Trockene Augen

Die Augen brennen, schmerzen, sind gereizt und geschwollen. Oft kommt ein Fremdkörpergefühl hinzu. In Österreich leiden etwa 10 % der Bevölkerung an „Trockenen Augen“, wobei Frauen deutlich häufiger betroffen sind. Schuld an den vielfältigen Symptomen kann eine zu geringe Produktion oder eine zu hohe Verdunstung der Tränenflüssigkeit sein. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie sich in jedem Fall an Ihren Augenarzt wenden. In beiden Fällen kommt es im Tränenfilm zu einer hohen Salzkonzentration und in der Folge zu schmerzhaften Missempfindungen.

Ursachen: von Hormonumstellung bis Vitaminmangel

Mögliche Ursachen für das Versagen der Tränenmechanismen sind vielfältig. Oft steckt eine altersbedingte Rückbildung des Tränendrüsengewebes oder eine rheumatische Erkrankung dahinter. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann die Tränenproduktion beeinflussen, ebenso wie die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren. Zudem gibt es eine Reihe von Augenerkrankungen, die die Ausgänge der Tränendrüsen verschließen.

Vernarbungen und andere Unregelmäßigkeiten der Augenoberfläche können darüber hinaus zu einem instabilen Tränenfilm führen. Bei vielen Betroffenen sind gleich mehrere Faktoren, für das Augenproblem verantwortlich. Ursächlich kann der Augenarzt bei trockenen Augen deshalb nur selten helfen. Um jedoch die Symptome wirksam zu lindern und schwerwiegende Augenerkrankungen auszuschließen, müssen die Beschwerden gründlich abgeklärt werden.

Individuelle Therapien erreichen am meisten

Über das Behandlungskonzept entscheiden Diagnose und Leidensdruck des Patienten. Wichtigste Grundlage der Therapie sind Tränenersatzmittel. Sie bilden einen Schutz- und Gleitfilm auf der Augenoberfläche und stabilisieren den noch vorhandenen Tränenfilm. Hände weg jedoch vor Selbstmedikation. Tränenersatz-Präparate sind in unterschiedlichsten Zusammensetzungen erhältlich. Das falsche Präparat kann die Symptome noch verschlimmern oder sogar weitere Probleme mit sich bringen. Tränenersatzmittel müssen deshalb vom Augenarzt individuell ausgewählt werden.

Je nach Situation gibt es aber auch andere Möglichkeiten, gezielt gegen die Symptome vorzugehen. Zum Beispiel mit entzündungshemmenden Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln. Oft müssen Arzt und Patient mit viel Geduld herausfinden, welche der Behandlungsmöglichkeiten den bestmöglichen Erfolg bewirkt.

Was können Sie selbst bei trockenen Augen tun?

  • Lüften Sie mehrmals täglich für einige Minuten.
  • Gönnen Sie Ihren Augen bei intensivem Lesen oder Computerarbeit öfters Pausen.
  • Verwenden Sie einen Luftbefeuchter.
  • Verzichten Sie möglichst auf das Gebläse im Auto.
  • Meiden Sie stark beheizte oder klimatisierte Räumlichkeiten so weit wie möglich.
  • Trinken sie ausreichend (mindestens 2 Liter am Tag).
  • Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten, auch Passivrauch.
  • Achten Sie auf vitaminreiche Ernährung. Reichern Sie Ihren Ernährungsplan mit viel Gemüse und Omega-3 Fettsäuren Integrieren Sie Lebensmittel, die reich an Antioxidantien sind.
  • Achten Sie auf ausreichend Schlaf.

Auf jeden Fall sollten Sie sich regelmäßig von Ihrem Augenarzt untersuchen lassen, denn: Keine Augenerkrankung ist so harmlos, dass Sie sie selbst behandeln können!