Mix-and-Match und Monovision werden oft verwechselt, folgen aber unterschiedlichen Prinzipien. Bei der Monovision erhalten beide Augen Linsen aus derselben Sehbereich-Kategorie, meist Monofokallinsen (Einstärkenlinsen): Ein Auge wird auf die Ferne eingestellt, das andere bewusst auf die Nähe. Der Unterschied zwischen beiden Augen entsteht also über die Zielrefraktion, nicht über unterschiedliche Linsenarten.
Beim Mix-and-Match-Prinzip liegt der Unterschied dagegen im Linsentyp selbst: Beide Augen erhalten Linsen aus unterschiedlichen Sehbereich-Kategorien, zum Beispiel eine EDOF-Linse (extended depth of focus, erweiterte Schärfentiefe) im einen und eine Multifokallinse (meist trifokal) im anderen Auge. Beide Augen bleiben dabei in der Regel auf die Ferne ausgerichtet, der Unterschied besteht in der Bandbreite und Art des scharf abgebildeten Bereichs.
In der Praxis ist Monovision meist die zurückhaltendere Strategie mit geringerem Eingewöhnungsaufwand, während Mix-and-Match eine größere Brillenunabhängigkeit ermöglichen kann, dafür aber auch eine längere Gewöhnungsphase und ein sorgfältigeres Abwägen möglicher optischer Nebenwirkungen erfordert. Welche der beiden Strategien – oder auch beidseits derselbe Linsentyp – für Sie die richtige ist, bespreche ich mit Ihnen im persönlichen Beratungsgespräch anhand Ihrer Voruntersuchung und Ihrer Sehgewohnheiten.