt?</p>
<p>Vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin – wir nehmen uns Zeit für Ihre Wünsche und Ihr Sehen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4de.png" alt="📞" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> +43 681 84072872 | <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2709.png" alt="✉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <a href="https://www.leydolt.at/kontakt/">Kontaktformular</a></p>
</div></div></div><style type="text/css">.fusion-body .fusion-builder-column-0{width: auto;margin-top : 0px;margin-bottom : 0px;}.fusion-builder-column-0 > .fusion-column-wrapper {padding-top : 0px !important;padding-right : 0px !important;margin-right : 2%;padding-bottom : 0px !important;padding-left : 0px !important;margin-left : 2%;}@media only screen and (max-width:1024px) {.fusion-body .fusion-builder-column-0{width: auto;order : 0;}.fusion-builder-column-0 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 2%;margin-left : 2%;}}@media only screen and (max-width:640px) {.fusion-body .fusion-builder-column-0{width: auto;order : 0;}.fusion-builder-column-0 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 2%;margin-left : 2%;}}</style></div><style type="text/css">.fusion-body .fusion-flex-container.fusion-builder-row-1{ padding-top : 0px;margin-top : 0px;padding-right : 0px;padding-bottom : 0px;margin-bottom : 0px;padding-left : 0px;}</style></div>
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		<item>
		<title>Trockene Augen &#038; Premiumlinsen: Warum nicht jeder Patient für Multifokal- oder EDOF-Linsen geeignet ist</title>
		<link>https://www.leydolt.at/premiumlinsen-bei-trockenen-augen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2025 08:25:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alterssichtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
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					<description><![CDATA[Premiumlinsen bei trockenen Augen - geht das? Die Entscheidung für eine Premiumlinse – sei es eine Multifokallinse oder eine EDOF-Linse (Extended Depth of Focus) – ist oft ein bedeutender Schritt hin zu mehr Lebensqualität und Brillenunabhängigkeit. Doch nicht alle Patienten profitieren im gleichen Maß davon. Eine häufig übersehene, aber entscheidende Rolle spielt die Meibomdrüsendysfunktion (MDD), [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Premiumlinsen bei trockenen Augen &#8211; geht das? Die Entscheidung für eine Premiumlinse – sei es eine <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">Multifokallinse oder eine EDOF-Linse (Extended Depth of Focus)</a> – ist oft ein bedeutender Schritt hin zu mehr Lebensqualität und Brillenunabhängigkeit. Doch nicht alle Patienten profitieren im gleichen Maß davon. Eine häufig übersehene, aber entscheidende Rolle spielt die <a href="https://www.leydolt.at/liderkrankungen/">Meibomdrüsendysfunktion (MDD)</a>, eine der Hauptursachen für <a href="https://www.leydolt.at/trockene-augen/">trockene Augen</a>.</p>
<h3>Multifokal &amp; EDOF – hohe Ansprüche an die optische Oberfläche</h3>
<p>Premiumlinsen bieten Patienten im Idealfall ein brillenfreies Sehen in mehreren Entfernungen. Das gelingt durch komplexe optische Designs, die mehrere Brennpunkte oder eine gestreckte Tiefenschärfe erzeugen. Damit dieses feine Zusammenspiel funktioniert, braucht es aber eines: eine stabile, klare Tränenfilmoberfläche.</p>
<p>Schon leichte Unregelmäßigkeiten durch einen instabilen Tränenfilm – verursacht durch eine MDD – können die Qualität der Abbildung beeinträchtigen. Bei schweren Formen der Meibomdrüsendysfunktion ist die Sehqualität mit Premiumlinsen oft nicht zufriedenstellend.</p>
<h3>Wie die Meibomdrüsen den Tränenfilm beeinflussen</h3>
<p>Die Meibom-Drüsen im Lidrand produzieren Lipide (Fette), die für die Stabilität der Tränenoberfläche entscheidend sind. Bei einer MDD ist dieser Fettanteil vermindert oder von schlechter Qualität – die Folge:</p>
<p>&#8211; Der Tränenfilm reißt schneller auf<br />
&#8211; Es entstehen mikroskopisch kleine Unregelmäßigkeiten auf der Hornhaut<br />
&#8211; Licht wird gestreut – ein besonders kritischer Punkt bei diffraktiven oder asphärischen Linsendesigns</p>
<p><strong>Symptome, die durch MDD nach Linsenimplantation verstärkt werden können</strong></p>
<p>Viele Patienten mit MDD berichten nach einer Implantation von Premiumlinsen über:<br />
&#8211; Glare und Halos<br />
&#8211; Schwankende Sehschärfe, besonders abends<br />
&#8211; Unzufriedenheit trotz medizinisch korrektem Linsensitz<br />
&#8211; Das Gefühl, &#8222;nie richtig scharf&#8220; zu sehen – trotz objektiv gutem postoperativen Ergebnis</p>
<p><strong>Relative Kontraindikation bei schweren Fällen</strong></p>
<p>Bei schwerer Meibomdrüsendysfunktion oder chronischen trockenen Augen sollte der Einsatz von Premiumlinsen – vor allem Multifokallinsen – kritisch hinterfragt werden. In diesen Fällen kann der Wunsch nach Brillenfreiheit mit einer spürbaren Einschränkung der subjektiven Sehqualität einhergehen.</p>
<p>Hier sprechen wir von einer relativen Kontraindikation – das heißt: Es ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber mit erhöhtem Risiko für postoperative Unzufriedenheit verbunden.</p>
<p><strong>EDOF-Linsen „toleranter“, aber nicht immer ideal</strong></p>
<p>Im Vergleich zu klassischen Multifokallinsen gelten EDOF-Linsen als optisch robuster und weniger anfällig für Streulichtprobleme. Dennoch: Auch EDOF-Linsen profitieren stark von einer homogenen, klaren Tränenfilmoberfläche. Bei ausgeprägter MDD kann auch hier die Leistung limitiert sein.</p>
<h3>Wie wir in unserer Praxis mit Premiumlinsen bei trockenen Augen umgehen</h3>
<p>In unserer Praxis legen wir großen Wert auf eine gründliche präoperative Diagnostik des Tränenfilms und der Lidfunktion – insbesondere bei Patienten, die Premiumlinsen wünschen.</p>
<p>Unser Vorgehen:<br />
1. <a href="https://augeninfo.de/leit/leit11.pdf" target="_blank" rel="noopener">Meibographie und Tränenfilm-Analyse</a>: Um die Qualität und Stabilität des Tränenfilms objektiv zu messen.<br />
2. Therapie vor OP: Bei auffälligen Befunden wird zuerst die MDD behandelt, z. B. durch Wärmebehandlungen und <a href="https://www.leydolt.at/liderkrankungen/">Lidrandhygiene</a> zu Hause, <a href="https://www.leydolt.at/trockene-augen-laser-ipl/">IPL</a> oder medikamentöse Maßnahmen.<br />
3. Erneute Beurteilung: Erst nach erfolgreicher Stabilisierung entscheiden wir gemeinsam mit dem Patienten, ob eine Premiumlinse sinnvoll ist.</p>
<p>Dies sind unsere <strong>bewährten Maßnahmen zur Optimierung des Tränenfilms</strong> vor einer Linsenimplantation:</p>
<p>1. Wärmeanwendungen &amp; Lidrandpflege<br />
⇒ Verflüssigung und Abfluss von Meibom-Drüsensekret</p>
<p>2. Tränenersatzmittel mit Lipidkomponente<br />
⇒ Stabilisierung der Lipidschicht des Tränenfilms</p>
<p>3. Omega-3-Fettsäuren<br />
⇒ Verbesserung der Sekretqualität der Meibomdrüsen</p>
<p>4. IPL-Therapie (Intense Pulsed Light)<br />
⇒ Entzündungshemmung und Öffnung verstopfter Meibom-Drüsen</p>
<p>5. LipiFlow® oder andere thermische Pulsbehandlungen<br />
⇒ Tiefenwirksame Reinigung der Meibom-Drüsen</p>
<p>6. Antientzündliche Therapie bei Bedarf<br />
⇒ Kontrolle einer stillen chronischen Entzündung</p>
<p>7. Optimierung der Umgebungsfaktoren<br />
⇒ Reduktion externer Trigger</p>
<p>Bei Premiumlinsen-Beratungen integrieren wir immer eine Tränenfilmanalyse. Bei auffälligen Befunden erfolgt zuerst eine gezielte Vorbehandlung über mindestens 4–6 Woche*, bevor die endgültige Entscheidung zur Linsenauswahl fällt.</p>
<h3>Individuelle Abwägung ist entscheidend</h3>
<p>Premiumlinsen können eine hervorragende Lösung sein – aber nicht für jeden Patienten. Bei trockenen Augen durch MDD ist eine sorgfältige Diagnostik und Therapie im Vorfeld unerlässlich. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Vorteile der Linsentechnologie auch wirklich zum Tragen kommen.</p>
<p>In schweren Fällen empfehlen wir bewusst eine monofokale Linse mit guter optischer Performance – ergänzt durch gezielte Behandlung der MDD und gegebenenfalls eine Brille für den Nahbereich. Denn: <strong>Sehqualität geht vor Brillenfreiheit.</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Sind torische Linsen Standard?</title>
		<link>https://www.leydolt.at/sind-torische-linsen-standard/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Apr 2025 11:32:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.leydolt.at/?p=2757</guid>

					<description><![CDATA[Torische Linsen sind eine spezielle Art von Kunstlinsen (Intraokularlinsen, IOLs), die zur Korrektur einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) eingesetzt werden. Doch sind torische Linsen mittlerweile Standard bei einer Grauen-Star-Operation oder handelt es sich um eine Premium-Option? Was sind torische Linsen? Astigmatismus tritt auf, wenn die Hornhaut nicht gleichmäßig gewölbt ist – statt rund wie ein Fußball ist [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Torische Linsen sind eine spezielle Art von Kunstlinsen (Intraokularlinsen, IOLs), die zur Korrektur einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) eingesetzt werden. Doch sind torische Linsen mittlerweile Standard bei einer Grauen-Star-Operation oder handelt es sich um eine Premium-Option?</p>
<h3>Was sind torische Linsen?</h3>
<p>Astigmatismus tritt auf, wenn die Hornhaut nicht gleichmäßig gewölbt ist – statt rund wie ein Fußball ist sie eher wie ein Rugbyball geformt. Dadurch werden Lichtstrahlen unterschiedlich gebrochen, was zu unscharfem oder verzerrtem Sehen in allen Entfernungen führt. Etwa jeder dritte Patient, der sich einer Kataraktoperation unterzieht, weist einen klinisch relevanten Astigmatismus auf.</p>
<p>Torische Kunstlinsen sind also vor allem für Menschen geeignet, die neben dem Grauen Star auch unter einer Hornhautverkrümmung leiden. Die Technologie dieser Linsen ermöglicht eine gezielte Achsenausrichtung während der Operation, sodass die Linse exakt dort wirkt, wo die Krümmung korrigiert werden muss. <a href="https://www.leydolt.at/spezial-untersuchungen/">Modernste biometrische Messverfahren</a> vor der Operation – etwa mit Hilfe von Geräten wie einem Hornhaut Topographen oder eines OCTs – helfen dabei, die ideale Linse individuell auszuwählen und präzise zu positionieren.</p>
<p>Torische Linsen sind also Speziallinsen, die eine gezielte Krümmung aufweisen, um die Unregelmäßigkeiten der Hornhaut auszugleichen. Sie unterscheiden sich in ihrer Form und optischen Struktur von herkömmlichen monofokalen Linsen, die nur eine sphärische Korrektur (Kurz- oder Weitsichtigkeit) ermöglichen. Torische Linsen kombinieren diese mit einer zylindrischen Korrektur zur Behandlung des Astigmatismus – und sind in unserer Praxis ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen Kataraktchirurgie.</p>
<h3>Sind torische Linsen Standard oder eine Sonderleistung?</h3>
<p>Standard-Kunstlinsen (monofokale Linsen) gleichen nur eine Fehlsichtigkeit in einer Entfernung aus – das bedeutet, dass Patienten nach der OP häufig weiterhin eine Brille für bestimmte Entfernungen benötigen. Torische Linsen hingegen korrigieren nicht nur die Kurz- oder Weitsichtigkeit, sondern auch eine bestehende Hornhautverkrümmung.</p>
<p>Leider sind torische Kunstlinsen nicht überall Standard und werden in vielen Kliniken oder Praxen nur als kostenpflichtige Zusatzoption angeboten. In unserer Praxis jedoch setzen wir torische Linsen grundsätzlich als Standard ein, wenn ein Hornhaut Astigmatismus über 1 Dioptrie vorliegt. Eine Katarakt-OP bietet die einmalige Gelegenheit, Sehfehler dauerhaft zu korrigieren – diese Chance sollte nicht ungenutzt bleiben!</p>
<h3>Torische Linsen bei Premiumlinsen: Ein Muss</h3>
<p>Besonders wichtig ist der Einsatz torischer Linsen bei Premiumlinsen wie <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">multifokalen Linsen</a>, <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">EDOF-Linsen (Extended Depth of Focus)</a> oder <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">Monofokal Plus Linsen</a>. Diese hochwertigen Linsen sind darauf ausgelegt, Patienten ein brillenfreies Leben oder zumindest eine deutliche Reduktion der Brillenabhängigkeit zu ermöglichen.</p>
<p>Ohne eine Korrektur des Astigmatismus kann die optimale Funktion dieser Premiumlinsen jedoch nicht gewährleistet werden. Bei Multifokal- oder EDOF-Linsen führt ein unbehandelter Astigmatismus zu erheblichen Einbußen in der Sehqualität, da das Auge nicht in der Lage ist, die durch die Linse erzeugten fokussierten Bilder korrekt zu verarbeiten.</p>
<p>Daher gilt: <strong>Wer sich für eine Premiumlinse entscheidet, sollte in jedem Fall auf eine torische Variante zur Korrektur eines vorhandenen Hornhaut Astigmatismus setzen. In unserer Praxis ist das eine Selbstverständlichkeit.</strong></p>
<h3>Welche Vorteile bieten torische Linsen?</h3>
<p>&#8211; <strong>Bessere Sehschärfe</strong>: Klare Sicht ohne störende Verzerrungen.<br />
&#8211; <strong>Weniger Abhängigkeit von der Brille</strong>: Viele Patienten benötigen nach der OP keine oder nur noch selten eine Sehhilfe.<br />
&#8211; <strong>Individuelle Anpassung</strong>: Je nach Stärke der Hornhautverkrümmung können torische Linsen exakt auf den Patienten angepasst werden.<br />
&#8211; <strong>Optimale Ergebnisse bei Premiumlinsen</strong>: Wer sich für eine Multifokal- oder EDOF-Linse entscheidet, sollte unbedingt auf die torische Variante zur Korrektur des Astigmatismus setzen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.<br />
&#8211; <strong>Höchste Technologie</strong>: Moderne torische Linsen sind präzise gefertigte Hightech-Produkte – mit perfekter Achsenausrichtung und Langzeitstabilität.</p>
<h3>Warum sind torische Linsen nicht überall Standard?</h3>
<p>Obwohl torische Linsen klare Vorteile bieten, sind sie leider nicht in jeder Klinik oder Praxis Standard. In vielen Fällen werden sie nur auf ausdrücklichen Wunsch und mit zusätzlichen Kosten angeboten. Ein Grund dafür ist, dass die Vermessung und Anpassung torischer Linsen ein höheres Maß an Expertise und modernster Diagnostik erfordert. Auch die exakte Ausrichtung der Linse während der OP ist entscheidend für den Erfolg.</p>
<p>In unserer Praxis ist uns die bestmögliche Sehqualität für unsere Patienten besonders wichtig. Daher setzen wir torische Linsen als Standard ein, wenn ein Astigmatismus vorliegt – unabhängig davon, ob es sich um eine Standard- oder Premiumlinse handelt.</p>
<h3>Fazit: Torische Linsen sind ein wichtiger Standard – zumindest bei uns!</h3>
<p>Torische Linsen sind nicht überall Standard, doch sie sollten es sein. Bei uns ist der Einsatz torischer Linsen bei Astigmatismus selbstverständlich, da wir unseren Patienten die bestmögliche Sehqualität bieten wollen. Besonders bei Premiumlinsen wie multifokalen oder EDOF-Linsen ist eine torische Variante unverzichtbar, um optimale Ergebnisse zu erzielen.</p>
<p>Wenn Sie sich für eine Graue-Star-Operation interessieren und Wert auf modernste Technik und individuell angepasste Lösungen legen, sind Sie bei uns in den besten Händen.</p>
<p>Möchten Sie <a href="https://www.escrs.org/knowledge-hubs/toric-iols/" target="_blank" rel="noopener">mehr über torische Linsen</a> erfahren? <a href="https://www.leydolt.at/kontakt/">Kontaktieren Sie uns jetzt für eine persönliche Beratung</a>!</p>
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