Augenhintergrund-Untersuchung

Bei der Augenhintergrund-Untersuchung (Funduskopie) wird der Augenhintergrund (Fundus) – die innere Oberfläche des Augapfels – untersucht. Mit einer stark vergrößernden Speziallinse können am Spaltlampenmikroskop die Netzhaut (Retina) mit dem Sehzentrum (Makula), der Sehnervenkopf (Papille) und die versorgenden Blutgefäße (Retinagefäße) in den hinteren Regionen des Auges beurteilt werden.
Um einen möglichst guten Einblick zu gewinnen, muss die Pupille mithilfe spezieller Augentropfen erweitert werden. Nach der Untersuchung können Sie sich geblendet fühlen und die Sehschärfe ist für mehrere Stunden herabgesetzt.

Ein Fahrzeug darf daher nach einer Pupillenerweiterung durch Augentropfen nicht gelenkt werden.

Insbesondere zur Diagnose und Verlaufskontrolle folgender Erkrankungen ist die Augenhintergrund-Untersuchung von Bedeutung:

  • Makuladegeneration (altersbedingte Erkrankung der Netzhaut im Bereich des Zentrum des schärfsten Sehens, der Makula).
  • Veränderungen der Blutgefäße durch Bluthochdruck und Arteriosklerose; Abschätzung des Gefäßstatus sowie des Schlaganfallrisikos; Gefäßverschlüsse der Netzhaut
  • Diabetes (diabetische Netzhauterkrankung, aber auch Abschätzung von diabetesbedingten Gefäßschäden in anderen Organsystemen anhand der mikroskopisch vergrößerten Gefäßstrukturen im Auge)
  • Erkrankungen der Sehnerven (Grüner Star, Entzündungen, Infarkte)
  • Tumore im Augeninneren