Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen

Bis sich der Sehsinn eines Kindes vollständig entwickelt hat, dauert es zehn, bei manchen Kindern sogar 12 Jahre. Neugeborene sehen zwar noch unscharf, können aber Hell-Dunkel-Kontraste wahrnehmen. Bei einem einjährigen Kind sind bereits 50% der vollen Sehschärfe ausgereift.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Rund vier Prozent aller neugeborenen Kinder schielen. Bei etwas mehr als der Hälfte lässt sich die Fehlstellung der Augen mit einer entsprechenden Brille korrigieren. Die andere Hälfte benötigt eine Schielbehandlung, manchmal eine Operation, die in jedem Alter möglich ist.

Um rechtzeitig Augenerkrankungen (Linsentrübung, kindliche Augentumore), Fehlstellungen (Schielen) oder Weit- und Kurzsichtigkeiten feststellen zu können, sind im Mutter-Kind-Pass zwei Augenuntersuchungen (9.-14. sowie 22.-26. Lebensmonat) vorgesehen.

Die rechtzeitige Diagnose und Behandlung kindlicher Sehstörungen kann einer lebenslangen Sehbeeinträchtigung vorbeugen!

 

WICHTIGES ZUR MUTTER-KIND-PASS-UNTERSUCHUNG:

Bei Kindern muss zum Zweck einer korrekten Brillenglasbestimmung und Netzhautkontrolle eine medikamentöse Pupillenerweiterung mittels Augentropfen durchgeführt werden. Rechnen Sie bei einer Erstuntersuchung Ihres Kindes bzw. bei der zweiten Mutter-Kind-Pass-Untersuchung mit einer Gesamtbehandlungsdauer von ca. 50 Minuten.
Ihr Kind hat danach für den restlichen Tag eine erweiterte Pupille, sieht dadurch schlechter und ist lichtempfindlicher. Bitte nehmen Sie daher an sonnigen Tagen eine Sonnenbrille oder eine Schirmkappe für Ihr Kind mit.

Mutter-Kind-PassTIPP: Nehmen Sie vielleicht das Lieblingskuscheltier Ihres Kindes mit – es lässt sich eventuell zum Vorzeigen gerne die Augen untersuchen!