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	<title>Ihre Augenärztin in Wien</title>
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	<description>Spezialistin für grauen Star</description>
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		<title>Halos, Blendung &#038; Co.: Was Sie vor der Entscheidung für eine Speziallinse wissen sollten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 19:47:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
		<category><![CDATA[Speziallinsen]]></category>
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					<description><![CDATA[Halos nach einer Multifokallinse sind kein Behandlungsfehler und keine Seltenheit — sie sind die Kehrseite eines optischen Prinzips. Jede Kunstlinse, die mehr als eine Entfernung scharf abbildet, muss das Licht auf mehrere Brennpunkte verteilen. Daraus entstehen Lichthöfe um Lichtquellen (Halos), Blendung (Glare) und etwas weniger Kontrast. Ich spreche das bewusst vor der Operation an. Wer [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#e2e2e2;border-style:solid;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start" style="max-width:1248px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><div class="fusion-text fusion-text-1" style="transform:translate3d(0,0,0);"><p>Halos nach einer Multifokallinse sind kein Behandlungsfehler und keine Seltenheit — sie sind die Kehrseite eines optischen Prinzips. Jede Kunstlinse, die mehr als eine Entfernung scharf abbildet, muss das Licht auf mehrere Brennpunkte verteilen. Daraus entstehen Lichthöfe um Lichtquellen (Halos), Blendung (Glare) und etwas weniger Kontrast.</p>
<p>Ich spreche das bewusst vor der Operation an. Wer weiß, dass ein Lichtkranz um die Straßenlaterne in den ersten Wochen dazugehört, erlebt ihn anders als jemand, der damit nicht gerechnet hat. Dieser Beitrag erklärt, wodurch Halos entstehen, wo sie wahrscheinlich sind, was hilft, wenn sie bleiben — und für wen eine Multifokallinse nicht die richtige Wahl ist.</p>
<h3>Warum Halos entstehen: das Sandkasten-Prinzip</h3>
<p>Die junge natürliche Linse kann durch Änderung ihrer Form (Abkugelung oder Abflachung) und dadurch der Brechkraft jede Entfernung stufenlos scharf stellen. Dies nennt man Naheinstellungsreaktion (Akkommodation). Eine Kunstlinse ist starr und kann prinzipiell nur eine bestimmte Distanz (Brennpunkt) scharf stellen. Linsen mit mehreren Brennpunkten (Multifokallinsen) können durch Aufteilung des Lichts auf verschiedene Brennpunkte jedoch mehrere Entfernungen abbilden.</p>
<p>Weil das Licht aufgeteilt wird, gelangen nie 100 Prozent des Lichts in einen einzigen Brennpunkt. Genau daraus entstehen die möglichen Nebenwirkungen: Das heißt konkret Nachbilder der jeweils anderen Brennpunkte (Halos, Blendung) oder weniger Kontrast in einem Brennpunkt, weil mehr Licht anderswo gebraucht wird. Es ist wie in einem Sandkasten: Man kann den Sand (= das Licht) nur umverteilen. Wenn man an einer Stelle viel Sand aufschaufelt, fehlt er an einer anderen.</p>
<p>Technisch gibt es dafür zwei Wege: Refraktive Linsen nutzen die Lichtbrechung über die Form der Oberfläche, ähnlich einer Gleitsichtbrille, bei der verschiedene Bereiche verschiedene Entfernungen übernehmen. Anders als bei einer Gleitsichtbrille müssen Sie dafür aber nicht den Blick senken oder den Kopf drehen: bei der Kunstlinse wirken alle Bereiche gleichzeitig. Diffraktive Linsen nutzen die Lichtbeugung über eine mikroskopische Ringstruktur, ähnlich einem Lichtteiler.</p>
<p>Als Tendenz erzeugen diffraktive Designs häufiger abgegrenzte Lichtringe, refraktive eher ein weiches Verwaschen. Eine Garantie ist das nicht, auch refraktive Speziallinsen können Halos verursachen. Formulierungen wie „ohne Lichtaufteilung&#8220; oder „kein Lichtverlust&#8220; sind Herstellersprache; physikalisch gibt es das nicht.</p>
<h3>In welcher Sehbereich-Kategorie Halos wahrscheinlich sind</h3>
<p>Nicht jede Speziallinse (häufig auch Premiumlinse genannt) bringt dasselbe Risiko mit: Je mehr Entfernungen eine Linse abdecken soll, desto mehr Licht muss umverteilt werden. Die vier Kategorien sind keine Rangfolge, sondern vier verschiedene Kompromisse:</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Kategorie</th>
<th>Ohne Brille scharf</th>
<th>Was man dafür in Kauf nehmen muss</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>1 — Ein Sehbereich (Monofokallinse, Einstärkenlinse)</td>
<td>Ferne</td>
<td>nichts; beste Bildqualität, Brille für Zwischenbereich und Lesen</td>
</tr>
<tr>
<td>2 — Leicht erweiterter Sehbereich (Monofokal-Plus-Linse, enhanced monofocal)</td>
<td>Ferne, Ansatz Zwischenbereich</td>
<td>sehr wenig; Brille zum Lesen, meist auch am Bildschirm</td>
</tr>
<tr>
<td>3 — Erweiterter Sehbereich (EDOF-Linse, extended depth of focus)</td>
<td>Ferne bis Armlänge (Bildschirm, Kochen, Armaturenbrett)</td>
<td>leichte Lichthöfe möglich, etwas weniger Kontrast; Brille für kleine Schrift</td>
</tr>
<tr>
<td>4 — Voller Sehbereich (Multifokallinse, meist trifokal)</td>
<td>Ferne, Zwischenbereich, Nähe</td>
<td>Lichthöfe und Blendung häufiger, Kontrast reduziert; Brille selten nötig</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Innerhalb der Kategorie 4 gibt es Unterschiede: Manche Linsen dieser Gruppe haben einen sprunghaften Übergang zum Lesebereich, andere einen gleichmäßigeren Verlauf. Für die Halo-Frage ist die Kategorie der bessere Anhaltspunkt als der Produktname. Was die einzelnen Bezeichnungen bedeuten, erkläre ich ausführlich in meinem Beitrag <a href="https://www.leydolt.at/welche-linse-passt-zu-mir/">Welche Linse passt zu mir?</a></p>
<h3>Was Halos im Alltag wirklich bedeuten</h3>
<p>Halos zeigen sich fast ausschließlich bei Dunkelheit und punktförmigen Lichtquellen: Straßenlaternen, Scheinwerfer im Gegenverkehr, Ampeln, Leuchtreklamen. Bei Tageslicht bemerken die meisten nichts davon, weil die Pupille eng ist und weniger Licht durch die äußeren Linsenbereiche fällt. Regen, nasser Asphalt und eine verschmutzte Windschutzscheibe verstärken den Effekt — die Linse ist dann nur ein Teil der Ursache.</p>
<p>Getrennt davon zu betrachten ist das Kontrastsehen, also die Fähigkeit, feine Helligkeitsunterschiede zu erkennen, etwa eine graue Stufe im Dämmerlicht. Es sinkt bei EDOF- und Multifokallinsen leicht, unabhängig davon, ob Halos störend sind. Kontrastsehen ist ein eigenes Thema und kein bloßes Nebenprodukt der Lichtaufteilung; ich behandle es in einem eigenen Beitrag.</p>
<h3>Nicht jede Blendung kommt von der Linse</h3>
<p>Berichten Patient*innen Monate nach der Operation über neue Blendung, ist die Linse oft nicht die Ursache. Vier Dinge prüfe ich zuerst:</p>
<p>&#8211; Restfehlsichtigkeit: Schon eine kleine unkorrigierte Hornhautverkrümmung kann punktförmige Lichter zu Strichen verziehen und verstärkt jeden Lichthof. Alle Speziallinsen wirken nur dann optimal, wenn ein eventuell vorhandener Hornhaut-Astigmatismus ebenfalls mit einer torischen Linse korrigiert wird. Relevant ist das ab etwa 0,75 bis 1,0 Dioptrien; ausführlich dazu mein Beitrag <a href="https://www.leydolt.at/sind-torische-linsen-standard/">zu torischen Linsen</a>.</p>
<p>&#8211; Trockene Augen: Eine unruhige Tränenfilm-Oberfläche streut Licht und macht Halos sichtbarer, oft schwankend über den Tag; mehr dazu im Beitrag zu <a href="https://www.leydolt.at/premiumlinsen-bei-trockenen-augen/">trockenen Augen und Speziallinsen</a>.</p>
<p>&#8211; Nachstar (hintere Kapseltrübung, posterior capsule opacification): Er entsteht Monate bis Jahre nach der Operation, streut Licht und wird häufig mit einem Linsenproblem verwechselt. Er lässt sich ambulant mit dem Laser behandeln. Die <a href="https://www.leydolt.at/nachstar-behandlung/">Nachstar-Prophylaxe</a> ist einer der Forschungsschwerpunkte meiner Arbeitsgruppe.</p>
<p>&#8211; Pupillenweite und Linsenlage: Weite Pupillen bei Dunkelheit und eine minimal außerhalb der Sehachse liegende Linse verstärken Lichthöfe — beides lässt sich vorher abschätzen.</p>
<h3>Wie ich vor der Operation abschätze, wer gefährdet ist</h3>
<p>Halos können prinzipiell bei jedem Linsentyp auftreten, auch bei Monofokallinsen — die subjektive Wahrnehmung der Patient*innen lässt sich leider nicht garantiert vorhersagen. Gewisse Parameter können aber das Risiko gut eingrenzen: Zur Voruntersuchung gehören für mich die Pupillenweite in der Dämmerung, eine Vermessung der Hornhaut samt ihrer Regelmäßigkeit, eine Makula-Untersuchung und die Beurteilung des Tränenfilms. Wie zuverlässig solche Hornhautmessungen wiederholbar sind, haben wir in einer gemeinsamen Publikation mit internationalen Kolleg*innen 2025 selbst geprüft (<a href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0328894" target="_blank" rel="nofollow noopener">PLoS One</a>).</p>
<p>Genauso wichtig ist das Gespräch: Nachtfahrten pro Woche, Bildschirmzeit, Hobbys, Erwartung an Brillenfreiheit. Aus rund 1.000 Linsenoperationen pro Jahr weiß ich, dass die Zufriedenheit weniger vom Linsenmodell abhängt als davon, ob die Linse zu Ihrem Alltag passt und ob vorher offen über den Kompromiss und Alternativen gesprochen wurde.</p>
<p>In Österreich trägt die Krankenkasse Operation und Monofokallinse; jede Speziallinse der Kategorien 2 bis 4 ist eine Selbstzahlerleistung. Weil Sie diesen Aufpreis selbst tragen, sollten Sie vorher wissen, was Sie dafür bekommen — und was nicht. Die Kosten habe ich in einem <a href="https://www.leydolt.at/kosten-grauer-star-operation-oesterreich/">eigenen Beitrag</a> aufgeschlüsselt.</p>
<h3>Beratungsgespräch</h3>
<p>Sie überlegen, ob eine Speziallinse für Sie infrage kommt, und möchten die Kompromisse in Ruhe durchsprechen? <a href="https://www.leydolt.at/kontakt/">Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch</a> in meiner Ordination am Opernring in 1010 Wien.</p>
<h2>Häufige Fragen zu Halos und Blendung nach einer Linsenoperation</h2>
</div><style type="text/css">.fusion-accordian #accordian-1 .panel-title a .fa-fusion-box:before{ font-size: 16px;}.fusion-accordian #accordian-1 .panel-title a .fa-fusion-box{ color: #ffffff;}.fusion-accordian #accordian-1 .panel-title a{font-size:20px;}.fusion-accordian #accordian-1 .fa-fusion-box { background-color: #4d6d9a;border-color: #4d6d9a;}.fusion-accordian #accordian-1 .panel-title a:hover,.fusion-accordian #accordian-1 .panel-title a.hover { color: #edb5bf;}.fusion-faq-shortcode .fusion-accordian #accordian-1 .fusion-toggle-boxed-mode:hover .panel-title a { color: #edb5bf;}.fusion-accordian #accordian-1 .panel-title .active .fa-fusion-box,.fusion-accordian #accordian-1 .panel-title a:hover .fa-fusion-box,.fusion-accordian #accordian-1 .panel-title a.hover .fa-fusion-box { background-color: #edb5bf!important;border-color: #edb5bf!important;}</style><div class="fusion-faq-shortcode"><div class="fusion-faqs-wrapper"><div class="accordian fusion-accordian"><div class="panel-group " id="accordian-1"><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3191 halos "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Was sind Halos nach einer Linsenoperation?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-08-17T21:40:52+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-1" data-target="#collapse-1-3191" href="#collapse-1-3191"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Was sind Halos nach einer Linsenoperation?</div></a></h4></div><div id="collapse-1-3191" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Halos sind ringförmige Lichthöfe, die man vor allem nachts um punktförmige Lichtquellen sieht: Straßenlaternen, Scheinwerfer, Ampeln. Sie entstehen, weil eine Kunstlinse mit mehr als einem Brennpunkt das Licht aufteilt: Der Anteil, der nicht zum gerade genutzten Brennpunkt gehört, legt sich als unscharfer Lichtkranz über das scharfe Bild.</p>
<p>Fachlich zählen Halos zu den positiven Dysphotopsien. Davon zu unterscheiden sind Blendung (Glare), bei der eine Lichtquelle flächig überstrahlt, sternförmige Strahlen (Starbursts) und die negative Dysphotopsie, ein dunkler Schatten im äußeren Gesichtsfeld.</p>
<p>Wichtig: Lichthöfe sind kein reines Kunstlinsen-Phänomen. Auch Augen mit natürlicher Linse zeigen sie, und ein beginnender Grauer Star blendet meist deutlich stärker als jede Speziallinse. Viele Patient*innen empfinden das Nachtsehen nach der Operation trotz Halos als besser als vorher.</p>
<p>Am deutlichsten sind Halos in den ersten Wochen, wenn das Gehirn das neue Bild noch nicht verarbeitet hat. Bei EDOF- und Multifokallinsen treten sie häufiger auf als bei Monofokal- und  Monofokal-Plus-Linsen — sie sind der Preis dafür, dass mehrere Entfernungen ohne Brille scharf sind.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3189 halos "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Wie häufig treten Halos nach einer Multifokallinse auf?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-08-17T21:39:48+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-1" data-target="#collapse-1-3189" href="#collapse-1-3189"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Wie häufig treten Halos nach einer Multifokallinse auf?</div></a></h4></div><div id="collapse-1-3189" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Nahezu alle Patient*innen mit einer Multifokallinse nehmen in den ersten Wochen Lichthöfe wahr; dauerhaft störend bleiben sie bei einer kleinen Minderheit. Genaue Prozentangaben schwanken stark, weil sie davon abhängen, welches Linsendesign untersucht wurde, mit welchem Fragebogen gefragt wurde und wie lange nachbeobachtet wurde.</p>
<p>Deshalb stütze ich mich auf direkte Vergleiche am selben Patienten: In meiner Arbeitsgruppe an der MedUni Wien erhielt dabei jedes Auge eine andere Linse, sodass eine Person beide unter identischen Bedingungen verglich. In unserer Untersuchung an Augen mit einer trifokalen Linse berichteten 32% der Patient*innen von photischen Phänomenen, wie Lichthöfen, allerdings von geringer Größe und Intensität (8,8 bzw. 14,9 von 100). <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12928826/pdf/jcrs-52-275.pdf" target="_blank" rel="nofollow noopener">Am J Ophthalmol 2024</a></p>
<p>Für die Praxis lässt sich daraus eine klare Rangfolge ableiten: Bei Multifokallinsen sind Halos am häufigsten, bei EDOF Linsen seltener und meist milder, bei Monofokal- und Monofokal-Plus-Linsen spielen sie kaum eine Rolle. Wer sehr viel nachts fährt, sollte diese Reihenfolge bei der Entscheidung stärker gewichten als die Aussicht auf Brillenfreiheit beim Lesen.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3186 halos "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Verschwinden Halos wieder von selbst?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-08-17T21:38:01+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-1" data-target="#collapse-1-3186" href="#collapse-1-3186"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Verschwinden Halos wieder von selbst?</div></a></h4></div><div id="collapse-1-3186" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Bei den meisten Patient*innen werden Halos innerhalb von drei bis sechs Monaten deutlich weniger störend, bei manchen dauert es bis zu einem Jahr. Physikalisch verschwindet der Lichthof nicht: Die Linse teilt das Licht unverändert auf. Was sich ändert, ist die Verarbeitung im Gehirn: Es lernt, das unscharfe Nebenbild auszublenden. Dieser Vorgang heißt Neuroadaptation.</p>
<p>Unterstützen lässt sich das, indem Sie in den ersten Wochen bewusst auch bei Dämmerung unterwegs sind: Vermeidung verlangsamt die Anpassung.</p>
<p>Zwei Dinge sage ich dabei offen: Erstens dauert Neuroadaptation Monate, nicht Tage — die ersten Wochen sind kein Maßstab für das Endergebnis. Zweitens bleibt bei einem kleinen Teil der Patient*innen eine spürbare Störung, die sich auch nach einem Jahr nicht wesentlich ändert. Deshalb muss die Entscheidung für eine EDOF- oder Multifokalinse vorher gut überlegt sein und nicht auf die Hoffnung bauen, dass sich alles von selbst gibt.</p>
<p>Nehmen Halos nach einer beschwerdefreien Phase wieder zu, liegt meist ein Nachstar oder ein trockenes Auge vor — beides ist gut behandelbar.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3183 halos "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Was kann man tun, wenn Halos dauerhaft stören?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-08-17T21:36:59+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-1" data-target="#collapse-1-3183" href="#collapse-1-3183"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Was kann man tun, wenn Halos dauerhaft stören?</div></a></h4></div><div id="collapse-1-3183" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>In den meisten Fällen lässt sich etwas tun, und zwar in dieser Reihenfolge: erst die Ursachen, die nichts mit dem Linsentyp zu tun haben, dann optische Hilfen, zuletzt ein Eingriff an der Linse. Ein Linsenaustausch ist die Ausnahme, nicht der erste Schritt.</p>
<p>Zuerst prüfe ich Restfehlsichtigkeit samt Hornhautverkrümmung, den Tränenfilm und die hintere Kapsel. Eine unkorrigierte Zylinderstärke von 0,75 Dioptrien kann Halos merklich verstärken; eine konsequente Therapie trockener Augen verändert das Bild oft deutlich. Liegt ein Nachstar (hintere Kapseltrübung) vor, lässt er sich ambulant mit dem YAG-Laser behandeln; das verbessert häufig Blendung und Kontrast gleichzeitig.</p>
<p>Bleibt danach eine Störung, hilft vielen eine Brille speziell für Nachtfahrten, die die Ferne exakt auskorrigiert. Pupillenverengende Augentropfen reduzieren Halos vorübergehend, sind aber eine Behelfslösung.</p>
<p>Erst wenn all das ausgeschöpft ist und der Alltag wirklich eingeschränkt bleibt, spreche ich über einen Linsenaustausch. Er gelingt am besten in den ersten Monaten, solange die Linse nicht fest in der Kapsel eingewachsen ist. Nach einer YAG-Behandlung wird er aufwendiger und risikoreicher — ein Grund, die Reihenfolge nicht umzustellen.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3180 halos "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Wer sollte besser keine Multifokallinse bekommen?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-08-17T21:36:00+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-1" data-target="#collapse-1-3180" href="#collapse-1-3180"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Wer sollte besser keine Multifokallinse bekommen?</div></a></h4></div><div id="collapse-1-3180" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Von einer Multifokallinse rate ich ab, wenn Netzhaut oder Sehnerv vorgeschädigt sind, die Hornhaut unregelmäßig ist oder der Alltag stark vom Nachtsehen bestimmt wird. Eine Multifokallinse kostet Kontrast — wer davon schon zu wenig hat, verliert mehr, als er an Brillenfreiheit gewinnt.<br />
Konkret sind das: Makuladegeneration und andere Netzhauterkrankungen, ein fortgeschrittenes Glaukom, eine unregelmäßige Hornhaut nach Keratokonus oder früherer Laserbehandlung, sowie ausgeprägt trockene Augen, die sich nicht stabilisieren lassen. Zu Letzterem gibt es einen eigenen Beitrag, weil dieser Punkt häufig unterschätzt wird.</p>
<p>Hinzu kommen berufliche und persönliche Gründe: Wer nachts berufsmäßig fährt, wer weite Pupillen hat oder wer optische Nebenwirkungen kaum toleriert, ist mit Monofokal- oder Monofokal-Plus-Linsen meist zufriedener. Auch die Erwartung „völlig brillenfrei, in jeder Situation, ohne jeden Nachteil&#8220; ist ein Ausschlusskriterium — nicht medizinisch, sondern weil sie sich nicht erfüllen lässt.</p>
<p>Ein Verzicht auf Multifokallinse heißt nicht, auf gutes Sehen ohne Brille zu verzichten. Für viele dieser Patient*innen ist eine Linse mit erweitertem Sehbereich die bessere Lösung, oder eine gezielte Kombination zweier Kategorien, je Auge eine (siehe mein Beitrag <a href="https://www.leydolt.at/mix-and-match-kombination-von-kunstlinsen/">‚Mix-and-Match‘</a>).</p>
</div></div></div></div></div></div></div><script type="application/ld+json">{"@context":"https://schema.org","@type":"FAQPage","mainEntity":[{"@type":"Question","name":"Was sind Halos nach einer Linsenoperation?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Halos sind ringförmige Lichthöfe, die man vor allem nachts um punktförmige Lichtquellen sieht: Straßenlaternen, Scheinwerfer, Ampeln. Sie entstehen, weil eine Kunstlinse mit mehr als einem Brennpunkt das Licht aufteilt: Der Anteil, der nicht zum gerade genutzten Brennpunkt gehört, legt sich als unscharfer Lichtkranz über das scharfe Bild. Fachlich zählen Halos zu den positiven Dysphotopsien. Davon zu unterscheiden sind Blendung (Glare), bei der eine Lichtquelle flächig überstrahlt, sternförmige Strahlen (Starbursts) und die negative Dysphotopsie, ein dunkler Schatten im äußeren Gesichtsfeld. Wichtig: Lichthöfe sind kein reines Kunstlinsen-Phänomen. Auch Augen mit natürlicher Linse zeigen sie, und ein beginnender Grauer Star blendet meist deutlich stärker als jede Speziallinse. Viele Patient*innen empfinden das Nachtsehen nach der Operation trotz Halos als besser als vorher. Am deutlichsten sind Halos in den ersten Wochen, wenn das Gehirn das neue Bild noch nicht verarbeitet hat. Bei EDOF- und Multifokallinsen treten sie häufiger auf als bei Monofokal- und Monofokal-Plus-Linsen – sie sind der Preis dafür, dass mehrere Entfernungen ohne Brille scharf sind."}},{"@type":"Question","name":"Wie häufig treten Halos nach einer Multifokallinse auf?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Nahezu alle Patient*innen mit einer Multifokallinse nehmen in den ersten Wochen Lichthöfe wahr; dauerhaft störend bleiben sie bei einer kleinen Minderheit. Genaue Prozentangaben schwanken stark, weil sie davon abhängen, welches Linsendesign untersucht wurde, mit welchem Fragebogen gefragt wurde und wie lange nachbeobachtet wurde. Deshalb stütze ich mich auf direkte Vergleiche am selben Patienten: In meiner Arbeitsgruppe an der MedUni Wien erhielt dabei jedes Auge eine andere Linse, sodass eine Person beide unter identischen Bedingungen verglich. In unserer Drei-Jahres-Studie zu Mix-and-Match-Kombinationen (Danzinger, Leydolt et al., J Cataract Refract Surg. 2026;52(3):275-281) berichteten 32 % der Patient*innen von photischen Phänomenen wie Lichthöfen, allerdings von geringer Größe und Intensität (8,8 bzw. 14,9 von 100). Für die Praxis lässt sich daraus eine klare Rangfolge ableiten: Bei Multifokallinsen sind Halos am häufigsten, bei EDOF-Linsen seltener und meist milder, bei Monofokal- und Monofokal-Plus-Linsen spielen sie kaum eine Rolle. Wer sehr viel nachts fährt, sollte diese Reihenfolge bei der Entscheidung stärker gewichten als die Aussicht auf Brillenfreiheit beim Lesen."}},{"@type":"Question","name":"Verschwinden Halos wieder von selbst?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Bei den meisten Patient*innen werden Halos innerhalb von drei bis sechs Monaten deutlich weniger störend, bei manchen dauert es bis zu einem Jahr. Physikalisch verschwindet der Lichthof nicht: Die Linse teilt das Licht unverändert auf. Was sich ändert, ist die Verarbeitung im Gehirn: Es lernt, das unscharfe Nebenbild auszublenden. Dieser Vorgang heißt Neuroadaptation. Unterstützen lässt sich das, indem Sie in den ersten Wochen bewusst auch bei Dämmerung unterwegs sind: Vermeidung verlangsamt die Anpassung. Zwei Dinge sage ich dabei offen: Erstens dauert Neuroadaptation Monate, nicht Tage – die ersten Wochen sind kein Maßstab für das Endergebnis. Zweitens bleibt bei einem kleinen Teil der Patient*innen eine spürbare Störung, die sich auch nach einem Jahr nicht wesentlich ändert. Deshalb muss die Entscheidung für eine EDOF- oder Multifokallinse vorher gut überlegt sein und nicht auf die Hoffnung bauen, dass sich alles von selbst gibt. Nehmen Halos nach einer beschwerdefreien Phase wieder zu, liegt meist ein Nachstar oder ein trockenes Auge vor – beides ist gut behandelbar."}},{"@type":"Question","name":"Was kann man tun, wenn Halos dauerhaft stören?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"In den meisten Fällen lässt sich etwas tun, und zwar in dieser Reihenfolge: erst die Ursachen, die nichts mit dem Linsentyp zu tun haben, dann optische Hilfen, zuletzt ein Eingriff an der Linse. Ein Linsenaustausch ist die Ausnahme, nicht der erste Schritt. Zuerst prüfe ich Restfehlsichtigkeit samt Hornhautverkrümmung, den Tränenfilm und die hintere Kapsel. Eine unkorrigierte Zylinderstärke von 0,75 Dioptrien kann Halos merklich verstärken; eine konsequente Therapie trockener Augen verändert das Bild oft deutlich. Liegt ein Nachstar (hintere Kapseltrübung) vor, lässt er sich ambulant mit dem YAG-Laser behandeln; das verbessert häufig Blendung und Kontrast gleichzeitig. Bleibt danach eine Störung, hilft vielen eine Brille speziell für Nachtfahrten, die die Ferne exakt auskorrigiert. Pupillenverengende Augentropfen reduzieren Halos vorübergehend, sind aber eine Behelfslösung. Erst wenn all das ausgeschöpft ist und der Alltag wirklich eingeschränkt bleibt, spreche ich über einen Linsenaustausch. Er gelingt am besten in den ersten Monaten, solange die Linse nicht fest in der Kapsel eingewachsen ist. Nach einer YAG-Behandlung wird er aufwendiger und risikoreicher – ein Grund, die Reihenfolge nicht umzustellen."}},{"@type":"Question","name":"Wer sollte besser keine Multifokallinse bekommen?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Von einer Multifokallinse rate ich ab, wenn Netzhaut oder Sehnerv vorgeschädigt sind, die Hornhaut unregelmäßig ist oder der Alltag stark vom Nachtsehen bestimmt wird. Eine Multifokallinse kostet Kontrast – wer davon schon zu wenig hat, verliert mehr, als er an Brillenfreiheit gewinnt. Konkret sind das: Makuladegeneration und andere Netzhauterkrankungen, ein fortgeschrittenes Glaukom, eine unregelmäßige Hornhaut nach Keratokonus oder früherer Laserbehandlung, sowie ausgeprägt trockene Augen, die sich nicht stabilisieren lassen. Zu Letzterem gibt es einen eigenen Beitrag, weil dieser Punkt häufig unterschätzt wird. Hinzu kommen berufliche und persönliche Gründe: Wer nachts berufsmäßig fährt, wer weite Pupillen hat oder wer optische Nebenwirkungen kaum toleriert, ist mit Monofokal- oder Monofokal-Plus-Linsen meist zufriedener. Auch die Erwartung 'völlig brillenfrei, in jeder Situation, ohne jeden Nachteil' ist ein Ausschlusskriterium – nicht medizinisch, sondern weil sie sich nicht erfüllen lässt. Ein Verzicht auf eine Multifokallinse heißt nicht, auf gutes Sehen ohne Brille zu verzichten. Für viele dieser Patient*innen ist eine Linse mit erweitertem Sehbereich die bessere Lösung, oder eine gezielte Kombination zweier Kategorien, je Auge eine."}}]}</script><script type="application/ld+json">{"@context":"https://schema.org","@type":"MedicalWebPage","headline":"Halos, Blendung & Co.: Was Sie vor der Entscheidung für eine Speziallinse wissen sollten","description":"Halos nach Multifokallinse: warum Lichthöfe entstehen, wie häufig sie stören, was dagegen hilft – und wer besser keine Multifokallinse erhält. Dr. Leydolt, Wien.","author":{"@type":"Person","name":"Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Christina Leydolt","url":"https://www.leydolt.at/christina-leydolt/"},"publisher":{"@type":"MedicalBusiness","name":"Ordination Dr. Christina Leydolt","url":"https://www.leydolt.at/"},"datePublished":"2026-08-17","dateModified":"2026-08-17","mainEntityOfPage":{"@type":"WebPage","@id":"https://www.leydolt.at/halos-blendung-premiumlinsen/"},"image":"https://www.leydolt.at/wp-content/uploads/halos-strassenlaterne-multifokallinse.jpg","inLanguage":"de-AT"}</script></div></div><style type="text/css">.fusion-body .fusion-builder-column-0{width:100% !important;margin-top : 0px;margin-bottom : 0px;}.fusion-builder-column-0 > .fusion-column-wrapper {padding-top : 0px !important;padding-right : 0px !important;margin-right : 1.92%;padding-bottom : 0px !important;padding-left : 0px !important;margin-left : 1.92%;}@media only screen and (max-width:1024px) {.fusion-body .fusion-builder-column-0{width:100% !important;}.fusion-builder-column-0 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}@media only screen and (max-width:640px) {.fusion-body .fusion-builder-column-0{width:100% !important;}.fusion-builder-column-0 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}</style></div><style type="text/css">.fusion-body .fusion-flex-container.fusion-builder-row-1{ padding-top : 0px;margin-top : 0px;padding-right : 0px;padding-bottom : 0px;margin-bottom : 0px;padding-left : 0px;}</style></div>
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		<title>EDOF, Trifokal, Monofokal Plus – was bedeuten die Linsen-Namen wirklich?</title>
		<link>https://www.leydolt.at/linsen-namen-edof-trifokal-monofokal-plus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 08:33:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Speziallinsen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer sich vor einer Grauer-Star-Operation informiert, stößt schnell auf eine Fülle von Begriffen: EDOF-Linse, Monofokal Plus, trifokal, torisch, Premiumlinse. Für die meisten Patient*innen ist auf den ersten Blick nicht klar, was diese Begriffe überhaupt bedeuten und wie diese zusammenhängen. Eine Kunstlinse lässt sich immer anhand mehrerer, unabhängiger Merkmale beschreiben: welche Entfernungen sie scharf abbildet, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#e2e2e2;border-style:solid;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start" style="max-width:1248px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><div class="fusion-text fusion-text-2" style="transform:translate3d(0,0,0);"><p>Wer sich vor einer Grauer-Star-Operation informiert, stößt schnell auf eine Fülle von Begriffen: EDOF-Linse, Monofokal Plus, trifokal, torisch, Premiumlinse. Für die meisten Patient*innen ist auf den ersten Blick nicht klar, was diese Begriffe überhaupt bedeuten und wie diese zusammenhängen.</p>
<p>Eine Kunstlinse lässt sich immer anhand mehrerer, unabhängiger Merkmale beschreiben: welche Entfernungen sie scharf abbildet, wie sie das technisch erreicht, und ob sie zusätzlich eine Hornhautverkrümmung korrigiert. Wer nur den Markennamen einer Linse kennt, kennt oft nur eines dieser Merkmale. In diesem Beitrag geht es um die Begriffe selbst: was EDOF, trifokal, Monofokal Plus, Premiumlinse usw. bedeuten und warum die Bezeichnungen oft nicht eindeutig benutzt werden. Welche Linsen-Kategorie zu Ihrem persönlichen Alltag passt, ist eine andere Frage – dazu finden Sie eine Entscheidungshilfe im Beitrag <a href="https://www.leydolt.at/welche-linse-passt-zu-mir/">„Welche Linse passt zu mir?&#8220;</a>.</p>
<h2>Warum es so viele Namen für Kunstlinsen gibt</h2>
<p>Hersteller vergeben für ihre Kunstlinsen eigene Markennamen. Diese Namen verraten für sich genommen wenig darüber, welchen Sehbereich eine Linse abdeckt oder wie sie optisch funktioniert – zwei Linsen unterschiedlicher Hersteller mit ganz unterschiedlichen Namen können sich in ihren Eigenschaften stark ähneln, zwei Linsen desselben Herstellers können sich deutlich unterscheiden.</p>
<p>Drei Verwechslungen begegnen mir in der Praxis besonders häufig: Erstens wird „multifokal&#8220; gleichgesetzt mit „trifokal&#8220;, dabei beschreibt „multifokal&#8220; einfach, dass es mehrere Brennpunkte bzw. Sehbereiche gibt, und eine trifokale Linse ist eine bestimmte, sehr verbreitete Bauform innerhalb der multifokalen Familie mit drei Brennpunkten. Zweitens wird „EDOF&#8220; gelegentlich mit „Multifokal&#8220; gleichgesetzt, obwohl beide Kategorien einen unterschiedlichen Sehbereich abdecken. Drittens wird „Premium&#8220; häufig als Qualitätsversprechen verstanden, dabei beschreibt der Begriff ursprünglich nur den Selbstbehalt gegenüber der Kassenleistung, nicht die medizinische Eignung für die jeweilige Person.</p>
<p>Die europäische Fachgesellschaft <a href="https://www.escrs.org/" target="_blank" rel="noopener">ESCRS</a> hat deshalb 2024 eine einheitliche Klassifikation vorgeschlagen, um Kunstlinsen unabhängig vom Markennamen nach ihrem tatsächlichen Sehbereich einzuordnen. Ich orientiere mich in der Patientenaufklärung an dieser Systematik, übersetze sie aber in eine für den Alltag verständliche Sprache.</p>
<h2>Die vier Merkmale einer Kunstlinse</h2>
<p>Bevor sich einzelne Kategorien sinnvoll erklären lassen, lohnt sich der Blick auf die Grundstruktur: Jede Kunstlinse lässt sich anhand von vier unabhängigen Merkmalen vollständig beschreiben.</p>
<table class="leydolt-sehbereich-tabelle">
<thead>
<tr>
<th>Merkmal</th>
<th>Frage</th>
<th>Antwortmöglichkeiten</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>1. Sehbereich</td>
<td>Welche Entfernungen deckt die Linse ohne Brille ab?</td>
<td>Kategorie 1–4: ein Sehbereich / leicht erweitert / erweitert / voller Sehbereich</td>
</tr>
<tr>
<td>2. Optisches Prinzip</td>
<td>Wie erzeugt sie das?</td>
<td>refraktiv / diffraktiv / Blendenprinzip</td>
</tr>
<tr>
<td>3. Zusatzkorrektur</td>
<td>Wird eine Hornhautverkrümmung mitkorrigiert?</td>
<td>torisch / nicht torisch</td>
</tr>
<tr>
<td>4. Kombination beider Augen</td>
<td>Wie werden die zwei Augen zusammengeplant?</td>
<td>beidseits gleicher Linsentyp / Monovision / Mix-and-Match</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Diese vier Merkmale lassen sich beliebig kombinieren. Eine Linse ist also nie einfach „eine EDOF-Linse&#8220; – sie ist zum Beispiel eine EDOF-Linse, refraktiv, torisch, in beiden Augen gleich. Was die vier Kategorien beim Merkmal Sehbereich konkret für Ihren Alltag bedeuten, erkläre ich im nächsten Abschnitt.</p>
<h2>Sehbereich im Detail – die vier Kategorien einzeln erklärt</h2>
<h3>Kategorie 1 – Monofokallinse: ein Sehbereich</h3>
<p>Eine Monofokallinse bildet nur eine einzige Entfernung scharf ab: die Ferne, praktisch ab etwa 5 bis 6 Metern. Autofahren, Fernsehen oder der Blick in die Landschaft gelingen damit ohne Brille. Für den Zwischenbereich (ca. 70 bis 100 cm – etwa Bildschirmarbeit, Kochen, Armaturenbrett) und die Nähe (ca. 30 bis 40 cm – Lesen, Handy) ist praktisch immer eine Brille nötig. Der Vorteil dieser Kategorie: Es findet keine Lichtaufteilung statt, dadurch ist die Bildqualität am höchsten und das Risiko für Halos am geringsten.</p>
<h3>Kategorie 2 – Monofokal-Plus-Linse: leicht erweiterter Sehbereich</h3>
<p>Die Monofokal-Plus-Linse (enhanced monofocal) bildet die Ferne weiterhin scharf ab und verlängert den scharfen Bereich etwas in den Zwischenbereich hinein, meist bis knapp unter einem Meter. Für Bildschirmarbeit reicht das oft noch nicht ganz, für Tätigkeiten auf etwas größere Zwischendistanz – etwa Kochen oder den Blick aufs Armaturenbrett – kann es bereits genügen. Zum Lesen (ca. 30 bis 40 cm) bleibt eine Brille notwendig. Die Bildqualität ist dabei nahezu unverändert gegenüber der Monofokallinse, Nebenwirkungen wie Halos sind entsprechend selten.</p>
<h3>Kategorie 3 – EDOF-Linse: erweiterter Sehbereich</h3>
<p>Eine EDOF-Linse (Extended Depth of Focus, erweiterte Schärfentiefe) verlängert den scharfen Bereich durchgehend von der Ferne (ab ca. 5 bis 6 Metern) bis in den Zwischenbereich (ca. 70 bis 100 cm) – damit lassen sich Bildschirmarbeit, Kochen oder der Blick aufs Armaturenbrett meist ohne Brille bewältigen. Für sehr kleine Schrift in der Nähe (unter ca. 40 cm) bleibt in der Regel eine Lesebrille nötig. Fachlich entspricht dieser erweiterte Bereich einer Schärfentiefe von rund 1,58 bis 2,3 Dioptrien – Interessierten erkläre ich das genauer im Vertiefungsabschnitt am Ende dieses Beitrags.</p>
<h3>Kategorie 4 – Multifokallinse: voller Sehbereich</h3>
<p>Eine Multifokallinse deckt alle drei Bereiche gleichzeitig scharf ab: Ferne (ab ca. 5 bis 6 Metern), Zwischenbereich (ca. 70 bis 100 cm) und Nähe (ca. 30 bis 40 cm). Die häufigste Bauform ist die diffraktive Trifokallinse: Sie teilt das einfallende Licht auf drei Brennpunkte auf, die genau diesen drei Bereichen entsprechen. Anders als bei einer Linse mit nur einem Brennpunkt stehen dadurch gleichzeitig mehrere scharfe Bildebenen zur Verfügung, zwischen denen sich das Gehirn den jeweils passenden Bereich selbst heraussucht. Der Kompromiss: Weil sich die Lichtmenge auf drei statt auf einen Brennpunkt verteilt, treten Lichthöfe und Blendung, vor allem bei Dunkelheit, häufiger auf als bei den anderen drei Kategorien. Ganz neu sind refraktive Multifokallinsen für den vollen Sehbereich – diese werden aktuell in unabhängigen Studien getestet.</p>
<h2>Wie eine Linse mehrere Punkte gleichzeitig scharf abbildet: refraktiv oder diffraktiv</h2>
<p>Jede Linse, die mehr als eine Entfernung scharf abbildet, muss das einfallende Licht verteilen – die Frage ist nicht ob, sondern wie. Dafür gibt es zwei Prinzipien:</p>
<p>Refraktiv bedeutet Lichtaufteilung durch Lichtbrechung, über die Form der Linsenoberfläche. Das funktioniert ähnlich wie eine Gleitsichtbrille – verschiedene Bereiche der Linse übernehmen verschiedene Entfernungen. Anders als bei einer Gleitsichtbrille müssen Sie dafür aber nicht den Blick senken oder den Kopf drehen – bei der Kunstlinse wirken alle Bereiche gleichzeitig.</p>
<p>Diffraktiv bedeutet Lichtaufteilung durch Lichtbeugung, über eine mikroskopische Ringstruktur auf der Linsenoberfläche. Dies lässt sich mit einem Lichtteiler vergleichen: Das Licht wird gleichzeitig auf mehrere Entfernungen verteilt, und das Gehirn sucht sich den jeweils passenden Sehbereich aus.</p>
<p>Beide Prinzipien kommen in mehreren Kategorien vor – „refraktiv&#8220; ist also keine eigene Sehbereich-Kategorie, sondern eine technische Eigenschaft, die EDOF- ebenso wie Multifokallinsen haben können. Als grobe Tendenz gilt: Refraktive Linsen verursachen im Schnitt etwas seltener Halos als diffraktive – es gibt allerdings auch refraktive Linsen mit spürbaren Lichthöfen und diffraktive Linsen, die von Patient*innen als sehr gut verträglich beschrieben werden. Die pauschale Formel „refraktiv gleich beschwerdefrei&#8220; stimmt daher nicht.</p>
<p>Weil das Licht aufgeteilt wird, sind nie einhundert Prozent des Lichts in einem einzigen Brennpunkt verfügbar. Genau daraus entstehen die möglichen Nebenwirkungen. Es ist wie in einem Sandkasten: Man kann den Sand nur umverteilen. Baut man an einer Stelle einen hohen Hügel, fehlt er an einer anderen.</p>
<h2>Torische Zusatzfunktion – kurz erklärt</h2>
<p>Zusätzlich zu jeder der vier Kategorien lässt sich eine torische Korrektur einsetzen, wenn eine Hornhautverkrümmung vorliegt. Sie ist selbst keine eigene Kategorie, sondern eine Zusatzfunktion, die sich mit allen vier Sehbereich-Kategorien und beiden optischen Prinzipien kombinieren lässt. Alle Speziallinsen wirken nur dann optimal, wenn ein eventuell vorhandener Hornhaut-Astigmatismus ebenfalls torisch korrigiert wird. Mehr dazu im Beitrag <a href="https://www.leydolt.at/sind-torische-linsen-standard/">„Sind torische Linsen Standard?&#8220;</a>.</p>
<h2>Kombination beider Augen – kurz erklärt</h2>
<p>Ein vierter Punkt betrifft nicht die einzelne Linse, sondern die Planung beider Augen: Meist erhalten beide Augen dieselbe Kategorie, individuell berechnet. Man kann aber auch zwei unterschiedliche Kategorien miteinander kombinieren, sodass ein Auge stärker auf die Nähe und das andere stärker auf die Ferne ausgerichtet ist (Mix-and-Match beziehungsweise Monovision). Mehr dazu im Beitrag <a href="https://www.leydolt.at/kann-man-bei-einer-katarakt-operation-unterschiedliche-kunstlinsen-kombinieren-mix-and-match-von-intraokularlinsen-einfach-erklaert/">zu Mix-and-Match</a>.</p>
<h2>Für technisch Interessierte: die fachliche Klassifikation im Detail</h2>
<p>Die vier Kategorien in diesem Beitrag sind eine patientenverständliche Übersetzung der fachlichen ESCRS-Klassifikation, die den Sehbereich einer Linse anhand ihrer Defokuskurve einordnet (Ribeiro et al., Journal of Cataract &amp; Refractive Surgery 2024, mit Konsens-Update 2026). Grundlage ist die sogenannte Schärfentiefe (Depth of Focus, DOFi), gemessen in Dioptrien bei einer Sehschärfe von 0,2 logMAR (entspricht etwa 0,63 Dezimalvisus).</p>
<table class="leydolt-sehbereich-tabelle">
<thead>
<tr>
<th>ESCRS-Begriff</th>
<th>Schärfentiefe / Delta-VA</th>
<th>Linsenkategorie</th>
<th>Deutsche Fachbezeichnung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Partial-DOFi: narrow</td>
<td>&lt; 1,2 Dioptrien</td>
<td>Standard-Monofokallinse</td>
<td>Monofokallinse</td>
</tr>
<tr>
<td>Partial-DOFi: enhanced</td>
<td>1,2 – &lt; 1,58 Dioptrien</td>
<td>enhanced monofocal</td>
<td>Monofokallinse mit leicht erweiterter Schärfentiefe (Monofokal-Plus-Linse)</td>
</tr>
<tr>
<td>Partial-DOFi: extended</td>
<td>1,58 – &lt; 2,3 Dioptrien</td>
<td>EDOF</td>
<td>Linse mit erweiterter Schärfentiefe (EDOF)</td>
</tr>
<tr>
<td>Full-DOFi: continuous</td>
<td>Delta-VA &lt; 0,05 logMAR</td>
<td>—</td>
<td>voller Sehbereich, kontinuierlicher Verlauf ohne ausgeprägten Nahanstieg</td>
</tr>
<tr>
<td>Full-DOFi: smooth</td>
<td>Delta-VA 0,05–0,15 logMAR</td>
<td>—</td>
<td>voller Sehbereich, gleichmäßiger Übergang zum Nahbereich</td>
</tr>
<tr>
<td>Full-DOFi: steep</td>
<td>Delta-VA &gt; 0,15 logMAR</td>
<td>diffraktiv trifokal/bifokal</td>
<td>voller Sehbereich, abgestufter Übergang zum Nahbereich</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Innerhalb der Kategorie mit vollem Sehbereich unterscheidet die Fachliteratur zusätzlich, wie steil der Übergang zwischen Zwischen- und Nahbereich verläuft: kontinuierlich, gleichmäßig oder abgestuft. Für die praktische Entscheidung zwischen den vier Kategorien ist diese Unterteilung meist zweitrangig – wer sie dennoch bei der eigenen Linsenwahl besprechen möchte, kann das im Beratungsgespräch gerne ansprechen.</p>
<p>Sie möchten besprechen, welche Kategorie für Ihre Augen und Ihren Alltag passt? <a href="https://www.leydolt.at/kontakt/">Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch.</a></p>
<h2>Häufig gestellte Fragen</h2>
</div><style type="text/css">.fusion-accordian #accordian-2 .panel-title a .fa-fusion-box:before{ font-size: 16px;}.fusion-accordian #accordian-2 .panel-title a .fa-fusion-box{ color: #ffffff;}.fusion-accordian #accordian-2 .panel-title a{font-size:20px;}.fusion-accordian #accordian-2 .fa-fusion-box { background-color: #4d6d9a;border-color: #4d6d9a;}.fusion-accordian #accordian-2 .panel-title a:hover,.fusion-accordian #accordian-2 .panel-title a.hover { color: #edb5bf;}.fusion-faq-shortcode .fusion-accordian #accordian-2 .fusion-toggle-boxed-mode:hover .panel-title a { color: #edb5bf;}.fusion-accordian #accordian-2 .panel-title .active .fa-fusion-box,.fusion-accordian #accordian-2 .panel-title a:hover .fa-fusion-box,.fusion-accordian #accordian-2 .panel-title a.hover .fa-fusion-box { background-color: #edb5bf!important;border-color: #edb5bf!important;}</style><div class="fusion-faq-shortcode"><div class="fusion-faqs-wrapper"><div class="accordian fusion-accordian"><div class="panel-group " id="accordian-2"><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3125 linsennamen "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Was ist eine EDOF-Linse?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-31T10:06:14+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-2" data-target="#collapse-2-3125" href="#collapse-2-3125"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Was ist eine EDOF-Linse?</div></a></h4></div><div id="collapse-2-3125" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Eine EDOF-Linse (Extended Depth of Focus, erweiterte Schärfentiefe) gehört zur Kategorie mit erweitertem Sehbereich: Sie bildet die Ferne bis etwa Armlänge scharf ab – also Bildschirmarbeit, Kochen oder das Armaturenbrett beim Autofahren –, ohne dass dafür eine Brille nötig ist. Für sehr kleine Schrift bleibt in der Regel eine Lesebrille erforderlich. Fachlich wird die EDOF-Linse über die sogenannte Defokuskurve eingeordnet: Sie erreicht eine erweiterte Schärfentiefe von rund 1,58 bis unter 2,3 Dioptrien (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12928794/" target="_blank" rel="nofollow noopener">ESCRS Functional Vision Working Group, Journal of Cataract &amp; Refractive Surgery 2024 und 2026</a>). Das unterscheidet sie sowohl von der Monofokal-Plus-Linse, die nur eine leicht erweiterte Schärfentiefe erreicht, als auch von Multifokallinsen, die einen vollen Sehbereich abdecken. Wie eine EDOF-Linse ihre Wirkung technisch erzeugt – refraktiv oder diffraktiv –, ist keine feste Eigenschaft der Kategorie: Beide Prinzipien kommen bei EDOF-Linsen vor, mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen bei Lichthöfen und Kontrastsehen. Bei stärkerer Hornhautverkrümmung lässt sich jede EDOF-Linse zusätzlich torisch einsetzen. Ob eine EDOF-Linse für Sie infrage kommt, hängt neben Ihren Sehgewohnheiten auch von der Hornhautoberfläche, der Pupillengröße und eventuellen Begleiterkrankungen ab – das prüfe ich vor jeder Empfehlung individuell.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3128 linsennamen "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Was ist eine trifokale Linse?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-31T10:07:12+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-2" data-target="#collapse-2-3128" href="#collapse-2-3128"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Was ist eine trifokale Linse?</div></a></h4></div><div id="collapse-2-3128" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Eine trifokale Linse gehört zur Kategorie mit vollem Sehbereich: Sie teilt das einfallende Licht diffraktiv – über eine mikroskopische Ringstruktur auf der Linsenoberfläche – gleichzeitig auf drei Brennpunkte auf: Ferne, Zwischenbereich und Nähe. Ziel ist eine weitgehende Brillenfreiheit auf allen Distanzen. Trifokale Linsen sind die häufigste Bauform innerhalb der Kategorie mit vollem Sehbereich, die umgangssprachlich oft nur „Multifokallinse&#8220; genannt wird. Weil das Licht auf drei statt auf einen Brennpunkt verteilt wird, steht anders als bei einer Monofokallinse nie die volle Lichtmenge für einen einzigen Fokus zur Verfügung – daraus können sich Lichthöfe (Halos) und Blendung, vor allem beim nächtlichen Autofahren, sowie ein leicht reduziertes Kontrastsehen ergeben. Bei den meisten Patient*innen gewöhnt sich das Gehirn innerhalb einiger Monate daran (Neuroadaptation), bei manchen bleiben die Effekte spürbar. Trifokale Linsen lassen sich mit einer torischen Zusatzfunktion kombinieren, wenn zusätzlich eine Hornhautverkrümmung vorliegt.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3130 linsennamen "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Was bedeutet „Monofokal Plus&#8220;?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-31T10:11:29+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-2" data-target="#collapse-2-3130" href="#collapse-2-3130"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Was bedeutet „Monofokal Plus&#8220;?</div></a></h4></div><div id="collapse-2-3130" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Monofokal Plus – fachsprachlich „enhanced monofocal&#8220; – bezeichnet eine Kategorie zwischen der klassischen Monofokallinse und der EDOF-Linse: Sie liefert scharfes Sehen in der Ferne und einen leicht erweiterten Übergang zum Zwischenbereich, bei nahezu unveränderter Bildqualität wie eine Standardlinse. Fachlich erreicht eine Monofokal-Plus-Linse eine erweiterte Schärfentiefe von etwa 1,2 bis unter 1,58 Dioptrien – deutlich weniger als eine EDOF-Linse. In unserer Forschungsgruppe haben wir Monofokal-Plus-Linsen direkt mit klassischen Monofokallinsen verglichen (<a href="https://www.ajo.com/article/S0002-9394(23)00463-4/fulltext" target="_blank" rel="nofollow noopener">American Journal of Ophthalmology 2024</a>).</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3133 linsennamen "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Was ist der Unterschied zwischen einer Multifokal- und einer EDOF-Linse?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-31T10:13:02+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-2" data-target="#collapse-2-3133" href="#collapse-2-3133"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Was ist der Unterschied zwischen einer Multifokal- und einer EDOF-Linse?</div></a></h4></div><div id="collapse-2-3133" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Der Hauptunterschied liegt im Sehbereich: Eine EDOF-Linse deckt die Ferne bis etwa Armlänge ab, eine Multifokallinse zusätzlich auch die Nähe. Unsere Forschungsgruppe hat monofokale EDOF- und trifokale Linsen im direkten Vergleich am selben Patienten untersucht (<a href="https://www.ajo.com/article/S0002-9394(24)00240-X/fulltext" target="_blank" rel="nofollow noopener">American Journal of Ophthalmology 2024</a>): Die Fernsicht war in beiden Gruppen ähnlich gut, im Nahbereich und beim Kontrastsehen zeigten sich jedoch deutliche Unterschiede zugunsten der trifokalen Linse.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3135 linsennamen "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Warum spricht man von „Premiumlinsen&#8220; – und was ist daran Premium?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-31T10:13:43+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-2" data-target="#collapse-2-3135" href="#collapse-2-3135"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Warum spricht man von „Premiumlinsen&#8220; – und was ist daran Premium?</div></a></h4></div><div id="collapse-2-3135" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>„Premiumlinse&#8220; ist in erster Linie ein Marktbegriff für Kunstlinsen mit erweitertem oder vollem Sehbereich. Er beschreibt keine objektive Qualitätsstufe, sondern den Selbstbehalt bzw. die Privatleistung, die Patient*innen bei diesen Linsentypen in Österreich zusätzlich zur Operation tragen, wobei es derzeit in Wien im öffentlichen Krankenkassenbereich kein Zuzahlsystem gibt. Auf meiner Website verwende ich stattdessen meist den neutraleren Begriff „Speziallinse&#8220;.</p>
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„author“: {<br />
„@type“: „Person“,<br />
„name“: „Christina Leydolt“,<br />
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„name“: „Assoc. Prof. Priv. Doz. Dr. Christina Leydolt“,<br />
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„articleSection“: „Graue Star Operation“<br />
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„@type“: „FAQPage“,<br />
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„@type“: „Question“,<br />
„name“: „Was ist eine EDOF-Linse?“,<br />
„acceptedAnswer“: {<br />
„@type“: „Answer“,<br />
„text“: „Eine EDOF-Linse (Extended Depth of Focus, erweiterte Schärfentiefe) gehört zur Kategorie mit erweitertem Sehbereich: Sie bildet die Ferne bis etwa Armlänge scharf ab – also Bildschirmarbeit, Kochen oder das Armaturenbrett beim Autofahren –, ohne dass dafür eine Brille nötig ist. Für sehr kleine Schrift bleibt in der Regel eine Lesebrille erforderlich. Fachlich wird die EDOF-Linse über die sogenannte Defokuskurve eingeordnet: Sie erreicht eine erweiterte Schärfentiefe von rund 1,58 bis unter 2,3 Dioptrien (ESCRS Functional Vision Working Group, Journal of Cataract & Refractive Surgery 2024).“<br />
}<br />
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„@type“: „Question“,<br />
„name“: „Was ist eine trifokale Linse?“,<br />
„acceptedAnswer“: {<br />
„@type“: „Answer“,<br />
„text“: „Eine trifokale Linse gehört zur Kategorie mit vollem Sehbereich: Sie teilt das einfallende Licht diffraktiv – über eine mikroskopische Ringstruktur auf der Linsenoberfläche – gleichzeitig auf drei Brennpunkte auf: Ferne, Zwischenbereich und Nähe. Ziel ist eine weitgehende Brillenfreiheit auf allen Distanzen. Trifokale Linsen sind die häufigste Bauform innerhalb der Kategorie mit vollem Sehbereich.“<br />
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},<br />
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„@type“: „Question“,<br />
„name“: „Was bedeutet „Monofokal Plus\“?“,<br />
„acceptedAnswer“: {<br />
„@type“: „Answer“,<br />
„text“: „Monofokal Plus – fachsprachlich „enhanced monofocal\“ – bezeichnet eine Kategorie zwischen der klassischen Monofokallinse und der EDOF-Linse: Sie liefert scharfes Sehen in der Ferne und einen leicht erweiterten Übergang zum Zwischenbereich, bei nahezu unveränderter Bildqualität wie eine Standardlinse. Fachlich erreicht sie eine erweiterte Schärfentiefe von etwa 1,2 bis unter 1,58 Dioptrien.“<br />
}<br />
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{<br />
„@type“: „Question“,<br />
„name“: „Was ist der Unterschied zwischen einer Multifokal- und einer EDOF-Linse?“,<br />
„acceptedAnswer“: {<br />
„@type“: „Answer“,<br />
„text“: „Der Hauptunterschied liegt im Sehbereich: Eine EDOF-Linse deckt die Ferne bis etwa Armlänge ab, eine Multifokallinse zusätzlich auch die Nähe. Multifokallinsen ermöglichen damit mehr Brillenfreiheit, allerdings mit einem höheren Risiko für Lichthöfe und reduziertes Kontrastsehen. Eine EDOF-Linse erreicht rund 1,58 bis unter 2,3 Dioptrien, eine Multifokallinse mindestens 2,3 Dioptrien.“<br />
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{<br />
„@type“: „Question“,<br />
„name“: „Warum spricht man von „Premiumlinsen\“ – und was ist daran premium?“,<br />
„acceptedAnswer“: {<br />
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„text“: „„Premiumlinse\“ ist in erster Linie ein Marktbegriff für Kunstlinsen mit erweitertem oder vollem Sehbereich. Er beschreibt keine objektive Qualitätsstufe, sondern den Selbstbehalt bzw. die Privatleistung, die Patient*innen bei diesen Linsentypen in Österreich zusätzlich zur Operation tragen. Auf meiner Website verwende ich stattdessen meist den neutraleren Begriff „Speziallinse\“.“<br />
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		<title>Brille nach der Grauer-Star-Operation: wann und welche?</title>
		<link>https://www.leydolt.at/brille-nach-grauer-star-operation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 17:35:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach einer Grauer-Star-Operation stellt sich für viele Patientinnen und Patienten eine sehr praktische Frage: Brauche ich jetzt überhaupt noch eine Brille und wenn ja, ab wann kann ich sie anpassen lassen? Die Antwort hängt vor allem davon ab, welche Kunstlinse eingesetzt wurde und wie der Heilungsprozess Ihres Auges in den ersten Wochen nach dem Eingriff [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-3 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#e2e2e2;border-style:solid;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start" style="max-width:1248px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><div class="fusion-text fusion-text-3" style="transform:translate3d(0,0,0);"><p>Nach einer Grauer-Star-Operation stellt sich für viele Patientinnen und Patienten eine sehr praktische Frage: Brauche ich jetzt überhaupt noch eine Brille und wenn ja, ab wann kann ich sie anpassen lassen? Die Antwort hängt vor allem davon ab, welche Kunstlinse eingesetzt wurde und wie der Heilungsprozess Ihres Auges in den ersten Wochen nach dem Eingriff verläuft. Ich erkläre im Folgenden, was in dieser Phase tatsächlich passiert, worauf es bei der neuen Brille ankommt und wann auch Kontaktlinsen wieder eine Option sind.</p>
<h2>Warum sich die Sehstärke durch die Operation überhaupt verändert</h2>
<p>Bei der Grauer-Star-Operation wird die getrübte natürliche Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Damit ändert sich die optische Brechkraft des Auges grundlegend — Ihre bisherige Brille passt danach in aller Regel nicht mehr. Wie gut Sie anschließend ohne Brille sehen, hängt entscheidend vom gewählten Linsentyp und einer eventuell zusätzlich vorliegenden Hornhautverkrümmung ab: Eine klassische monofokale Standardlinse liefert scharfes Sehen meist nur auf eine Distanz, während Speziallinsen wie torische Linsen, Monofokal-Plus-, EDOF- oder Multifokallinsen einen größeren Seh-Bereich ohne Brille ermöglichen können. Damit die spätere Brillenstärke von vornherein so gering wie möglich ausfällt, berechne ich die Kunstlinse bereits vor der Operation anhand präziser <a href="/biometrie-linsenberechnung-katarakt/">biometrischer Messungen</a>. Welche Linse für Sie persönlich infrage kommt, bespreche ich mit Ihnen ausführlich bei der Voruntersuchung. Dort erkläre ich auch, welche Kompromisse jeder Linsentyp mit sich bringt (mehr dazu im Artikel „<a href="/welche-linse-passt-zu-mir/">Welche Linse passt zu mir?</a>“).</p>
<h2>Wie lange dauert es, bis die Sehstärke stabil ist?</h2>
<p>In den ersten Tagen nach der Operation schwankt die Sehschärfe häufig noch, weil die Hornhaut nach dem Eingriff häufig noch geschwollen und die Augenoberfläche nicht stabil ist. Die tatsächliche Brechkraft des Auges, die sogenannte Refraktion, ist erfahrungsgemäß im Schnitt nach rund zwei Wochen ausreichend stabil (<a href="https://www.aao.org/eye-health/ask-ophthalmologist-q/when-do-i-get-glasses-after-cataract-surgery" target="_blank" rel="noopener">American Academy of Ophthalmology</a>), in Einzelfällen, etwa bei stärkerer Schwellung, kann es auch länger dauern. Wie rasch sich Hornhaut und Augenoberfläche beruhigen, hängt auch von individuellen Faktoren wie trockenen Augen oder dem allgemeinen Heilungsverlauf ab (mehr dazu im Artikel zur <a href="/grauer-star-operation-nachsorge-erholung/">Nachsorge nach der Grauer-Star-Operation</a>). Bei torischen Linsen kann es außerdem noch in den ersten Wochen durch eine mögliche Rotation im Auge zu einer Änderung des Astigmatismus-Wertes kommen. Der Nachkontrolltermin dient genau diesem Zweck: Ich prüfe dabei mit einer Refraktionsmessung, ob sich Ihr Wert im Vergleich zur ersten postoperativen Messung noch verändert hat. Eine neue Brille sollte erst angepasst werden, wenn sich dieser Wert nicht mehr wesentlich verändert. Sonst besteht das Risiko, dass die neue Brille bereits nach kurzer Zeit wieder nicht mehr passt.</p>
<h2>Übergangszeit: Ist eine Brille von der Stange sinnvoll?</h2>
<p>In den Wochen bis zur stabilen Refraktion fragen mich viele Patientinnen und Patienten, ob eine fertige Lesebrille aus der Drogerie oder Apotheke für die Übergangszeit ausreicht. Für die reine Leseunterstützung kann das kurzfristig funktionieren, solange keine nennenswerte Hornhautverkrümmung oder ein deutlicher Stärkeunterschied zwischen beiden Augen vorliegt. Bei torischer Kunstlinse oder wenn zunächst nur ein Auge operiert ist, stößt eine Fertiglesebrille jedoch rasch an ihre Grenzen: Sie kann weder Astigmatismus korrigieren noch den unterschiedlichen Seheindruck zwischen zwei Augen ausgleichen. In diesen Fällen fertige ich bei Bedarf eine individuelle Übergangsbrille an, die exakt auf den aktuellen Zwischenstand abgestimmt ist und nach der zweiten Operation beziehungsweise nach vollständiger Stabilisierung durch die endgültige Brille ersetzt wird. Ob eine solche Zwischenlösung in Ihrem Fall sinnvoll ist, bespreche ich mit Ihnen bereits bei der Voruntersuchung, gemeinsam mit den übrigen Linsenoptionen.</p>
<p>Sie möchten besprechen, welche Brille oder welche Linsenlösung für Sie nach der Grauer-Star-Operation sinnvoll ist? <a href="/kontakt/">Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch</a>. Mehr zu meinem Hintergrund als Kataraktchirurgin und Leiterin der Vienna IOL Study Group finden Sie auf meiner <a href="/christina-leydolt/">Autorenseite</a>.</p>
<h2>Häufige Fragen zur Brille nach der Grauer-Star-Operation:</h2>
</div><style type="text/css">.fusion-accordian #accordian-3 .panel-title a .fa-fusion-box:before{ font-size: 16px;}.fusion-accordian #accordian-3 .panel-title a .fa-fusion-box{ color: #ffffff;}.fusion-accordian #accordian-3 .panel-title a{font-size:20px;}.fusion-accordian #accordian-3 .fa-fusion-box { background-color: #4d6d9a;border-color: #4d6d9a;}.fusion-accordian #accordian-3 .panel-title a:hover,.fusion-accordian #accordian-3 .panel-title a.hover { color: #edb5bf;}.fusion-faq-shortcode .fusion-accordian #accordian-3 .fusion-toggle-boxed-mode:hover .panel-title a { color: #edb5bf;}.fusion-accordian #accordian-3 .panel-title .active .fa-fusion-box,.fusion-accordian #accordian-3 .panel-title a:hover .fa-fusion-box,.fusion-accordian #accordian-3 .panel-title a.hover .fa-fusion-box { background-color: #edb5bf!important;border-color: #edb5bf!important;}</style><div class="fusion-faq-shortcode"><div class="fusion-faqs-wrapper"><div class="accordian fusion-accordian"><div class="panel-group " id="accordian-3"><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3060 brille-nach-grauer-star-op "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Brauche ich nach der Operation noch eine Brille?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-26T19:23:30+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-3" data-target="#collapse-3-3060" href="#collapse-3-3060"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Brauche ich nach der Operation noch eine Brille?</div></a></h4></div><div id="collapse-3-3060" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Das hängt in erster Linie vom eingesetzten Linsentyp und von Ihren individuellen Augenbefunden ab. Mit einer klassischen monofokalen Linse benötigen Sie für die Nähe und meist auch für den Zwischenbereich weiterhin eine Brille, während Speziallinsen den Brillenbedarf deutlich reduzieren können — vollständig aufheben lässt er sich nicht in jedem Fall.</p>
<p>Monofokal-Plus-Linsen erweitern den scharfen Bereich leicht, eine Lesebrille ist jedoch meist weiterhin notwendig. Linsen für den erweiterten Sehbereich (EDOF-Linsen) decken Ferne und Zwischendistanz gut ab, etwa für Bildschirmarbeit; kleine Schrift erfordert oft weiterhin eine Lesebrille. Linsen für den vollen Sehbereich (refraktive oder diffraktive multifokale Linsen) ermöglichen die größte Brillenunabhängigkeit über mehrere Distanzen, allerdings um den Preis möglicher optischer Nebenwirkungen wie Blendung oder Halos. Bei stärkerer Hornhautverkrümmung kommt zusätzlich eine torische Ausführung infrage. Auch die individuelle Augengesundheit, wie Hornhautoberfläche, Pupillengröße oder Begleiterkrankungen spielen eine Rolle dabei, welche Linse und damit welcher Brillenbedarf für Sie realistisch ist. In diese Einschätzung fließt neben dem Befund auch meine Erfahrung aus rund 1.000 Linsenoperationen pro Jahr ein, damit die Erwartung an spätere Brillenfreiheit realistisch bleibt. Eine ausführliche Entscheidungshilfe finden Sie im Artikel <a href="https://www.leydolt.at/welche-linse-passt-zu-mir/">„Welche Linse passt zu mir?“</a></p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3062 brille-nach-grauer-star-op "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Wann kann ich nach der Operation eine neue Brille anpassen lassen?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-26T19:24:17+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-3" data-target="#collapse-3-3062" href="#collapse-3-3062"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Wann kann ich nach der Operation eine neue Brille anpassen lassen?</div></a></h4></div><div id="collapse-3-3062" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>In der Regel etwa zwei bis vier Wochen nach der Operation, sobald sich Ihre Refraktion bei der Nachkontrolle als stabil erweist. Eine frühere Anpassung ist meist nicht sinnvoll, weil sich der Wert in den ersten Tagen noch verändern kann.<br />
Werden beide Augen auf einmal operiert, kann eine neue Brille in eben diesem Zeitrahmen angepasst werden. Wenn Ihre Augen zweizeitig operiert werden (üblicherweise liegt zwischen den beiden Operationen ein Abstand von ein bis zwei Wochen) empfehle ich, mit der endgültigen Brille bis nach dem zweiten Eingriff zu warten, da sich sonst die Sehwerte zwischen den Augen deutlich unterscheiden können. Bei der Nachkontrolle bestimme ich die Refraktion und vergleiche sie mit dem Vorwert, um sicherzugehen, dass er sich nicht mehr wesentlich verschiebt. Bei Bedarf lässt sich für die Übergangszeit zusätzlich eine provisorische Einstärkenbrille anfertigen. Wer beruflich oder im Alltag dringend auf gutes Sehen angewiesen ist, etwa für Bildschirmarbeit oder Autofahren, kann in dieser Zwischenzeit auch auf eine einfache Lesehilfe von der Stange zurückgreifen, sofern keine torische Korrektur notwendig ist.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3065 brille-nach-grauer-star-op "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Werde ich mit einer Multifokallinse völlig brillenfrei?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-26T19:29:50+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-3" data-target="#collapse-3-3065" href="#collapse-3-3065"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Werde ich mit einer Multifokallinse völlig brillenfrei?</div></a></h4></div><div id="collapse-3-3065" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Viele Patientinnen und Patienten kommen mit einer Multifokallinse im Alltag weitgehend ohne Brille aus — eine Garantie für vollständige Brillenfreiheit gibt es aber nicht. Bei schwachem Licht, sehr kleiner Schrift oder bestimmten Sehaufgaben kann trotzdem gelegentlich eine Lesebrille hilfreich sein.<br />
Multifokallinsen oder auch Linsen für den vollen Sehbereich (FRV, full-range-of-vision) teilen das einfallende Licht auf mehrere Brennpunkte auf, um Ferne, Zwischendistanz und Nähe gleichzeitig abzudecken. Das gelingt sehr gut, bringt aber bei manchen Patient*innen optische Nebenwirkungen wie Lichthöfe (Halos) oder ein leicht reduziertes Kontrastsehen mit sich, besonders beim nächtlichen Autofahren. Bei den meisten Patient*innen gewöhnt sich das Gehirn innerhalb einiger Monate an diese Effekte (Neuroadaptation), bei manchen bleiben sie jedoch spürbar. Nach meiner Erfahrung aus mehreren tausend Linsenoperationen kommen die meisten Betroffenen gut damit zurecht, wenn die Indikation vor der Operation sorgfältig geprüft wurde. Ob eine Multifokallinse für Sie geeignet ist, hängt außerdem von Ihrer Augengesundheit ab, etwa von Hornhaut, Pupille und eventuellen Begleiterkrankungen. Ich bespreche diese Abwägung offen mit Ihnen, bevor eine Entscheidung fällt, statt Brillenfreiheit bedenkenlos zu versprechen.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3068 brille-nach-grauer-star-op "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Wer bezahlt die Brille nach der Grauen-Star-Operation?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-26T19:31:50+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-3" data-target="#collapse-3-3068" href="#collapse-3-3068"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Wer bezahlt die Brille nach der Grauen-Star-Operation?</div></a></h4></div><div id="collapse-3-3068" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Die Brille nach der Operation zahlen Sie in Österreich in aller Regel selbst. Die Krankenkasse, wie ÖGK übernimmt Sehbehelfe für Erwachsene nur in eng definierten Ausnahmefällen, nicht routinemäßig nach einer Kataraktoperation. Manche private Zusatzversicherungen bieten hier einen Zuschuss, das hängt vom jeweiligen Tarif ab; einen pauschalen Erstattungsbetrag gibt es nicht, da sich die Bedingungen von Anbieter zu Anbieter stark unterscheiden. Bewahren Sie Rechnung und Rezept der neuen Brille auf, da manche Zusatzversicherungen eine Kostenbeteiligung nur bei fristgerechter Einreichung gewähren.<br />
Unabhängig von der Brille gilt: Auch die Kosten der Operation selbst setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen, etwa ob Sie über die Kasse oder als Privatpatient behandelt werden und ob eine Speziallinse gewählt wird. Eine ausführliche Übersicht zu Kassenleistung, Wahlarzt-Honorar und Linsenkosten finden Sie im Artikel <a href="https://www.leydolt.at/kosten-grauer-star-operation-oesterreich/">„Was kostet die Grauer-Star-Operation in Österreich?“. </a>Klären Sie am besten vorab direkt mit Ihrer Zusatzversicherung, ob und in welcher Höhe eine Brille nach der Operation mitversichert ist.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3071 brille-nach-grauer-star-op "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Kann ich nach der Operation weiterhin Kontaktlinsen tragen?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-08-17T22:40:16+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-3" data-target="#collapse-3-3071" href="#collapse-3-3071"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Kann ich nach der Operation weiterhin Kontaktlinsen tragen?</div></a></h4></div><div id="collapse-3-3071" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Grundsätzlich ja: sobald Ihr Auge verheilt und Ihre neue Sehstärke stabil ist, spricht in der Regel nichts gegen das Tragen von weichen oder formstabilen Kontaktlinsen. In den ersten Wochen nach der Operation, meist bis zur Nachkontrolle nach etwa zwei bis vier Wochen, sollten Sie damit aber warten, bis ich Ihnen grünes Licht gebe.</p>
<p>Da sich Ihre Brechkraft durch die neue Kunstlinse verändert hat, benötigen Ihre bisherigen Kontaktlinsen fast immer eine neue Stärke, daher ist eine Neuanpassung also ohnehin notwendig. Wurde eine torische Kunstlinse eingesetzt, sollten Sie zusätzliche Kontaktlinsen besonders sorgfältig mit mir abstimmen, damit sich die Korrekturen nicht gegenseitig stören. <a href="https://www.leydolt.at/trockene-augen/">Da das Auge nach der Operation vorübergehend etwas trockener</a> sein kann, ist in dieser Phase auf gute Benetzung und jedenfalls sorgfältige Hygiene zu achten. Melden Sie sich bei Rötung, Schmerzen oder Sehverschlechterung unter Kontaktlinsen in dieser Phase frühzeitig.</p>
<p>Bei trockeneren Augen nach der Operation sind weiche Kontaktlinsen mit hohem Wassergehalt meist besser verträglich als formstabile; welches Material für Sie geeignet ist, bespreche ich bei der Nachkontrolle gemeinsam mit Ihnen, abgestimmt auf die dann gemessene Stärke und den Zustand der Augenoberfläche.</p>
</div></div></div></div></div></div></div><script type="application/ld+json">{"@context":"https://schema.org","@type":"FAQPage","mainEntity":[{"@type":"Question","name":"Brauche ich nach der Operation noch eine Brille?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Das hängt in erster Linie vom eingesetzten Linsentyp und von Ihren individuellen Augenbefunden ab. Mit einer klassischen monofokalen Linse benötigen Sie für die Nähe und meist auch für den Zwischenbereich weiterhin eine Brille, während Speziallinsen den Brillenbedarf deutlich reduzieren können, vollständig aufheben lässt er sich nicht in jedem Fall. Monofokal-Plus-Linsen erweitern den scharfen Bereich leicht, EDOF-Linsen decken Ferne und Zwischendistanz gut ab, Linsen für den vollen Sehbereich ermöglichen die größte Brillenunabhängigkeit, allerdings um den Preis möglicher optischer Nebenwirkungen wie Blendung oder Halos. 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Bei Bedarf lässt sich für die Übergangszeit zusätzlich eine provisorische Einstärkenbrille anfertigen."}},{"@type":"Question","name":"Werde ich mit einer Multifokallinse völlig brillenfrei?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Viele Patientinnen und Patienten kommen mit einer Multifokallinse im Alltag weitgehend ohne Brille aus, eine Garantie für vollständige Brillenfreiheit gibt es aber nicht. Bei schwachem Licht, sehr kleiner Schrift oder bestimmten Sehaufgaben kann gelegentlich eine Lesebrille hilfreich sein. Multifokallinsen können bei manchen Patient*innen optische Nebenwirkungen wie Lichthöfe (Halos) oder reduziertes Kontrastsehen mit sich bringen, besonders beim nächtlichen Autofahren; bei den meisten gewöhnt sich das Gehirn innerhalb einiger Monate daran (Neuroadaptation). 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Bei trockeneren Augen nach der Operation sind weiche Kontaktlinsen mit hohem Wassergehalt meist besser verträglich als formstabile; welches Material geeignet ist, wird bei der Nachkontrolle gemeinsam besprochen, abgestimmt auf die gemessene Stärke und den Zustand der Augenoberfläche."}}]}</script></div></div><style type="text/css">.fusion-body .fusion-builder-column-2{width:100% !important;margin-top : 0px;margin-bottom : 0px;}.fusion-builder-column-2 > .fusion-column-wrapper {padding-top : 0px !important;padding-right : 0px !important;margin-right : 1.92%;padding-bottom : 0px !important;padding-left : 0px !important;margin-left : 1.92%;}@media only screen and (max-width:1024px) {.fusion-body .fusion-builder-column-2{width:100% !important;}.fusion-builder-column-2 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}@media only screen and (max-width:640px) {.fusion-body .fusion-builder-column-2{width:100% !important;}.fusion-builder-column-2 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}</style></div><style type="text/css">.fusion-body .fusion-flex-container.fusion-builder-row-3{ padding-top : 0px;margin-top : 0px;padding-right : 0px;padding-bottom : 0px;margin-bottom : 0px;padding-left : 0px;}</style></div><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-4 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#e2e2e2;border-style:solid;" ><style type="text/css">.fusion-body .fusion-flex-container.fusion-builder-row-4{ padding-top : 0px;margin-top : 0px;padding-right : 0px;padding-bottom : 0px;margin-bottom : 0px;padding-left : 0px;}</style></div></p>
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		<title>Woran erkenne ich eine unabhängige Beratung zur Linsenwahl?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 17:55:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
		<category><![CDATA[Speziallinsen]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-5 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#e2e2e2;border-style:solid;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start" style="max-width:1248px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-3 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><div class="fusion-text fusion-text-4" style="transform:translate3d(0,0,0);"><p>Bei jeder Grauer-Star-Operation stellt sich früher oder später dieselbe Frage: Welche Kunstlinse ist für mich die richtige? Eine unabhängige Beratung zur Linsenwahl ist dabei entscheidend, denn die Antwort sollte sich ausschließlich nach Ihren Augen und Ihrem Alltag richten, nicht nach dem Produktkatalog eines Linsenherstellers oder wirtschaftlichen Interessen einer Praxis. Wenn Sie in Wien eine Operateurin für den Grauen Star suchen, lohnt es sich, genau hinzusehen, woran sich echte Unabhängigkeit erkennen lässt.</p>
<h2>Warum Unabhängigkeit bei der Linsenwahl überhaupt eine Rolle spielt</h2>
<p>Monofokale, torische, EDOF- und multifokale Linsen unterscheiden sich deutlich nicht nur in Wirkung und möglichen Nebenwirkungen, sondern auch im Preis — die Unterschiede zwischen den Kostenmodellen erkläre ich ausführlich im Beitrag zu den <a href="https://www.leydolt.at/faq-items/was-kostet-eine-grauer-star-operation-in-oesterreich/">Kosten der Grauer-Star-Operation</a> in Österreich. Ist eine Ärztin oder ein Arzt vertraglich oder wirtschaftlich an einen einzelnen Linsenhersteller gebunden, kann das die Empfehlung beeinflussen, auch unbewusst. Als Wahlärztin bin ich an keine Kasse und keine bestimmte Klinik-Linsenausstattung gebunden, sondern wähle aus dem Angebot verschiedener Hersteller. Eine unabhängige Beratung bedeutet, dass die Wahl zwischen den verschiedenen Linsentypen ausschließlich anhand objektiver Kriterien wie der Bauart Ihres Auges (Hornhaut, Sehwinkel, Pupille, Augenlänge u. a.) und subjektiver Kriterien wie Ihrer persönlichen Sehgewohnheiten individuell getroffen wird, nicht anhand dessen, was gerade im Lager liegt oder am meisten Marge bringt. In Österreich verpflichtet die Werberichtlinie der Ärztekammer ohnehin zu sachlicher, nicht irreführender Aufklärung, echte Unabhängigkeit geht aber darüber hinaus.</p>
<h2>Sechs Anhaltspunkte für eine unabhängige Beratung</h2>
<p>● Keine Bindung an einen einzelnen Linsenhersteller – mehrere Linsentypen unterschiedlicher Firmen kommen tatsächlich zum Einsatz.<br />
● Offene Aufklärung über Nachteile, nicht nur Vorteile – etwa Halos oder reduziertes Kontrastsehen bei Multifokallinsen werden aktiv angesprochen.<br />
● Die Empfehlung folgt der Untersuchung, nicht nur dem Wunsch – auch die Bereitschaft, von einer Premiumlinse abzuraten, wenn die Augen dafür nicht geeignet sind.<br />
● Sichtbare eigene wissenschaftliche Tätigkeit statt reiner Verkaufssprache – Studien, Publikationen, Forschungsgruppen.<br />
● Transparente Kostenaufklärung ohne Drängen zu einer bestimmten Linse.<br />
● Ausreichend Zeit für das Gespräch – keine Dringlichkeitssprache wie „jetzt buchen, bevor …&#8220;.</p>
<h2>Was zeigt eigene Forschung im Vergleich zu Herstellerangaben?</h2>
<p>Ein Beispiel dafür, warum unabhängige, wissenschaftlich begleitete Beratung einen Unterschied macht: In einer eigenen randomisiert-kontrollierten Studie haben wir über drei Jahre verglichen, wie stark der Nachstar, die hintere Kapseltrübung, bei zwei ähnlich aufgebauten Kunstlinsen unterschiedlicher Bauart auftritt — ein Unterschied, der sich aus reinem Herstellermaterial kaum ablesen lässt, weil er erst nach Jahren sichtbar wird. Auch bei der sogenannten Mix-and-Match-Methode, bei der zwei unterschiedliche Linsentypen in beide Augen eingesetzt werden, haben wir in einer eigenen Studie über drei Jahre zwei Kombinationsstrategien miteinander verglichen und die Ergebnisse im Journal of Cataract &amp; Refractive Surgery veröffentlicht. Solche Langzeitdaten stammen aus unabhängiger, von Fachkolleg*innen begutachteter Forschung, nicht aus Marketingunterlagen einzelner Hersteller. Wer möchte, kann diese Publikationen auch selbst nachlesen, sie sind über die jeweiligen Fachjournale frei recherchierbar — ein Grad an Transparenz, den reines Werbematerial naturgemäß nicht bietet. Genau das unterscheidet eine forschungsbasierte von einer rein verkaufsorientierten Beratung: Die Empfehlung stützt sich auf tatsächlich über Jahre beobachtete Ergebnisse, nicht auf kurzfristige Zufriedenheitswerte aus Herstellerstudien.</p>
<h2>Fragen, die Sie im Beratungsgespräch stellen können</h2>
<p>Eine unabhängige Beratung erkennen Sie auch daran, wie offen sie auf konkrete Nachfragen reagiert. Fragen wie „Mit wie vielen verschiedenen Linsenherstellern arbeiten Sie?&#8220; oder „Was spricht bei mir persönlich gegen eine bestimmte Linse?&#8220; gehören für mich selbstverständlich zu jedem Gespräch. Auch kritische Rückfragen sind ausdrücklich willkommen, sie gehören für mich zu einer guten gemeinsamen Entscheidungsfindung dazu. Die ausführlichen Antworten dazu finden Sie im FAQ-Abschnitt unten.</p>
<h2>Unabhängige Forschung als Vertrauenssignal</h2>
<p>Ich leite seit mehreren Jahren die <a href="https://iol.meduniwien.ac.at/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Vienna IOL Study Group</a>, eine Forschungsgruppe für Kunstlinsen und Katarakt-Chirurgie an der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der Medizinischen Universität Wien. Unsere Arbeit umfasst unter anderem Nachstar-Prophylaxe, torische Linsen zur Astigmatismus-Korrektur, Presbyopie- (Alterssichtigkeits-) korrigierende Linsen sowie die Verbesserung der präoperativen Messverfahren und Linsenberechnung (Biometrie). Die Ergebnisse sind in international anerkannten Fachjournalen wie dem American Journal of Ophthalmology, dem Journal of Cataract &amp; Refractive Surgery und in Ophthalmology veröffentlicht. Mehr zu meinem wissenschaftlichen Werdegang und meinen Publikationen finden Sie auf meiner <a href="https://www.leydolt.at/christina-leydolt/">Über-mich-Seite</a>. Solche wissenschaftlichen Studien – international publiziert und von Fachkolleg*innen begutachtet – zeugen mehr von Unabhängigkeit als jedes Werbeversprechen. Auch Fachgesellschaften wie die <a href="https://www.escrs.org/" target="_blank" rel="nofollow noopener">European Society of Cataract and Refractive Surgery (ESCRS)</a> setzen sich für wissenschaftlich fundierte, patientenorientierte Standards in der Kataraktchirurgie ein.</p>
<p>Sie möchten besprechen, welche Linse für Sie infrage kommt? <a href="https://www.leydolt.at/kontakt/">Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch</a> in meiner Ordination am Opernring in Wien. Ich nehme mir dafür ausreichend Zeit, ohne Termindruck, damit Sie in Ruhe entscheiden können. Mehr zu meinem wissenschaftlichen Hintergrund und der Vienna IOL Study Group finden Sie auf meiner <a href="https://www.leydolt.at/christina-leydolt/">Über-mich-Seite.</a></p>
<h2>Häufige Fragen zur unabhängigen Beratung bei der Linsenauswahl:</h2>
</div><style type="text/css">.fusion-accordian #accordian-4 .panel-title a .fa-fusion-box:before{ font-size: 16px;}.fusion-accordian #accordian-4 .panel-title a .fa-fusion-box{ color: #ffffff;}.fusion-accordian #accordian-4 .panel-title a{font-size:20px;}.fusion-accordian #accordian-4 .fa-fusion-box { background-color: #4d6d9a;border-color: #4d6d9a;}.fusion-accordian #accordian-4 .panel-title a:hover,.fusion-accordian #accordian-4 .panel-title a.hover { color: #edb5bf;}.fusion-faq-shortcode .fusion-accordian #accordian-4 .fusion-toggle-boxed-mode:hover .panel-title a { color: #edb5bf;}.fusion-accordian #accordian-4 .panel-title .active .fa-fusion-box,.fusion-accordian #accordian-4 .panel-title a:hover .fa-fusion-box,.fusion-accordian #accordian-4 .panel-title a.hover .fa-fusion-box { background-color: #edb5bf!important;border-color: #edb5bf!important;}</style><div class="fusion-faq-shortcode"><div class="fusion-faqs-wrapper"><div class="accordian fusion-accordian"><div class="panel-group " id="accordian-4"><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3039 unabhaengige-beratung "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Was ist die Vienna IOL Study Group?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-30T23:00:18+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-4" data-target="#collapse-4-3039" href="#collapse-4-3039"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Was ist die Vienna IOL Study Group?</div></a></h4></div><div id="collapse-4-3039" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Die Vienna IOL Study Group ist die Forschungsgruppe für Kunstlinsen und Linsenchirurgie, die ich an der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der Medizinischen Universität Wien leite. Seit mehr als zwei Jahrzehnten untersuchen wir, wie sich moderne Kunstlinsen für Patient*innen weiter verbessern lassen.</p>
<p>Unsere Forschungsschwerpunkte umfassen die Nachstar-Prophylaxe (hintere Kapseltrübung), torische Intraokularlinsen zur Korrektur von Astigmatismus, Presbyopie- (Alterssichtigkeit-) korrigierende Linsen wie Multifokal-, EDOF- und Monofokal-Plus-Linsen sowie die Verbesserung präoperativer Messverfahren und Linsenberechnung (Biometrie). Ein Beispiel: In einer eigenen randomisiert-kontrollierten Studie haben wir über drei Jahre untersucht, wie stark sich die Nachstar-Rate zwischen zwei ähnlich aufgebauten Kunstlinsen unterscheidet, veröffentlicht im Journal of Cataract &#038; Refractive Surgery. Insgesamt sind die Ergebnisse unserer Arbeit in zahlreichen Studien internationaler Fachjournale erschienen, unter anderem im American Journal of Ophthalmology, im Journal of Cataract &#038; Refractive Surgery und in Ophthalmology, und werden regelmäßig auf nationalen und internationalen Kongressen vorgestellt. Für Sie als Patientin oder Patient bedeutet das: Meine Linsenempfehlungen beruhen nicht auf Werbeversprechen einzelner Hersteller, sondern auf Erkenntnissen eigener, langjähriger wissenschaftlicher Arbeit.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3042 unabhaengige-beratung "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Woran erkenne ich eine unabhängige Beratung zur Linsenwahl?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-30T23:01:14+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-4" data-target="#collapse-4-3042" href="#collapse-4-3042"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Woran erkenne ich eine unabhängige Beratung zur Linsenwahl?</div></a></h4></div><div id="collapse-4-3042" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Eine unabhängige Beratung erkennen Sie daran, dass mehrere Linsentypen unterschiedlicher Hersteller tatsächlich zum Einsatz kommen und die Empfehlung sich nach Ihren Augen richtet, nicht nach einem einzelnen Produktkatalog. Ebenso wichtig: eine offene Aufklärung über mögliche Nachteile, nicht nur über Vorteile.</p>
<p>Konkrete Anhaltspunkte sind zum Beispiel, ob die Ärztin oder der Arzt bereit ist, auch von einer Premiumlinse abzuraten, wenn die Augen dafür nicht optimal geeignet sind, etwa bei bestimmten Hornhautbefunden oder Netzhauterkrankungen, und stattdessen zu einer einfacheren, günstigeren Monofokallinse rät. Auch Nebenwirkungen wie Halos oder ein verändertes Kontrastsehen bei Multifokallinsen sollten von sich aus angesprochen werden, nicht erst auf Nachfrage. Ein weiteres Signal ist sichtbare eigene wissenschaftliche Tätigkeit, etwa Studienbeteiligung oder Publikationen, statt reiner Verkaufssprache mit Superlativen wie „die beste Linse&#8220;. Auch die österreichische Werberichtlinie der Ärztekammer verlangt eine sachliche, nicht irreführende Aufklärung statt Verkaufssprache; ein Gespräch, das diesem Anspruch gerecht wird, ist ein gutes Zeichen. Und schließlich: ausreichend Zeit für das Gespräch, ohne Dringlichkeitssprache oder Termindruck. In Kombination geben diese Punkte einen guten Eindruck davon, ob eine Empfehlung wirklich zu Ihren Augen passt oder eher zu einem Produkt.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3044 unabhaengige-beratung "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Welche Fragen sollte ich meiner Operateurin oder meinem Operateur stellen?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-30T23:02:13+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-4" data-target="#collapse-4-3044" href="#collapse-4-3044"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Welche Fragen sollte ich meiner Operateurin oder meinem Operateur stellen?</div></a></h4></div><div id="collapse-4-3044" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Hilfreiche Fragen sind unter anderem: Mit wie vielen verschiedenen Linsenherstellern arbeiten Sie? Was spricht bei mir persönlich gegen eine bestimmte Linse? Welche Nebenwirkungen sind bei der empfohlenen Linse möglich? Und: Wie viele Linsenoperationen führen Sie pro Jahr durch?</p>
<p>Zusätzlich lohnt sich die Frage, worauf sich die Empfehlung stützt, auf eigene Erfahrung und Forschung oder überwiegend auf Informationsmaterial der Hersteller. Auch eine Frage wie „Was würden Sie an meiner Stelle wählen und warum?&#8220; kann viel offenlegen, weil eine ehrliche Antwort in der Regel Kompromisse benennt statt nur Vorteile. Aufschlussreich ist zudem die Frage, ob sich die Empfehlung ändern würde, wenn Sie die Linse vollständig selbst bezahlen müssten, statt sie über eine Zusatzversicherung abzurechnen. Sinnvoll ist außerdem die Frage nach den Kosten und was davon von einer privaten Zusatzversicherung übernommen wird. Wer sich in der Beratung Zeit für solche Fragen nimmt und konkret statt ausweichend antwortet, signalisiert damit meist auch inhaltliche Unabhängigkeit. Notieren Sie sich Ihre Fragen vor dem Termin, im Gespräch selbst vergisst man unter Zeitdruck erfahrungsgemäß leicht die Hälfte davon.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3046 unabhaengige-beratung "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Warum ist Herstellerunabhängigkeit bei der Linsenwahl wichtig?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-30T23:02:41+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-4" data-target="#collapse-4-3046" href="#collapse-4-3046"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Warum ist Herstellerunabhängigkeit bei der Linsenwahl wichtig?</div></a></h4></div><div id="collapse-4-3046" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Die Wahl der Kunstlinse wirkt sich über viele Jahre auf Ihr Sehen und Ihre Lebensqualität aus. Ist eine Praxis vertraglich oder wirtschaftlich an einen bestimmten Hersteller gebunden, besteht ein Anreiz, dessen Linsen zu empfehlen, unabhängig davon, ob sie im Einzelfall tatsächlich die beste Wahl sind. Bei einer Bindung an nur einen Hersteller besteht zudem das Risiko, dass neue, für Sie eventuell besser geeignete Linsenmodelle anderer Firmen erst gar nicht angeboten werden.</p>
<p>Herstellerunabhängigkeit bedeutet, dass mehrere Linsentypen verschiedener Firmen zur Verfügung stehen und die Auswahl allein anhand der Anatomie Ihrer Augen, Hornhautoberfläche, der Pupillengröße, möglicher Begleiterkrankungen und Ihrer persönlichen Sehgewohnheiten erfolgt. So wird beispielsweise eine Multifokallinse nur dann empfohlen, wenn die Augen dafür geeignet sind, nicht weil sie die höchste Marge bringt. Auch die österreichische Ärztekammer verlangt in ihrer Werberichtlinie eine sachliche, am Patientenwohl orientierte Aufklärung statt Verkaufssprache; Unabhängigkeit ist damit nicht nur ein Vertrauenssignal, sondern auch standesrechtlich verankert. Dieser Unterschied ist bei einer Operation, die in der Regel ein Leben lang wirkt, keine Nebensächlichkeit, sondern ein zentraler Qualitätsfaktor.</p>
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<p>Wichtiger als eine reine Zahl ist jedoch die Kombination aus praktischer Erfahrung und wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit dem Thema: Wer viele Operationen durchführt und zugleich aktiv an der Weiterentwicklung von Linsen und OP-Verfahren forscht und regelmäßig publiziert, bringt in der Regel ein tieferes Verständnis für die Vor- und Nachteile einzelner Linsentypen mit. So fließen beispielsweise Erkenntnisse aus eigenen Studien zu Rotationsstabilität torischer Linsen, Nachstar-Prophylaxe oder dem Vergleich verschiedener Linsentypen direkt in die tägliche Beratung ein, nicht nur die reine Fallzahl. Auch organisatorische Rahmenbedingungen wie ein eigener, moderner Operationssaal können ein Hinweis auf Routine und Erfahrung sein. Die Fallzahl allein ist damit ein sinnvoller, aber nicht der einzige Anhaltspunkt, fragen Sie ruhig direkt danach, sie ist ein legitimer und üblicher Teil eines Beratungsgesprächs.</p>
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		<title>Was kostet die Grauer-Star-Operation in Österreich?</title>
		<link>https://www.leydolt.at/kosten-grauer-star-operation-oesterreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 21:17:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Frage nach den Kosten für eine Graue Star Operation (Kataraktoperation) in Österreich lässt sich nicht mit einer einzelnen Zahl beantworten – dafür ist das Thema zu differenziert. Entscheidend ist zunächst, ob Sie in einem öffentlichen Krankenhaus als gesetzlich versicherte Person operiert werden, oder ob Sie sich Ihre Operateurin oder Ihren Operateur frei aussuchen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-6 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#e2e2e2;border-style:solid;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start" style="max-width:1248px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-4 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><div class="fusion-text fusion-text-5" style="transform:translate3d(0,0,0);"><p>Diese Frage nach den Kosten für eine Graue Star Operation (Kataraktoperation) in Österreich lässt sich nicht mit einer einzelnen Zahl beantworten – dafür ist das Thema zu differenziert. Entscheidend ist zunächst, ob Sie in einem öffentlichen Krankenhaus als gesetzlich versicherte Person operiert werden, oder ob Sie sich Ihre Operateurin oder Ihren Operateur frei aussuchen möchten. Für Letzteres braucht es entweder eine Privatversicherung, eine private Zusatzversicherung oder die Bereitschaft, als Selbstzahlerin oder Selbstzahler in Vorleistung zu gehen.</p>
<p>In diesem Artikel erkläre ich beide Wege, warum die freie Arztwahl im öffentlichen System eingeschränkt ist, wie die Kostenerstattung in der Praxis funktioniert – und was ich als Wahl- bzw. Privatärztin konkret anbiete.</p>
<h2>Weg 1: Operation im öffentlichen Krankenhaus</h2>
<p>Als gesetzlich versicherte Person (<a href="https://www.oegk.at/" target="_blank" rel="nofollow noopener">ÖGK</a>, <a href="https://www.bvaeb.at/" target="_blank" rel="nofollow noopener">BVAEB</a> und andere) werden Sie von Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt zur Grauen Star Operation ins Krankenhaus überwiesen. Dort erhalten Sie in der Regel eine monofokale Standardlinse, die Kosten für die OP und die Linse werden von Ihrer Krankenkassa übernommen. In manchen Krankenhäusern wird je nach Möglichkeit und/oder Stärke einer eventuell vorhandenen Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) auch eine torische Linse im Rahmen der Kassenleistung eingesetzt – das ist jedoch nicht überall und nicht in jedem Fall garantiert.</p>
<p>Wichtig zu wissen: In der allgemeinen Gebührenklasse eines öffentlichen Krankenhauses besteht kein gesetzliches Recht auf freie Arztwahl oder auf die Zusage einer bestimmten Operateurin bzw. eines bestimmten Operateurs. Die Behandlung erfolgt durch das jeweils diensthabende Ärzteteam; der Krankenhausträger ist für die medizinische Versorgung verantwortlich, nicht eine bestimmte Person.</p>
<h2>Weg 2: Freie Arztwahl – mit Privat-, Zusatzversicherung oder als Selbstzahler*in</h2>
<p>Wer sich die Operateurin oder den Operateur bewusst aussuchen möchte, braucht entweder eine private Zusatzversicherung (Behandlung auf Sonderklasse im Krankenhaus oder in einem Belegspital bzw. Privatspital) oder finanziert die Operation privat als Selbstzahler. Wichtig für die Linsenkosten: Monofokale und torische Standardlinsen sind auch in Belegspitälern im regulären Tarif enthalten – hierfür entstehen keine separaten Kosten. Speziallinsen wie Monofokal-Plus-, EDOF- oder Multifokallinsen müssen dagegen in jedem Fall selbst bezahlt werden. Die Kosten dafür liegen schätzungsweise zwischen rund 300 und 1.000 Euro pro Auge, abhängig vom konkreten Linsenmodell und davon, ob zusätzlich eine torische Korrektur nötig ist. Patient*innen, die ihre Kataraktoperation privat bezahlen (Selbstzahler*innen), müssen mit Kosten von etwa 3.000 bis 4.000 Euro pro Auge rechnen, auch hier abhängig vom Linsenmodell.</p>
<h2>Wie das bei mir konkret abläuft</h2>
<p>Ich bin als Wahl- bzw. Privatärztin tätig und kann daher ausschließlich Patient*innen mit privater Zusatzversicherung oder Selbstzahler*innen operieren. Die Operation des Grauen Stars führe ich in der <a href="https://www.confraternitaet-goldenes-kreuz.at/de/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Privatklinik Confraternität &amp; Goldenes Kreuz</a> oder in einem privaten OP durch. Je nachdem, welches Modell für Sie zutrifft, läuft die Kostenabwicklung unterschiedlich ab:</p>
<p><strong>Modelle für Zusatzversicherte:</strong></p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Modell</th>
<th>Kostenablauf</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>OP im Privatspital mit Standardlinse (monofokal oder torisch)</td>
<td>Direktverrechnung mit Ihrer Privatversicherung – keine zusätzlichen Kosten</td>
</tr>
<tr>
<td>OP im Privatspital mit Speziallinse (Monofokal Plus, EDOF oder Multifokallinse – auch torisch)</td>
<td>Direktverrechnung mit Ihrer Privatversicherung für die OP – die Speziallinse muss selbst gezahlt werden</td>
</tr>
<tr>
<td>OP im privaten OP mit Standardlinse</td>
<td>Sie zahlen zunächst selbst und reichen die Rechnung danach bei Ihrer Privatversicherung ein – je nach Vertrag werden die Kosten fast zur Gänze übernommen</td>
</tr>
<tr>
<td>OP im privaten OP mit Speziallinse</td>
<td>Sie zahlen zunächst selbst und reichen danach bei Ihrer Privatversicherung ein – die OP wird je nach Vertrag fast zur Gänze übernommen, die Speziallinse muss selbst gezahlt werden</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Modelle für Selbstzahler*innen:</strong></p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Modell</th>
<th>Kostenablauf</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>OP im privaten OP mit Standardlinse</td>
<td>Sie zahlen zunächst selbst und reichen die Rechnung danach bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse ein – ein Teil der Kosten wird erstattet</td>
</tr>
<tr>
<td>OP im privaten OP mit Speziallinse</td>
<td>Sie zahlen zunächst selbst und reichen danach ein – ein Teil der OP-Kosten wird erstattet, die Speziallinse muss selbst gezahlt werden</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Was bedeutet das für die Kostenerstattung?</h2>
<p>Für Zusatzversicherte erfolgt die Erstattung meist direkt über die private Versicherung – entweder als Direktverrechnung (bei einer OP im Privatspital) oder durch Einreichen der Rechnung nach der Operation (bei einer OP im privaten OP). Wie viel dabei übernommen wird, regelt ausschließlich Ihr individueller Versicherungsvertrag. Die Speziallinse selbst ist von einer Kostenübernahme ausgenommen und wird gesondert verrechnet.</p>
<p>Für Selbstzahler*innen gilt ein anderes Procedere: Sie können die Rechnung bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse einreichen. Diese erstattet grundsätzlich 80 Prozent des sogenannten Kassentarifs – also jenes Betrags, den sie bei einer vergleichbaren Operation an eine Vertragspartnerin oder einen Vertragspartner gezahlt hätte –, nicht 80 Prozent der tatsächlichen Rechnung. Da wahlärztliche Honorare frei kalkuliert werden und meist über dem Kassentarif liegen, fällt die tatsächliche Rückerstattung in der Praxis oft deutlich niedriger aus, als man zunächst annehmen würde. Diese Erstattung betrifft ausschließlich den Anteil der Operation – die Speziallinse ist davon in jedem Fall ausgenommen.</p>
<p>Sie möchten wissen, welches Modell in Ihrer Situation zutrifft und mit welchen Kosten Sie realistisch rechnen können? <a href="https://www.leydolt.at/kontakt/">Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch</a>. Mehr zu meinem fachlichen Hintergrund und der Vienna IOL Study Group finden Sie auf <a href="https://www.leydolt.at/christina-leydolt/">meiner Seite über mich</a>.</p>
<h2>Häufige Fragen zu den Kosten der Grauer-Star-Operation</h2>
</div><style type="text/css">.fusion-accordian #accordian-5 .panel-title a .fa-fusion-box:before{ font-size: 16px;}.fusion-accordian #accordian-5 .panel-title a .fa-fusion-box{ color: #ffffff;}.fusion-accordian #accordian-5 .panel-title a{font-size:20px;}.fusion-accordian #accordian-5 .fa-fusion-box { background-color: #4d6d9a;border-color: #4d6d9a;}.fusion-accordian #accordian-5 .panel-title a:hover,.fusion-accordian #accordian-5 .panel-title a.hover { color: #edb5bf;}.fusion-faq-shortcode .fusion-accordian #accordian-5 .fusion-toggle-boxed-mode:hover .panel-title a { color: #edb5bf;}.fusion-accordian #accordian-5 .panel-title .active .fa-fusion-box,.fusion-accordian #accordian-5 .panel-title a:hover .fa-fusion-box,.fusion-accordian #accordian-5 .panel-title a.hover .fa-fusion-box { background-color: #edb5bf!important;border-color: #edb5bf!important;}</style><div class="fusion-faq-shortcode"><div class="fusion-faqs-wrapper"><div class="accordian fusion-accordian"><div class="panel-group " id="accordian-5"><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3005 kosten-op "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Was kostet eine Grauer-Star-Operation in Österreich?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-22T08:01:42+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-5" data-target="#collapse-5-3005" href="#collapse-5-3005"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Was kostet eine Grauer-Star-Operation in Österreich?</div></a></h4></div><div id="collapse-5-3005" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Das lässt sich nicht pauschal in einer Zahl beantworten, da es entscheidend darauf ankommt, ob Sie über das öffentliche Krankenhaus als gesetzlich versicherte Person operiert werden, oder ob Sie sich Ihre Operateurin bzw. Ihren Operateur frei aussuchen möchten. Im öffentlichen Krankenhaus ist die Operation mit einer monofokalen Standardlinse für gesetzlich Versicherte kostenfrei, allerdings ohne freie Arztwahl.</p>
<p>Wer sich bewusst für eine bestimmte Operateurin oder einen bestimmten Operateur entscheidet, benötigt entweder eine private Zusatzversicherung oder finanziert die Operation privat als Selbstzahlerin bzw. Selbstzahler. Als Selbstzahler*in liegen die Kosten je nach Linsenmodell bei etwa 3.000 bis 4.000 Euro pro Auge, wovon ein Teil über die gesetzliche Krankenkasse zurückerstattet wird. Speziallinsen wie EDOF- oder Multifokallinsen kommen in jedem Modell zusätzlich hinzu, schätzungsweise 300 bis 1.000 Euro pro Auge. Eine für Sie verbindliche Aufstellung erhalten Sie im persönlichen Beratungsgespräch.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3008 kosten-op "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Zahlt die Krankenkasse die Katarakt-Operation?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-30T22:00:04+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-5" data-target="#collapse-5-3008" href="#collapse-5-3008"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Zahlt die Krankenkasse die Katarakt-Operation?</div></a></h4></div><div id="collapse-5-3008" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Ja: Im öffentlichen Krankenhaus übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Operation des Grauen Stars inklusive einer monofokalen Standardlinse vollständig – Voraussetzung ist eine Überweisung durch Ihre Augenärztin oder Ihren Augenarzt. In manchen Häusern wird je nach Möglichkeit und Stärke des Astigmatismus auch eine torische Linse im Rahmen der Kassenleistung eingesetzt.</p>
<p>Was die Kasse dabei nicht bietet, ist die freie Wahl der Operateurin oder des Operateurs: In der allgemeinen Gebührenklasse behandelt das diensthabende Ärzteteam, nicht eine bestimmte Person. Zusätzlich muss im öffentlichen System mit einer Wartezeit bis zum Operationstermin gerechnet werden, deren Länge vom jeweiligen Krankenhaus und der Dringlichkeit abhängt. Möchten Sie sich Ihre Operateurin gezielt aussuchen und den Zeitpunkt selbst mitbestimmen, braucht es eine Zusatzversicherung oder die Bereitschaft, privat zu bezahlen – als Selbstzahler*in reichen Sie die Rechnung danach bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse ein und erhalten einen Teil auf Basis des sogenannten Kassentarifs zurück. Die Dringlichkeit einer Operation richtet sich in beiden Systemen nach dem medizinischen Befund, etwa danach, wie stark der Graue Star das Sehen bereits beeinträchtigt; bei ausgeprägtem Handlungsbedarf wird auch im öffentlichen System kurzfristiger ein Termin gefunden,</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3010 kosten-op "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Was kosten Premiumlinsen (Speziallinsen) zusätzlich?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-22T07:59:59+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-5" data-target="#collapse-5-3010" href="#collapse-5-3010"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Was kosten Premiumlinsen (Speziallinsen) zusätzlich?</div></a></h4></div><div id="collapse-5-3010" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Speziallinsen wie Monofokal-Plus-, EDOF- oder Multifokallinsen müssen unabhängig vom gewählten Weg immer selbst bezahlt werden – auch dann, wenn die Operation selbst über eine Zusatzversicherung oder die gesetzliche Krankenkasse (teilweise) abgedeckt ist. Die Kosten dafür liegen schätzungsweise zwischen rund 300 und 1.000 Euro pro Auge, abhängig vom konkreten Linsenmodell und davon, ob zusätzlich eine torische Korrektur benötigt wird.</p>
<p>Zum Vergleich: Monofokale und torische Standardlinsen sind auch in einem Belegspital oder Privatspital im regulären Tarif enthalten und verursachen keine separaten Zusatzkosten. Nur der Schritt von der Standard- zur Speziallinse kostet extra. Welche Linse für Sie sinnvoll ist, entscheidet sich ohnehin nicht am Preis, sondern an Ihrer Augengesundheit und Ihrem Alltag – mehr dazu in unserem Artikel <a href="https://www.leydolt.at/welche-linse-passt-zu-mir/">„Welche Linse passt zu mir?“</a>.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3013 kosten-op "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Was bedeutet Wahlärztin für die Kostenerstattung?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-30T21:57:10+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-5" data-target="#collapse-5-3013" href="#collapse-5-3013"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Was bedeutet Wahlärztin für die Kostenerstattung?</div></a></h4></div><div id="collapse-5-3013" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Als Wahl- bzw. Privatärztin behandle ich ausschließlich Patientinnen mit Zusatzversicherung oder Selbstzahlerinnen, in der <a href="https://www.confraternitaet-goldenes-kreuz.at/de/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Privatklinik Confraternität &amp; Goldenes Kreuz</a> oder in einem privaten OP. Wie die Kosten erstattet werden, hängt vom jeweiligen Modell ab: Mit Zusatzversicherung wird eine OP im Privatspital meist direkt mit Ihrer Versicherung verrechnet; im privaten OP zahlen Sie zunächst selbst und reichen die Rechnung danach bei Ihrer Versicherung ein, die die Kosten je nach Vertrag meist fast zur Gänze übernimmt.</p>
<p>Als Selbstzahlerin oder Selbstzahler reichen Sie die Rechnung stattdessen bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse ein. Diese erstattet grundsätzlich 80 Prozent des Kassentarifs – deutlich weniger als 80 Prozent der tatsächlichen Rechnung, da Wahlarzt-Honorare frei kalkuliert und meist höher als Kassentarife sind. In der Praxis liegen die Gesamtkosten für Selbstzahler*innen bei etwa 3.000 bis 4.000 Euro pro Auge, abhängig vom Linsenmodell; eine Speziallinse ist von der Erstattung in jedem Modell ausgenommen und muss zusätzlich selbst bezahlt werden. Ich empfehle, den für Ihre Operation geltenden Kassentarif vorab bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse zu erfragen, um die zu erwartende Rückerstattung realistisch einschätzen zu können.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-3016 kosten-op "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Übernimmt eine private Zusatzversicherung Premiumlinsen (Speziallinsen)?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-30T21:57:53+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-5" data-target="#collapse-5-3016" href="#collapse-5-3016"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Übernimmt eine private Zusatzversicherung Premiumlinsen (Speziallinsen)?</div></a></h4></div><div id="collapse-5-3016" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Nein: Die Speziallinse selbst – etwa eine Monofokal-Plus-, EDOF- oder Multifokallinse – muss auch bei Vorliegen einer privaten Zusatzversicherung immer selbst bezahlt werden. Die Versicherung übernimmt in der Regel nur die eigentliche Operationsleistung: bei einer OP im Privatspital meist per Direktverrechnung ohne zusätzliche Kosten für Sie, bei einer OP im privaten OP nach Einreichung der Rechnung, häufig fast zur Gänze, abhängig vom Vertrag.</p>
<p>Für die Speziallinse selbst ist unabhängig vom Versicherungsmodell mit schätzungsweise 300 bis 1.000 Euro pro Auge zu rechnen. Ob und in welchem Umfang Ihre konkrete Police darüber hinausgehende Leistungen vorsieht, lässt sich am zuverlässigsten direkt bei Ihrer Versicherung klären – idealerweise vor der Operation und mit einem Kostenvoranschlag als Grundlage. Unabhängig von der Versicherungsfrage lassen sich Kosten für die Grauer-Star-Operation unter Umständen auch als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen – nähere Auskunft dazu erteilt Ihre Steuerberatung oder die Arbeiterkammer. Auch hier gilt: Je genauer Sie Ihre Versicherung im Vorfeld nach Sonderklasse- bzw. ambulanter Zusatzdeckung und nach einer möglichen Beteiligung an Speziallinsenkosten fragen, desto verlässlicher lässt sich die Operation finanziell planen.</p>
</div></div></div></div></div></div></div><script type="application/ld+json">
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		<title>Welche Linse passt zu mir?</title>
		<link>https://www.leydolt.at/welche-linse-passt-zu-mir/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2026 10:01:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei der Operation des Grauen Stars wird die getrübte natürliche Linse entfernt und durch eine künstliche Linse (Kunstlinse oder Intraokularlinse, kurz IOL) ersetzt. So weit ist der Eingriff bei fast allen Patient*innen gleich. Die eigentliche Entscheidung beginnt davor: welche Kunstlinse passt zu mir? Die Auswahl ist heute größer als je zuvor, und genau das macht [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-8 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#e2e2e2;border-style:solid;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start" style="max-width:1248px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-5 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><div class="fusion-text fusion-text-6" style="transform:translate3d(0,0,0);"><p>Bei der <a href="https://www.leydolt.at/grauer-star-katarakt-operation/">Operation des Grauen Stars</a> wird die getrübte natürliche Linse entfernt und durch eine künstliche Linse (Kunstlinse oder Intraokularlinse, kurz IOL) ersetzt. So weit ist der Eingriff bei fast allen Patient*innen gleich. Die eigentliche Entscheidung beginnt davor: welche Kunstlinse passt zu mir?<br />
Die Auswahl ist heute größer als je zuvor, und genau das macht die Entscheidung für viele unübersichtlich. Eine pauschale Antwort wie „die beste Linse&#8220; gibt es nicht. Es gibt die Linse, die zu Ihren Augen, Ihren Sehgewohnheiten und Ihrem Alltag passt. Die Wahl richtet sich nach vier unabhängigen Merkmalen: dem gewünschten Sehbereich, dem optischen Prinzip, einer möglichen torischen Zusatzfunktion und der Planung für beide Augen gemeinsam. All das bespreche ich in jeder Voruntersuchung ausführlich mit Ihnen.</p>
<h2>1. Der Sehbereich: die Abstufung der Linsentypen</h2>
<p>Die wichtigste Frage zuerst: Für welche Entfernungen möchten Sie ohne Brille scharf sehen? Die Antwort ordnet sich in vier Stufen ein, von der Monofokallinse bis zur Multifokallinse. Jede Stufe ist ein anderer Kompromiss zwischen Brillenfreiheit und Bildqualität – deshalb gehört in jede Übersicht auch, was man dafür in Kauf nehmen muss:</p>
<div class="linsen-tabelle-wrapper" style="overflow-x: auto; margin: 1.5em 0;">
<table style="width: 100%; table-layout: fixed; border-collapse: collapse;">
<colgroup>
<col style="width: 16%;" />
<col style="width: 16%;" />
<col style="width: 22%;" />
<col style="width: 18%;" />
<col style="width: 28%;" /> </colgroup>
<thead>
<tr>
<th style="padding: 10px; text-align: left; vertical-align: top;">Linsentyp</th>
<th style="padding: 10px; text-align: left; vertical-align: top;">Sehbereich</th>
<th style="padding: 10px; text-align: left; vertical-align: top;">Ohne Brille scharf</th>
<th style="padding: 10px; text-align: left; vertical-align: top;">Brille noch nötig für</th>
<th style="padding: 10px; text-align: left; vertical-align: top;">Was man dafür in Kauf nehmen muss</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">Monofokallinse</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">Ein Sehbereich</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">Ferne</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">Zwischenbereich, Lesen</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">nichts – beste Bildqualität</td>
</tr>
<tr>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">Monofokal-Plus-Linse</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">Leicht erweiterter Sehbereich</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">Ferne, Ansatz Zwischenbereich</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">Lesen, meist auch Bildschirm</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">sehr wenig</td>
</tr>
<tr>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">EDOF-Linse</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">Erweiterter Sehbereich</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">Ferne bis Armlänge: Bildschirm, Kochen, Armaturenbrett</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">kleine Schrift</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">leichte Lichthöfe möglich, etwas weniger Kontrast</td>
</tr>
<tr>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">Multifokallinse</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">Voller Sehbereich</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">Ferne, Zwischenbereich, Nähe</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">selten</td>
<td style="padding: 10px; vertical-align: top;">Lichthöfe und Blendung häufiger, Kontrast reduziert</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<h2>2. Das optische Prinzip: wie die Linse mehrere Brennpunkte erzeugt &#8211; refraktiv oder diffraktiv</h2>
<p>Jede Linse, die mehr als eine Entfernung scharf abbildet, muss das Licht gleichzeitig auf mehrere Brennpunkte verteilen. Die Frage ist nicht ob, sondern wie und was man dafür in Kauf nehmen muss. Zwei Prinzipien stehen zur Verfügung:</p>
<p>• Refraktive Speziallinsen verteilen das Licht nach dem Prinzip der Lichtbrechung — über die Form der Linsenoberfläche. Das funktioniert ähnlich wie eine Gleitsichtbrille: verschiedene Bereiche der Linse übernehmen verschiedene Entfernungen. Anders als bei einer Gleitsichtbrille müssen Sie dafür aber nicht den Blick senken oder den Kopf drehen – bei der Kunstlinse wirken alle Bereiche gleichzeitig.<br />
• Diffraktive Speziallinsen verteilen das Licht nach dem Prinzip der Lichtbeugung — über eine mikroskopische Ringstruktur. Das Licht wird gleichzeitig auf mehrere Sehbereiche verteilt, und das Gehirn sucht sich den passenden Bereich aus.<br />
Beide Prinzipien gibt es inzwischen für mehrere Sehbereiche; die frühere Faustregel „refraktiv wenig Sehbereich, diffraktiv viel Sehbereich&#8220; steht für aktuelle Linsen nicht mehr uneingeschränkt fest.</p>
<p>Für EDOF und Multifokallinsen gilt unabhängig vom optischen Prinzip: Weil das Licht aufgeteilt wird, fallen nie 100 Prozent des Lichts in einen einzelnen Brennpunkt. Genau daraus entstehen die möglichen Nebenwirkungen. Es ist wie in einem Sandkasten: Man kann den Sand nur umverteilen. Wenn man an ihn an einer Stelle aufschaufelt, fehlt er an einer anderen.</p>
<h2>3. Zusatzkorrektur: Torische Linsen bei Hornhautverkrümmung</h2>
<p>Bei stärkerer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) lässt sich praktisch jede der vier Linsentypen zusätzlich torisch ausführen. Torisch ist keine eigene Stufe und kein eigenes Prinzip, sondern eine Zusatzfunktion. Alle Speziallinsen wirken nur dann optimal, wenn ein eventuell vorhandener Hornhaut-Astigmatismus ebenfalls mit einer torischen Linse korrigiert wird. Wie stabil sich eine torische Linse langfristig im Auge verhält und ab welcher Verkrümmung sie sinnvoll ist, lesen Sie ausführlich in meinem Beitrag <a href="https://www.leydolt.at/sind-torische-linsen-standard/">Sind torische Linsen Standard?</a></p>
<h2>4. Kombination beider Augen: ein Auge oder beide zusammen geplant?</h2>
<p>Neben Sehbereich, Prinzip und torischer Zusatzfunktion gibt es noch eine andere Frage zu klären: wie die beiden Augen gemeinsam geplant werden. Das sind Planungsstrategien, keine eigenen Linsentypen. Im Regelfall erhalten beide Augen denselben Linsentyp, die Stärke wird für jedes Auge einzeln berechnet. Bei der Monovision wird ein Auge auf die Ferne, das andere auf die Nähe eingestellt – mit zwei Linsen desselben Typs. Beim Mix-and-Match kombinieren wir zwei unterschiedliche Linsentypen, je Auge einen. Unsere eigene, prospektive Drei-Jahres-Studie zu dieser Kombination ist 2026 im Journal of Cataract &amp; Refractive Surgery erschienen. Mehr dazu in meinem Beitrag zu <a href="https://www.leydolt.at/mix-and-match-kombination-von-kunstlinsen/">Mix-and-Match von Kunstlinsen.</a></p>
<p>Keiner dieser Linsentypen ist grundsätzlich „besser“ — jeder ist ein anderer Kompromiss zwischen Brillenfreiheit, Bildqualität und Nebenwirkungsrisiko. Mehr zu den Linsentypen finden Sie auch auf unserer Seite zu <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">Speziallinsen</a>.</p>
<h2>Welcher Sehtyp sind Sie?</h2>
<p>In der Praxis hilft es, sich selbst ein paar einfache Fragen zu stellen. Sie geben einen ersten Anhaltspunkt — die endgültige Empfehlung folgt erst nach der augenärztlichen Untersuchung.</p>
<table style="height: 219px;" width="1157">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Wenn das auf Sie zutrifft …</strong></td>
<td><strong>… könnte folgende Linse passen</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>Sie lesen sehr viel und legen größten Wert auf brillenfreies Sehen in der Nähe</td>
<td>Voller Sehbereich (FVR, Full-Range of Vision): Multifokal</td>
</tr>
<tr>
<td>Sie arbeiten viel am Bildschirm, Laptop oder Tablet</td>
<td>Erweiterter Sehbereich: EDOF (Extended-Depth of Field)</td>
</tr>
<tr>
<td>Sie fahren häufig (auch nachts) und Kontrastsehen ist Ihnen wichtiger als Lesen ohne Brille</td>
<td>Monofokal / Monofokal Plus</td>
</tr>
<tr>
<td>Sie sind sportlich aktiv und brauchen Sehschärfe über mehrere Distanzen in Bewegung</td>
<td>EDOF, ggf. Monofokal Plus</td>
</tr>
<tr>
<td>Sie möchten möglichst auf jede Brille verzichten, wenn das einen Kompromiss bedeutet</td>
<td>Multifokal (nur bei sehr guter Augengesundheit sinnvoll)</td>
</tr>
<tr>
<td>Sie kommen auch mit einer Lesebrille für bestimmte Situationen gut zurecht</td>
<td>Monofokal Plus / EDOF</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hilfreiche Fragen, die ich Patient*innen dazu stelle: <em>Wie wichtig ist Ihnen Lesen ohne Brille wirklich? Für welche Distanz würden Sie im Zweifel doch eine Brille aufsetzen? Wie stehen Sie grundsätzlich zu möglichen optischen Nebenwirkungen?</em></p>
<h2>Mehr als Wünsche: Was die Untersuchung zeigt</h2>
<p>Der Wunsch der Patientin oder des Patienten ist eine Seite der Entscheidung, die andere ist die objektive Augengesundheit. Vor jeder Empfehlung prüfe ich unter anderem genau:<br />
•  die Hornhaut (Oberfläche, optische Fehler und Rückfläche) und etwaige Unregelmäßigkeiten,<br />
•  die Pupillengröße unter verschiedenen Lichtbedingungen sowie<br />
•  mögliche Begleiterkrankungen wie Makulaveränderungen, Glaukom oder ausgeprägt trockene Augen.</p>
<p>Diese Faktoren entscheiden mit, ob eine Speziallinse überhaupt sinnvoll ist – unabhängig davon, was sich die Patientin oder der Patient wünscht. Eine Speziallinse bei nicht optimalen Voraussetzungen einzusetzen, erhöht nur das Risiko für ein nicht optimales Ergebnis.</p>
<h2>Warum Ehrlichkeit hier wichtiger ist als ein Verkaufsargument</h2>
<p>EDOF- und Multifokallinsen können optische Nebenwirkungen mit sich bringen: Blendung, Lichthöfe (Halos) um Lichtquellen bei Nacht, ein leicht reduziertes Kontrastsehen. Bei den meisten Patient*innen gewöhnt sich das Gehirn innerhalb einiger Monate daran (Neuroadaptation), bei manchen bleiben die Effekte spürbar. Genau deshalb gehört eine ehrliche Aufklärung darüber für mich genauso zum Beratungsgespräch wie die Frage nach Ihren Wünschen.</p>
<h2>Wie der Ablauf bei mir aussieht</h2>
<p>•  Ausführliches Gespräch zu Ihrem Alltag, Ihren Sehgewohnheiten und Erwartungen<br />
•  Umfassende Voruntersuchung der Augen: Hornhaut, Pupille, Linse, Netzhaut und mehr<br />
•  Gemeinsame Besprechung, welche Linsenoptionen für Sie infrage kommen, inklusive der jeweiligen Vor- und Nachteile<br />
•  Ihre Entscheidung, gut informiert und ohne Zeitdruck</p>
<p>Es gibt nicht die eine richtige Linse für alle – aber für jede Patientin und jeden Patienten lässt sich die individuell passende Lösung finden. Genau das ist der Anspruch, mit dem ich an jede Grauer-Star-Operation gehe.<br />
Sie möchten besprechen, welche Linse für Sie infrage kommt? <a href="https://www.leydolt.at/kontakt/">Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch</a>.</p>
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Bei rund 1.000 Linsenoperationen pro Jahr sehe ich, wie unterschiedlich die passende Lösung je nach Patientin oder Patient ausfällt. Die vier Abstufungen der Linsentypen– von der Monofokallinse mit der höchsten Bildqualität bis zur Multifokallinse mit dem größten Sehbereich – sind jeweils ein anderer Kompromiss zwischen Brillenfreiheit und möglichen optischen Nebenwirkungen wie Blendung oder Lichthöfen. Keine Linse ist grundsätzlich überlegen.<br />
Als Leiterin der Vienna IOL Study Group habe ich selber viele Speziallinsen in unabhängigen wissenschaftlichen Studien untersucht und bewertet. Ich selber bin keinem Linsenhersteller verpflichtet – meine Empfehlung folgt ausschließlich der Untersuchung Ihrer Augen (Hornhaut, Pupille, Netzhaut), Ihren Sehgewohnheiten und meiner persönlichen langjährigen Erfahrung, nicht einem Produktkatalog. Eine Speziallinse, die nicht zur individuellen Augengesundheit passt, erhöht nur das Risiko für ein unbefriedigendes Ergebnis, deshalb steht vor der Linsenwahl immer eine genaue Voruntersuchung und ein persönliches Gespräch.</p>
</div></div></div><style type="text/css">.fusion-body .fusion-builder-column-6{width:100% !important;margin-top : 0px;margin-bottom : 20px;}.fusion-builder-column-6 > .fusion-column-wrapper {padding-top : 0px !important;padding-right : 0px !important;margin-right : 1.92%;padding-bottom : 0px !important;padding-left : 0px !important;margin-left : 1.92%;}@media only screen and (max-width:1024px) {.fusion-body .fusion-builder-column-6{width:100% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-6 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}@media only screen and (max-width:640px) {.fusion-body .fusion-builder-column-6{width:100% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-6 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}</style><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-7 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"></div></div><style type="text/css">.fusion-body .fusion-builder-column-7{width:100% !important;margin-top : 0px;margin-bottom : 20px;}.fusion-builder-column-7 > .fusion-column-wrapper {padding-top : 0px !important;padding-right : 0px !important;margin-right : 1.92%;padding-bottom : 0px !important;padding-left : 0px !important;margin-left : 1.92%;}@media only screen and (max-width:1024px) {.fusion-body .fusion-builder-column-7{width:100% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-7 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}@media only screen and (max-width:640px) {.fusion-body .fusion-builder-column-7{width:100% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-7 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}</style></div><style type="text/css">.fusion-body .fusion-flex-container.fusion-builder-row-8-1{ padding-top : 0px;margin-top : 0px;padding-right : 0px;padding-bottom : 0px;margin-bottom : 0px;padding-left : 0px;}</style></div>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-2923 linsenauswahl "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Welche Linsentypen stehen bei einer Katarakt-Operation zur Auswahl?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-29T12:59:02+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-6" data-target="#collapse-6-2923" href="#collapse-6-2923"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Welche Linsentypen stehen bei einer Katarakt-Operation zur Auswahl?</div></a></h4></div><div id="collapse-6-2923" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Bei einer Katarakt-Operation stehen vier Linsentypen mit unterschiedlichen Sehbereichen zur Auswahl: die Monofokallinse (ein scharfer Bereich, meist die Ferne), die Monofokal-Plus-Linse (leicht erweiterter Sehbereich), die EDOF-Linse (erweiterter Sehbereich bis Armlänge) und die Multifokallinse (voller Sehbereich, meist trifokal). Zusätzlich kann jede dieser Linsen bei Hornhautverkrümmung torisch ausgeführt werden.<br />
Diese vier Abstufungen unterscheiden sich nicht nur in der Reichweite ohne Brille, sondern auch darin, was man dafür in Kauf nimmt: Je größer der Sehbereich, desto eher können Lichthöfe, Blendung oder ein leicht reduziertes Kontrastsehen auftreten. Eine Monofokallinse liefert die beste Bildqualität ohne Zusatzeffekte, eine Multifokallinse die größte Brillenfreiheit auf allen Distanzen.<br />
Unabhängig von der Sehbereich-Stufe gibt es außerdem die Frage, wie beide Augen gemeinsam geplant werden: mit demselben Linsentyp in beiden Augen (der Regelfall), als Monovision oder als Mix-and-Match zweier unterschiedlicher Typen. Welche Kombination aus diesen Merkmalen zu Ihnen passt, klären wir gemeinsam in der Voruntersuchung – abhängig von Ihrem Sehwunsch und der objektiven Augengesundheit. Eine Übersicht mit allen vier Linsentypen und den jeweils damit verbundenen Kompromissen finden Sie weiter oben in diesem Beitrag.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-2926 linsenauswahl "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Wer entscheidet, welche Kunstlinse ich bekomme?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-29T13:00:42+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-6" data-target="#collapse-6-2926" href="#collapse-6-2926"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Wer entscheidet, welche Kunstlinse ich bekomme?</div></a></h4></div><div id="collapse-6-2926" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Die Linsenwahl ist eine gemeinsame Entscheidung: Sie bringen Ihre Sehgewohnheiten und Wünsche ein, ich prüfe, welche Optionen medizinisch sinnvoll sind. Beide Seiten sind nötig – der Wunsch allein reicht nicht, wenn die Augengesundheit dagegenspricht.<br />
Vor jeder Empfehlung untersuche ich genau Ihre Hornhaut (Oberfläche, Unregelmäßigkeiten, Rückfläche), die Pupillengröße unter verschiedenen Lichtbedingungen und mögliche Begleiterkrankungen wie Makulaveränderungen, Glaukom oder ausgeprägt trockene Augen. Diese Befunde setzen objektive Grenzen, unabhängig davon, welche Linse sich die Patientin oder der Patient wünscht: Zeigt die Untersuchung beispielsweise, dass eine Multifokallinse aufgrund einer Netzhaut- oder Hornhautbesonderheit nicht sinnvoll ist, spreche ich das offen an, auch wenn der ursprüngliche Wunsch in eine andere Richtung ging.<br />
Am Ende treffen Sie die Entscheidung – aber informiert über alle vier Merkmale (Sehbereich, optisches Prinzip, torische Zusatzfunktion, Planung beider Augen) und deren jeweilige Vor- und Nachteile, nicht auf Basis eines Werbeversprechens. Diese Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern ist mir in über 25 Jahren Forschung an der Vienna IOL Study Group besonders wichtig geblieben.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-2929 linsenauswahl "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Welche Fragen sollte ich mir vor der Linsenwahl selbst stellen?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-29T13:02:01+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-6" data-target="#collapse-6-2929" href="#collapse-6-2929"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Welche Fragen sollte ich mir vor der Linsenwahl selbst stellen?</div></a></h4></div><div id="collapse-6-2929" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Drei Fragen helfen den meisten Patient*innen, ihre eigenen Prioritäten vor dem Beratungsgespräch zu klären: Wie wichtig ist Ihnen Lesen ohne Brille wirklich? Für welche Distanz würden Sie im Zweifel doch eine Brille aufsetzen? Und wie stehen Sie grundsätzlich zu möglichen optischen Nebenwirkungen wie Lichthöfen oder Blendung bei Nacht?<br />
Ergänzend lohnt sich ein Blick auf den eigenen Alltag: Wie viel Zeit verbringen Sie am Bildschirm, wie oft fahren Sie – auch nachts – Auto, wie wichtig ist Ihnen Kontrastsehen gegenüber Brillenfreiheit? Diese Antworten geben bereits einen ersten Anhaltspunkt, welcher Linsentyp für Sie infrage kommen könnte.<br />
Diese Selbsteinschätzung ersetzt aber nicht die augenärztliche Untersuchung: Ob eine gewünschte Speziallinse tatsächlich sinnvoll ist, hängt zusätzlich von der Hornhaut, der Pupillengröße und möglichen Begleiterkrankungen ab. Ich empfehle, sich vor dem Gespräch nicht auf einen bestimmten Linsentyp festzulegen, sondern die eigenen Prioritäten offen zu benennen – daraus entwickeln wir gemeinsam die passende Empfehlung, statt von einem vorgefertigten Wunsch auszugehen, der medizinisch am Ende nicht haltbar ist.</p>
</div></div></div><div class="fusion-panel panel-default fusion-faq-post fusion-faq-post-2932 linsenauswahl "><span class="entry-title rich-snippet-hidden">Kann ich mich nach der Voruntersuchung noch für eine andere Linse entscheiden?</span><span class="updated rich-snippet-hidden">2026-07-29T13:03:01+02:00</span><div class="panel-heading"><h4 class="panel-title toggle"><a data-toggle="collapse" class="collapsed" data-parent="#accordian-6" data-target="#collapse-6-2932" href="#collapse-6-2932"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-main"><div class="fusion-toggle-icon-wrapper-sub"><i class="fa-fusion-box" aria-hidden="true"></i></div></div></div><div class="fusion-toggle-heading">Kann ich mich nach der Voruntersuchung noch für eine andere Linse entscheiden?</div></a></h4></div><div id="collapse-6-2932" class="panel-collapse collapse"><div class="panel-body toggle-content post-content"><p>Ja, eine Änderung ist grundsätzlich möglich, solange die entsprechende Linse noch nicht bestellt und die Operation noch nicht unmittelbar bevorsteht. Weil die passende Linsenstärke individuell aus den Messwerten der Voruntersuchung berechnet wird, kann ein Wechsel jedoch eine erneute Biometrie oder zusätzliche Messungen erforderlich machen.<br />
Praktisch bedeutet das: Je früher Sie sich melden, desto unkomplizierter lässt sich die Änderung umsetzen. Kurz vor dem geplanten Operationstermin wird es organisatorisch enger, weil Speziallinsen individuell bestellt werden und die Voruntersuchungsergebnisse dann bereits in die OP-Planung eingeflossen sind. Ein später Wechsel ist deshalb nicht ausgeschlossen, aber mit mehr Aufwand verbunden als eine frühzeitige Entscheidung.<br />
Aus diesem Grund nehme ich mir in der Voruntersuchung bewusst Zeit für das Beratungsgespräch, statt zur Eile zu drängen: Sie sollen ohne Zeitdruck entscheiden können, welcher Sehbereich, welches optische Prinzip und welche Augenkombination zu Ihnen passt. Bei Unsicherheit sprechen Sie mich in der Voruntersuchung offen an – ein zweites, klärendes Gespräch ist jederzeit möglich.</p>
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		<title>Beliebteste Augenärztin Österreich 2026 – Kataraktchirurgie &#038; Premiumlinsen in Wien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 13:10:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausgezeichnet als eine der beliebtesten Augenärztinnen Österreichs Ich freue mich sehr, im Rahmen der Auszeichnung „Beliebteste Ärzte Österreichs 2026“ zu den beliebtesten Augenärztinnen des Landes gewählt worden zu sein – und damit auch als beliebteste Augenärztin in Wien 2026. Diese Anerkennung bedeutet mir besonders viel, denn sie basiert nicht nur auf medizinischer Qualität, sondern vor [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Ausgezeichnet als eine der beliebtesten Augenärztinnen Österreichs</h2>
<p>Ich freue mich sehr, im Rahmen der Auszeichnung <a href="https://kurier.at/thema/guetesiegel-die-beliebtesten-aerzte-oesterreichs-2026/403137150" target="_blank" rel="nofollow noopener">„Beliebteste Ärzte Österreichs 2026“</a> zu den beliebtesten Augenärztinnen des Landes gewählt worden zu sein – und damit auch als beliebteste Augenärztin in Wien 2026.</p>
<p>Diese Anerkennung bedeutet mir besonders viel, denn sie basiert nicht nur auf medizinischer Qualität, sondern vor allem auf dem Vertrauen meiner Patientinnen und Patienten.<br />
Vertrauen ist die wichtigste Grundlage – besonders bei einer Augenoperation.</p>
<p>Die Auszeichnung <a href="https://kurier.at/thema/guetesiegel-die-beliebtesten-aerzte-oesterreichs-2026/403137150" target="_blank" rel="nofollow noopener">„Beliebteste Ärzte Österreichs 2026“</a>, veröffentlicht vom Kurier, zählt zu den renommiertesten Gütesiegeln im österreichischen Gesundheitswesen. Sie basiert nicht nur auf Patientenzufriedenheit, sondern auch auf Empfehlungen innerhalb der Ärzteschaft sowie auf medizinischer Expertise.</p>
<p>Gerade in der Augenheilkunde ist Vertrauen ein entscheidender Faktor. Denn bei einer Operation am Auge geht es um eines der wichtigsten Sinnesorgane: das Sehen.</p>
<h2>Warum viele Patientinnen gezielt nach der besten Kataraktchirurgin in Wien suchen</h2>
<p>Die Entscheidung für eine Operation am Auge ist immer eine sehr persönliche.<br />
Viele Menschen suchen daher bewusst nach der besten Kataraktchirurgin in Wien oder nach einem Grauer Star Spezialisten in Wien, der über umfassende Erfahrung verfügt.</p>
<p>Denn bei der Behandlung des Grauen Stars geht es heute um weit mehr als nur das Entfernen einer getrübten Linse:</p>
<p>&#8211; Es geht um präzise Planung<br />
&#8211; um modernste Technologie<br />
&#8211; und um ein Ergebnis, das zur Lebensqualität passt</p>
<h2>Meine Spezialisierung: Grauer Star, Premiumlinsen und Brillenfreiheit</h2>
<p>Als Grauer Star Spezialistin in Wien und erfahrene Kataraktchirurgin habe ich mich auf moderne, refraktive Kataraktchirurgie spezialisiert.</p>
<p>Meine Schwerpunkte sind:</p>
<p>&#8211; <a href="https://www.leydolt.at/grauer-star-katarakt-operation/">Kataraktchirurgie</a> auf höchstem Niveau<br />
&#8211; <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">Premiumlinsen und Speziallinsen</a><br />
&#8211; <a href="https://www.leydolt.at/alterssichtigkeit/">Korrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopie)</a><br />
&#8211; <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">Monofokal Plus, EDOF- und Multifokallinsen</a> für mehr Brillenfreiheit</p>
<p>Mit 1.000 Operationen jährlich und mehr als 25 Jahren wissenschaftlicher Tätigkeit verbinde ich höchste chirurgische Präzision mit individueller Beratung.<br />
Mein Ansatz: Nicht jede Linse passt zu jedem Menschen – die richtige Auswahl entscheidet über die Seh- und damit Lebensqualität</p>
<h2>Augenarzt Wien mit Erfahrung bei Premiumlinsen</h2>
<p>Viele Patientinnen und Patienten suchen gezielt einen Augenarzt in Wien mit Erfahrung bei Premiumlinsen, da diese eine besonderes Wissen und individuelle Planung erfordern.</p>
<p>Moderne Linsen ermöglichen heute:</p>
<p>&#8211; gutes Sehen in mehreren Distanzen<br />
&#8211; mehr Unabhängigkeit von der Brille<br />
&#8211; eine deutlich gesteigerte Lebensqualität</p>
<p>Die Wahl der richtigen Intraokularlinse ist der entscheidende Faktor für die Sehqualität nach einer Kataraktoperation und basiert auf:</p>
<p>&#8211; objektiven Messdaten<br />
&#8211; wissenschaftlichen Erkenntnissen<br />
&#8211; und den persönlichen Sehbedürfnissen</p>
<h2>Wissenschaft trifft klinische Exzellenz</h2>
<p>Neben meiner operativen Tätigkeit bin ich seit vielen Jahren wissenschaftlich aktiv und international vernetzt.</p>
<p>Diese Kombination aus:</p>
<p>&#8211; Forschung und Publikationen<br />
&#8211; internationalen Vorträgen<br />
&#8211; klinischer Erfahrung auf höchstem Niveau</p>
<p>ermöglicht es mir, meine Patientinnen und Patienten stets nach dem neuesten Stand der Medizin zu behandeln. Da ich selber viele klinische Studien mit den neuesten Implantaten durchführe, kann ich auf ein breites wissenschaftlich fundiertes Wissen und eigene Ergebnisse zurückgreifen. Das ist ein Vorteil gegenüber vielen Kolleginnen und Kollegen, die nicht wissenschaftlich tätig sind.</p>
<h2>Warum diese Auszeichnung mehr ist als ein Titel</h2>
<p>Die Auszeichnung als eine der beliebtesten Augenärztinnen Österreichs 2026 zeigt, dass medizinische Qualität und persönliche Betreuung untrennbar miteinander verbunden sind.</p>
<p>Sie steht für:</p>
<p>&#8211; Vertrauen<br />
&#8211; Erfahrung<br />
&#8211; individuelle Lösungen</p>
<p>Und vor allem für das Ziel, jedem Menschen die bestmögliche Sehqualität zu ermöglichen. Und das ist das, was ich für meine Patientinnen und Patienten möchte: Die beste Lösung für Ihr Sehen</p>
<h3>Viele Menschen suchen nach:</h3>
<p>&#8211; der besten Augenärztin in Wien<br />
&#8211; einem Grauer Star Spezialisten mit Erfahrung<br />
&#8211; oder einer Lösung für Brillenfreiheit durch Premiumlinsen</p>
<p>Mein persönliches Ziel ist es, genau diese Erwartungen zu erfüllen – mit höchster Präzision, modernster Technologie und individueller Betreuung.</p>
<p><a href="https://www.leydolt.at/wp-content/uploads/2026/03/kurier_medienbericht_beliebte_aerzte_2.03.2026.pdf">kurier_medienbericht_beliebte_aerzte_2.03.2026</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">2882</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Ist es normal, nach einer Kataraktoperation Schatten zu sehen?</title>
		<link>https://www.leydolt.at/ist-es-normal-nach-einer-kataraktoperation-schatten-zu-sehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Aug 2025 08:32:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach einer Operation des Grauen Stars (Katarakt) setzen wir eine künstliche Linse (Kunstlinse, Intraokularlinse, IOL) ins Auge ein, um die eingetrübte natürliche Linse zu ersetzen. Die meisten Patientinnen und Patienten genießen bereits kurz nach dem Eingriff ein deutlich klareres Sehen. Dennoch berichten manche in den ersten Tagen oder Wochen nach der Operation über ungewohnte optische [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer <a href="https://www.leydolt.at/grauer-star-katarakt-operation/">Operation des Grauen Stars (Katarakt)</a> setzen wir eine <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">künstliche Linse (Kunstlinse, Intraokularlinse, IOL)</a> ins Auge ein, um die eingetrübte natürliche Linse zu ersetzen. Die meisten Patientinnen und Patienten genießen bereits kurz nach dem Eingriff ein deutlich klareres Sehen. Dennoch berichten manche in den ersten Tagen oder Wochen nach der Operation über ungewohnte optische Phänomene – darunter häufig Schatten am Rand des Blickfeldes.</p>
<p>Als <a href="https://www.leydolt.at/zur-person/">Kataraktchirurgin</a> mit über 10.000 persönlich durchgeführten Operationen kann ich beruhigen: Ja, solche Schatten können nach einer Katarakt-OP normal sein. Sie sind in der Regel harmlos und verschwinden oft von selbst. Dennoch lohnt es sich, genau zu verstehen, warum diese Phänomene auftreten und wann ein augenärztliche Abklärung sinnvoll ist.</p>
<h2>Was steckt dahinter? Dysphotopsien als Ursache</h2>
<p>Das Phänomen, nach einer Kataraktoperation Schatten zu sehen, gehört zu den sogenannten Dysphotopsien. Dabei handelt es sich um optische Effekte, die durch die implantierte Kunstlinse, ihre Position oder durch Wechselwirkungen mit der Pupille entstehen.</p>
<p>Es gibt zwei Formen dieser sogenannten photischen (Licht-) Phänomene:</p>
<p>1. Positive Dysphotopsien: Lichtblitze, Halos, Blendung oder Lichtstreifen.<br />
2. Negative Dysphotopsien: dunkle, halbmondförmige Schatten am äußeren Rand des Gesichtsfelds. (1)(2)(3)(4)</p>
<p>Viele Patientinnen und Patienten beschreiben den Eindruck, als würde „am seitlichen Rand ein dunkler Halbkreis oder Schatten auftauchen“ oder „etwas am Rand fehlen“. Das kann gerade in den ersten Tagen irritierend sein, ist aber oft nur eine vorübergehende Anpassungsreaktion.</p>
<h2>Wissenschaftlicher Hintergrund: Theorien zur Entstehung negativer Dysphotopsien</h2>
<p>Die Entstehung negativer Dysphotopsien ist komplex und beruht vermutlich auf einer Kombination mehrerer optischer und anatomischer Faktoren. In der Literatur werden unterschiedliche Theorien diskutiert (1)(2)(3)(4):</p>
<p>1. Lichtabschattung durch den Linsenrand:<br />
Bei Intraokularlinsen mit scharfer Optikkante (die dazu entwickelt wurde den Nachstar zu verhindern) kann durch die fehlende Lichtbrechung im Randbereich der Kunstlinse ein temporaler Schatten wahrgenommen werden. Im peripheren Gesichtsfeld wird dies als dunkler Halbmond empfunden, insbesondere bei seitlichem Lichteinfall. Der Linsenrand nach Grauer Star OP spielt deshalb eine große Rolle, weil der Optik-Durchmesser der meisten Kunstlinsen viel kleiner als die natürliche Linse ist, nämlich 6 mm. Es gibt auch Intraokularlinsen mit 7 mm Optikdurchmesser, die in speziellen Fällen implantiert werden können.</p>
<p>2. Interaktion von Linsenoptik und Kapselsack:<br />
Nach der Operation sitzt die Linse im Kapselsack. Je nach Abstand zwischen Linsenoptik und Iris, sowie der Form der vorderen Linsenkapsel kann es zu Lichtbrechungen kommen, die einen Schatten auf die Netzhaut projizieren. Die sogenannte ‚anterior capsule overlap‘-Hypothese geht davon aus, dass ein teilweises Überlappen der Kapsel über den Linsenrand diese Effekte verstärkt.</p>
<p>3. Pupillengröße und Lichteinfall ins Auge:<br />
Interessanterweise werden die schwarzen Schatten bei kleiner Pupille oft stärker wahrgenommen. Mehr Licht (enge Pupille) und Lichtquellen von der Seite können den wahrgenommenen Schatten verstärken. Bei größeren Pupillen – etwa bei Dunkelheit – verändert sich der Strahlengang und der Effekt kann schwächer oder aber auch stärker werden.</p>
<p>4. Brechungsindex und Materialeigenschaften der Linse:<br />
Linsenmaterial mit hohem Brechungsindex (z. B. hydrophobes Acryl) leitet Licht anders als Materialien mit niedrigerem Index. Diese optischen Unterschiede können das Risiko für negative Dysphotopsien erhöhen.</p>
<p>5. Netzhautprojektion und neurovisuelle Verarbeitung:<br />
Einige Autoren nehmen an, dass nicht nur der optisch-physikalische Schatten, sondern auch die Gehirninterpretation der Netzhautbilder eine Rolle spielt. Das visuelle System muss sich an die neue Abbildungseigenschaft der Linse anpassen (Neuroadaptation). Dieser Prozess kann oft mehrere Wochen bis Monate dauern.</p>
<p>Aktuell wird davon ausgegangen, dass keine einzelne Theorie das Phänomen vollständig erklärt. Wahrscheinlich entstehen negative Dysphotopsien durch ein Zusammenspiel von Linsendesign, Implantationsposition, anatomischen Besonderheiten des Auges und der neuronalen Adaptation. Durch meine langjährige Erfahrung in der Katarakt- und Kunstlinsenforschung kann ich sagen, dass diese Phänomene zwar häufig vorkommen, aber langfristig kaum ein Problem darstellen.</p>
<h2>Ist ein schwarzer Rand nach einer Grauer-Star-OP normal?</h2>
<p>In den ersten Wochen nach der Operation: ja. Das Gehirn muss sich erst an die neue optische Situation gewöhnen. Bei den meisten Menschen passt sich das Sehsystem innerhalb weniger Wochen bis Monate an, und der schwarze Rand verschwindet.</p>
<p>Studien zeigen:<br />
&#8211; Direkt nach der OP berichten ca. 15 % der Patientinnen und Patienten über negative Dysphotopsien.<br />
&#8211; Nach einem Jahr sind es nur noch etwa 3 %.</p>
<h2>Wann verschwinden Halos nach Katarakt-OP?</h2>
<p>Als <a href="https://www.leydolt.at/premiumlinsen-bei-trockenen-augen/">Halos</a> werden Lichtkreise um Lichtquellen bezeichnet. Sie gehören zu den positiven Dysphotopsien. Sie treten häufiger bei <a href="https://www.leydolt.at/unterschied-zwischen-monofokal-plus-und-edof-linsen/">Multifokal- oder EDOF-Linsen</a> auf, da diese durch die Lichtaufteilung spezielle Lichtverteilungsmuster erzeugen. Nach meiner Erfahrung klingen Halos oft innerhalb von 3 bis 6 Monaten deutlich ab. Dieser Zeitraum hängt stark von der individuellen Anpassungsfähigkeit des Gehirns und den Lichtverhältnissen im Alltag ab.</p>
<h2>Kann ein Kunstlinse im Auge verrutschen? Wie merkt man, dass eine künstliche Linse verrutscht ist?</h2>
<p>Eine <a href="https://www.leydolt.at/nach-grauer-star-op-blind-verschwommen-sehen/">‚Verrutschung der Linse‘ (Dezentrierung, Subluxation oder Luxation)</a> ist selten. Anzeichen können sein:</p>
<p>&#8211; plötzliche deutliche Verschlechterung der Sehschärfe<br />
&#8211; Doppelbilder<br />
&#8211; deutliche Bildverschiebungen oder Verzerrungen<br />
&#8211; abnormer Pupillenreflex bei Lichteinfall</p>
<p>Bei solchen Symptomen sollte eine ehestmögliche augenärztliche Untersuchung erfolgen. In den meisten Fällen haben Schatten nach einer Katarakt-OP aber nichts mit einer Verrutschung zu tun.</p>
<h2>Meine Erfahrung als Kataraktchirurgin</h2>
<p>In meiner täglichen Praxis erlebe ich, dass viele Patientinnen und Patienten diese optischen Nebeneffekte zunächst beunruhigend finden. Wenn ich erkläre, dass es sich meist um eine normale und vorübergehende Erscheinung handelt, werden die Bedenken gleich weniger.</p>
<p>Durch moderne Linsentechnologie und präzise Operationsmethoden können wir das Risiko für störende Dysphotopsien heute deutlich reduzieren. Dennoch ist es wichtig ehrlich aufzuklären, denn so wissen Betroffene, was normal ist und wann Handlungsbedarf besteht.</p>
<h2>Therapieoptionen bei anhaltenden Schatten</h2>
<p>Falls die Schatten nach mehreren Monaten nicht verschwinden oder sehr störend bleiben, gibt es verschiedene Möglichkeiten:</p>
<p>&#8211; Beobachtung und Geduld: In den meisten Fällen verschwinden die Symptome von selbst oder werden weniger störend (5)<br />
&#8211; Tragen einer Brille: durch den Brillenrand und die Korrektur von eventuell vorhandener Restsehfehler bessern sich die negativen Dysphotopsien nachweislich<br />
&#8211; Beratung und Aufklärung: Das Wissen, dass die Symptome meist harmlos und vorübergehend sind, hilft vielen Patientinnen und Patienten (6)(7)</p>
<h3>Chirurgische Maßnahmen: Bei anhaltenden oder sehr störenden Beschwerden gibt es verschiedene Möglichkeiten:</h3>
<p>&#8211; Reverse Optic Capture: Verlagerung der Linsenoptik vor die vordere Kapsel; hohe Erfolgsrate (ca. 96 %) bei geeigneter IOL-Positionierung</p>
<p>&#8211; Piggyback- oder AddOn IOL: Implantation einer zweiten Linse zur Lichtstreuung; Erfolgsrate ca. 73%</p>
<p>&#8211; Laserbehandlung der vorderen Linsenkapsel (Nd:YAG-Kapsulotomie): Entfernung des nasalen Anteils der vorderen Kapsel mittels Nd:YAG-Laser.</p>
<p>&#8211; Austausch der Linse gegen ein anderes Modell: Erwägung bei persistierenden Beschwerden; Austausch gegen eine 3-teilige IOL mit alternativer Fixationstechnik (zB im Sulkus)</p>
<p>Diese Eingriffe werden individuell abgewogen und sind meist nur bei starken, bleibenden Beschwerden notwendig.</p>
<h2>Zusammenfassung Dysphotopsien</h2>
<p>Das Sehen von Schatten nach einer Kataraktoperation ist in den meisten Fällen normal, vorübergehend und harmlos. Meist verschwinden die Symptome innerhalb weniger Wochen bis Monate von selbst. Nur wenn zusätzliche Beschwerden auftreten oder die Beeinträchtigung bestehen bleibt, sollte man eine augenärztliche Kontrolle wahrnehmen.</p>
<p>Als erfahrene Spezialistin für Kataraktchirurgie in Wien begleite ich meine Patientinnen und Patienten von der ersten Beratung bis zur vollständigen visuellen Rehabilitation – damit sie nicht nur klar, sondern auch beschwerdefrei sehen können.</p>
<p>Referenzen:</p>
<p><a href="https://www.aaojournal.org/article/S0161-6420(20)30787-9/abstract" target="_blank" rel="nofollow noopener">(1) Masket S, Fram NR. Pseudophakic Dysphotopsia: Review of Incidence, Cause, and Treatment of Positive and Negative Dysphotopsia. Ophthalmology. 2021 Nov;128(11):e195-e205. </a></p>
<p><a href="https://journals.lww.com/co-ophthalmology/abstract/2015/01000/subjective_complaints_after_cataract_surgery_.10.aspx" target="_blank" rel="nofollow noopener">(2) Hood CT, Sugar A. Subjective complaints after cataract surgery: common causes and management strategies. Curr Opin Ophthalmol. 2015 Jan;26(1):45-9.</a></p>
<p><a href="https://journals.lww.com/co-ophthalmology/abstract/2018/01000/dysphotopsia__a_multifaceted_optic_phenomenon.11.aspx" target="_blank" rel="nofollow noopener">(3) Hu J, Sella R, Afshari NA. Dysphotopsia: a multifaceted optic phenomenon. Curr Opin Ophthalmol. 2018 Jan;29(1):61-68.</a></p>
<p><a href="https://journals.lww.com/jcrs/abstract/2015/10000/negative_dysphotopsia__a_perfect_storm.33.aspx" target="_blank" rel="nofollow noopener">(4) Henderson BA, Geneva II. Negative dysphotopsia: A perfect storm. J Cataract Refract Surg. 2015 Oct;41(10):2291-312.</a></p>
<p><a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/aos.13508" target="_blank" rel="nofollow noopener">(5) Makhotkina NY, Nijkamp MD, Berendschot TTJM, van den Borne B, Nuijts RMMA. Effect of active evaluation on the detection of negative dysphotopsia after sequential cataract surgery: discrepancy between incidences of unsolicited and solicited complaints. Acta Ophthalmol. 2018 Feb;96(1):81-87.</a></p>
<p><a href="https://www.ajo.com/article/S0002-9394(06)01200-1/abstract" target="_blank" rel="nofollow noopener">(6) Aslam TM, Gupta M, Gilmour D, Patton N, Dhillon B. Long-term prevalence of pseudophakic photic phenomena. Am J Ophthalmol. 2007 Mar;143(3):522-4.</a></p>
<p><a href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0262457" target="_blank" rel="nofollow noopener">(7) Omidi P, Cayless A, Langenbucher A. Simulation of photic effects after cataract surgery for off-axis light sources. PLoS One. 2022 Jan 20;17(1):e0262457.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Wie lange soll man eine Augenklappe nach einer Katarakt-OP tragen?</title>
		<link>https://www.leydolt.at/wie-lange-augenklappe-nach-grauer-star-op/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2025 08:58:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie lange Augenklappe nach Grauer Star OP? Die Operation des Grauen Stars (Katarakt) zählt heute zu den häufigsten und sichersten chirurgischen Eingriffen weltweit. Dennoch ist die richtige Nachsorge entscheidend für einen optimalen Heilungsverlauf. Als erfahrene Kataraktchirurgin mit über 10.000 persönlich durchgeführten Eingriffen weiß ich aus erster Hand, wie wichtig klare Anleitungen nach der Operation sind und [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie lange Augenklappe nach Grauer Star OP?</h2>
<p>Die Operation des <a href="https://www.leydolt.at/grauer-star-katarakt-operation/">Grauen Stars (Katarakt)</a> zählt heute zu den häufigsten und sichersten chirurgischen Eingriffen weltweit. Dennoch ist die richtige Nachsorge entscheidend für einen optimalen Heilungsverlauf.</p>
<p>Als erfahrene <a href="https://www.leydolt.at/zur-person/">Kataraktchirurgin</a> mit über 10.000 persönlich durchgeführten Eingriffen weiß ich aus erster Hand, wie wichtig klare Anleitungen nach der Operation sind und wie oft Patientinnen und Patienten gerade in der ersten Woche unsicher sind, was den Augenschutz betrifft.</p>
<h2>Warum wird nach einer Kataraktoperation überhaupt eine Augenklappe getragen?</h2>
<p>Direkt nach der Kataraktoperation ist das operierte Auge besonders empfindlich. Eine Schutzschale (oft als Augenklappe oder Augenschild bezeichnet) dient dazu, das Auge vor unabsichtlichem Reiben, versehentlichem Druck oder traumatischer Manipulation (besonders im Schlaf) zu bewahren. Denn dadurch könnten Keime ins Auge gelangen und eine gefährliche Infektion verursachen (1).</p>
<p>Der transparente Schutzschale erlaubt gleichzeitig eine frühe visuelle Rehabilitation und ist hygienischer als eine klassische Augenklappe mit Polsterung.</p>
<h2>Wie lange muss man das Auge nach einer Grauen Star-OP abdecken?</h2>
<p>In der Regel gilt: Das Auge sollte in den ersten 5 bis 7 Nächten nach der Operation mit einer Schutzschale abgedeckt werden. Dies reduziert das Risiko, im Schlaf versehentlich ins operierte Auge zu greifen oder Druck auszuüben.</p>
<p>Bei unkompliziertem Verlauf und guter Heilung ist ein längeres Tragen nicht notwendig. Nur in Einzelfällen, etwa bei älteren oder dementen Patienten oder bei hohem Risiko für Manipulation, kann ein längerer Schutz sinnvoll sein.</p>
<p>Studien zeigen, dass das routinemäßige, längerfristige Tragen einer Augenklappe keinen zusätzlichen Nutzen bringt – im Gegenteil: Es kann sogar mit einer erhöhten Rate an Hornhautödemen und verzögerter Sehschärfe einhergehen (2).</p>
<h2>Wie lange Schutzbrille nach grauer Star OP?</h2>
<p>Zusätzlich zur Schutzschale in der Nacht wird tagsüber häufig das Tragen einer Sonnenbrille mit UV-Schutz empfohlen. Die eingesetzten <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">Kunstlinsen</a> haben (so wie die natürliche Linse) einen UV Filter und Blaulichtfilter Linsen zusätzlich auch einen Blaulichtfilter. Somit ist das Auge vor UV Strahlung ausreichend geschützt. Oft ist jedoch durch das Entfernen der meist länger bestehenden trüben Linse und Ersetzen mit einer klaren Linse das Sehen nach der OP ungewohnt hell und die Farben ungewohnt bläulich. Meist adaptiert sich das Auge schnell daran, manche Patientinnen und Patienten empfinden allerdings das Licht unmittelbar nach der Operation als zu grell oder hell und setzen daher gerne eine Sonnenbrille auf. Eine Sonnenbrille schützt das frisch operierte Auge nicht nur vor grellem Licht, sondern auch vor Wind und Staub und wird daher als angenehm empfunden. Das ist sehr individuell und das Wohlfühlen steht hier an erster Stelle.</p>
<h2>Praktische Tipps zum Umgang mit der Augenklappe</h2>
<p>Damit die Augenklappe (bzw. die transparente Schutzschale) ihren Zweck optimal erfüllt, ist die richtige Handhabung besonders wichtig. Absolute Hygiene steht an erster Stelle:</p>
<p>&#8211; Waschen Sie sich vor dem Anlegen oder Abnehmen der Schutzschale immer gründlich die Hände mit Wasser und Seife. So vermeiden Sie das Einbringen von Keimen, die Infektionen verursachen könnten.</p>
<p>&#8211; Verwenden Sie zum Fixieren der Schutzschale ein hautfreundliches, atmungsaktives medizinisches Klebeband (z. B. aus Papier oder Silikon), das Sie in der Apotheke erhalten. Achten Sie darauf, die Hautpartien rund um das Auge nicht zu stark zu reizen. Bei empfindlicher Haut empfiehlt es sich, das Klebeband vorher kurz auf der Hand zu „entkleben“, bevor es im Gesicht aufgebracht wird.</p>
<p>&#8211; Die Schutzschale selbst kann einfach gereinigt und wiederverwendet werden: Ein Tropfen mildes Spülmittel unter fließendem, warmem Wasser genügt. Danach gründlich mit klarem Wasser abspülen und mit einem sauberen Tuch trocknen oder an der Luft trocknen lassen.</p>
<p>&#8211; Zum Aufkleben empfiehlt es sich, die Schutzschale so zu positionieren, dass sie das gesamte Auge sicher abdeckt, ohne auf das Augenlid zu drücken. Zwei Streifen Klebeband diagonal über die Schale – einmal von der Stirn zur Wange, einmal quer über die Schale – sorgen in der Regel für guten Halt über Nacht.</p>
<p>Mit diesen einfachen, aber wirkungsvollen Maßnahmen lässt sich die Schutzfunktion der Augenklappe zuverlässig sicherstellen – für einen komplikationsfreien Heilungsverlauf und optimalen Schutz Ihres Auges.</p>
<h2>Wie lange nicht Fernsehen nach Grauer Star Operation?</h2>
<p>Viele Patienten fragen: Wie lange nicht Fernsehen nach Grauer Star OP? Die gute Nachricht: In der Regel dürfen Sie bereits am nächsten Tag nach der Operation wieder fernsehen, sofern es sich angenehm anfühlt.</p>
<p>Allerdings sollte man in den ersten Tagen:</p>
<p>&#8211; den Blick regelmäßig vom Bildschirm abwenden,<br />
&#8211; auf ausreichende Befeuchtung achten (z. B. mit befeuchtenden Tropfen),<br />
&#8211; nicht zu lange in dunklen Räumen sitzen.</p>
<p>Denn das operierte Auge kann anfänglich noch etwas empfindlich sein, und lange Bildschirmzeiten können die Symptome trockener Augen verstärken.</p>
<h2>Persönliche Empfehlungen aus der Praxis</h2>
<p>Als erfahrene Operateurin ist es mir besonders wichtig, meine Patientinnen und Patienten nicht nur operativ bestmöglich zu versorgen, sondern auch durch strukturierte Nachsorge zu begleiten. Ich empfehle:</p>
<p>Schutzschale: 5–7 Nächte lang, nur nachts tragen<br />
Tagsüber: Augentropfen wie verordnet, Sonnenbrille im Freien bei Bedarf, wenn angenehm<br />
Aktivitäten: Fernsehen bzw. Bildschirmtätigkeit nach 1 Tag erlaubt, bei Augenbelastung Pausen einlegen<br />
Sport/Schwimmen: frühestens nach 2 Wochen, je nach Verlauf individuell abgestimmt</p>
<h2>Zusammenfassung:</h2>
<p>Wie lange sollte man die Augenklappe nachts tragen nach einer Katarakt-OP? In der Regel genügt eine Anwendung für die ersten fünf bis sieben Nächte. Darüber hinaus sollte die Schutzschale nur bei besonderem Risiko verwendet werden. Für den Tag sind eine Augentropfen wichtig, Sonnenbrille bei Bedarf und Fernsehen ist meist schon nach einem Tag wieder erlaubt.</p>
<p>Referenzen:</p>
<p><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9850256/" target="_blank" rel="nofollow noopener">(1) Bainbridge JW, Smith JM, Reddy G, Kirwan JF. Is eye padding routinely necessary after uncomplicated phacoemulsification? Eye (Lond). 1998;12 ( Pt 4):637-40.</a></p>
<p><a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/aos.14510" target="_blank" rel="nofollow noopener">(2) Gazit I, Dubinsky-Pertzov B, Or L, Pras E, Belkin A, Einan-Lifshitz A. Eye patching after cataract surgery is associated with an increased risk of short-term corneal oedema. Acta Ophthalmol. 2021 Feb;99(1):e81-e85</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Grauer Star – Wann spätestens operieren?</title>
		<link>https://www.leydolt.at/grauer-star-wann-spaetestens-operieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Leydolt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jul 2025 08:49:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Graue Star Operation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.leydolt.at/?p=2848</guid>

					<description><![CDATA[Eine Kataraktoperation sollte spätestens dann erfolgen, wenn die Trübung der Augenlinse die Sehfunktion so stark beeinträchtigt, dass sie den Anforderungen des täglichen Lebens nicht mehr gerecht wird und eine Operation voraussichtlich zu einer signifikanten Verbesserung führt. Diese Einschätzung entspricht sowohl den internationalen Empfehlungen der American Academy of Ophthalmology (AAO) (1)(2), als auch meiner eigenen klinischen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine <a href="https://www.leydolt.at/grauer-star-katarakt-operation/">Kataraktoperation</a> sollte spätestens dann erfolgen, wenn die Trübung der Augenlinse die Sehfunktion so stark beeinträchtigt, dass sie den Anforderungen des täglichen Lebens nicht mehr gerecht wird und eine Operation voraussichtlich zu einer signifikanten Verbesserung führt. Diese Einschätzung entspricht sowohl den internationalen Empfehlungen der American Academy of Ophthalmology (AAO) (1)(2), als auch meiner eigenen klinischen Erfahrung als Kataraktchirurgin mit über 10.000 erfolgreich durchgeführten Eingriffen.</p>
<h2>Grauer Star: Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Operation?</h2>
<p>Die Frage „Grauer Star – wann spätestens operieren?“ wird mir in meiner täglichen Praxis häufig gestellt – besonders von Patientinnen und Patienten, bei denen erste Symptome wie zunehmende Blendempfindlichkeit, unscharfes Sehen oder reduzierte Kontrastwahrnehmung auftreten.</p>
<p>Die wissenschaftliche Antwort darauf ist differenziert: Es existiert keine starre Visusgrenze (wie z. B. &lt;50%), die automatisch eine Operationsindikation bedeutet. Vielmehr basiert die Entscheidung auf funktionellen Einschränkungen, die individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen werden.</p>
<h2>Grauer Star – eine schleichende Veränderung</h2>
<p>Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass der Graue Star langsam fortschreitet. Die Linse wird nach und nach trüb und schränkt die Sehkraft zunehmend ein. Typische Symptome sind:</p>
<p>&#8211; Verschwommenes Sehen, wie durch einen Schleier<br />
&#8211; Blendempfindlichkeit, besonders bei Nacht<br />
&#8211; Probleme beim Lesen, Autofahren oder Erkennen von Gesichtern<br />
&#8211; Häufige Änderung der Brillenstärke</p>
<p>Viele Betroffene gewöhnen sich über Monate oder Jahre an die langsame Verschlechterung und sind oft ganz erstaunt, wenn sie von Ihrem Augenarzt oder Ihrer Augenärztin die Diagnose Katarakt erhalten.</p>
<h2>Wann sollte man Grauen Star spätestens operieren?</h2>
<h3>Spätestens dann, wenn &#8230;</h3>
<p>&#8230; die Sehbeeinträchtigung die Lebensqualität relevant einschränkt; sei es beim Lesen, Autofahren, Erkennen von Gesichtern oder in der beruflichen Tätigkeit.<br />
&#8230; die Trübung eine weiterführende Diagnostik anderer Augenerkrankungen (z. B. Netzhaut oder Sehnerv) verhindert.<br />
&#8230; die Katarakt zu sekundären Komplikationen führt, etwa einem phakolytischen Glaukom, Linsenschwellung oder intraokularer Entzündung.<br />
&#8230; eine klinisch relevante Anisometropie vorliegt, also eine deutlich unterschiedliche Brechkraft beider Augen, die z. B. nach einer einseitigen Operation entsteht und das Binokularsehen massiv stört.(1)(2)</p>
<p>Auch Patienten mit scheinbar guter Sehschärfe, aber starker Blendempfindlichkeit, Störungen des Dämmerungssehens oder Kontrastverlust, können von einer frühzeitigen Operation profitieren.(3)</p>
<h2>Gibt es ein „zu spät“ bei der Kataraktoperation?</h2>
<p>Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass man mit der Operation „warten sollte, bis der Star reif ist“. Diese Empfehlung stammt aus einer Zeit, in der die Operationstechniken weniger fortgeschritten waren. Früher musste man tatsächlich warten, bis die Linse eine gewisse Härte erreicht hat, da sie als Ganzes aus dem Auge entfernt wurde. Durch die heutige Phakoemulsifikation, also das Verflüssigen und Absaugen der Linse, kann in jedem Kataraktstadium und auch klare Linsen (wie beim refraktiven Linsentausch) komplikationslos operiert werden.</p>
<p>Daher soll heute ein unnötiges Abwarten bis zur vollständigen „Reifung“ der Linse vermieden werden, da dies das Risiko von Komplikationen insbesondere bei maturen oder intumeszenten Katarakten erhöhen kann. In solchen Fällen kann die Operation technisch anspruchsvoller werden und die Komplikationsrate steigen, beispielsweise durch Kapselrupturen oder erhöhten intraokularen Druck.</p>
<h2>Der individuelle Nutzen steht im Zentrum</h2>
<p>Die Entscheidung zur Operation sollte stets gemeinsam mit dem Patienten getroffen werden. Sie hängt von mehreren Faktoren ab:</p>
<p>&#8211; Aktuelle visuelle Funktion (nicht nur Sehschärfe/Visus!)<br />
&#8211; Persönliche Lebensumstände und Sehbedürfnisse<br />
&#8211; Berufliche Anforderungen (z. B. Bildschirmarbeit, Autofahren)<br />
&#8211; Erwartungshaltung an das postoperative Ergebnis<br />
&#8211; Mögliche zusätzliche Augenerkrankungen (z. B. Makuladegeneration)</p>
<p>In meiner Funktion als Augenchirurgin lege ich großen Wert darauf, Patienten umfassend zu beraten – evidenzbasiert, aber auch einfühlsam. Denn jeder Mensch hat andere visuelle Ansprüche und Lebensumstände.</p>
<h2>Zusammenfassung: Grauer Star – Wann spätestens operieren?</h2>
<p>Die Operation des Grauen Stars sollte spätestens dann durchgeführt werden, wenn:</p>
<p>&#8211; die Sehfunktion den alltäglichen Anforderungen nicht mehr gerecht wird,<br />
&#8211; die Linsentrübung andere Behandlungen oder Diagnostik behindert,<br />
&#8211; das Risiko für Komplikationen durch Abwarten steigt oder<br />
&#8211; der Patient einen informierten Entschluss für die Operation trifft.</p>
<p>Dabei sind moderne Kataraktoperationen heute sicher, präzise und hochindividualisierbar – etwa durch den Einsatz von <a href="https://www.leydolt.at/speziallinsen/">Speziallinsen</a>, wie Monofokal plus, EDOF-, torischen oder trifokalen Intraokularlinsen, die zusätzlich zur Katarakt auch Fehlsichtigkeiten und Alterssichtigkeit korrigieren können.</p>
<p><a href="https://www.aaojournal.org/article/S0161-6420(21)00750-8/fulltext" target="_blank" rel="nofollow noopener">(1) Miller KM, Oetting TA, Tweeten JP, Carter K, Lee BS, Lin S, Nanji AA, Shorstein NH, Musch DC; American Academy of Ophthalmology Preferred Practice Pattern Cataract/Anterior Segment Panel. Cataract in the Adult Eye Preferred Practice Pattern. Ophthalmology. 2022 Jan;129(1):P1-P126.</a></p>
<p><a href="https://jamanetwork.com/journals/jama/article-abstract/2832707?utm_source=openevidence&amp;utm_medium=referral" target="_blank" rel="nofollow noopener">(2) Chen SP, Woreta F, Chang DF. Cataracts: A Review. JAMA. 2025;333(23):2093–2103.</a></p>
<p><a href="https://journals.lww.com/jcrs/abstract/2009/03000/catquest_9sf_patient_outcomes_questionnaire_.28.aspx" target="_blank" rel="nofollow noopener">(3) Lundström M, Pesudovs K. Catquest-9SF patient outcomes questionnaire: nine-item short-form Rasch-scaled revision of the Catquest questionnaire. J Cataract Refract Surg. 2009 Mar;35(3):504-13.</a></p>
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