Nein: Die Speziallinse selbst – etwa eine Monofokal-Plus-, EDOF- oder Multifokallinse – muss auch bei Vorliegen einer privaten Zusatzversicherung immer selbst bezahlt werden. Die Versicherung übernimmt in der Regel nur die eigentliche Operationsleistung: bei einer OP im Privatspital meist per Direktverrechnung ohne zusätzliche Kosten für Sie, bei einer OP im privaten OP nach Einreichung der Rechnung, häufig fast zur Gänze, abhängig vom Vertrag.
Für die Speziallinse selbst ist unabhängig vom Versicherungsmodell mit schätzungsweise 300 bis 1.000 Euro pro Auge zu rechnen. Ob und in welchem Umfang Ihre konkrete Police darüber hinausgehende Leistungen vorsieht, lässt sich am zuverlässigsten direkt bei Ihrer Versicherung klären – idealerweise vor der Operation und mit einem Kostenvoranschlag als Grundlage. Unabhängig von der Versicherungsfrage lassen sich Kosten für die Grauer-Star-Operation unter Umständen auch als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen – nähere Auskunft dazu erteilt Ihre Steuerberatung oder die Arbeiterkammer. Auch hier gilt: Je genauer Sie Ihre Versicherung im Vorfeld nach Sonderklasse- bzw. ambulanter Zusatzdeckung und nach einer möglichen Beteiligung an Speziallinsenkosten fragen, desto verlässlicher lässt sich die Operation finanziell planen.