Mix-and-Match bedeutet, dass bei der Katarakt-Operation in jedes Auge eine Kunstlinse eines anderen Sehbereich-Typs eingesetzt wird, statt beidseits dieselbe Linsenart zu verwenden. Ziel ist, die jeweiligen Stärken zweier Linsenkategorien zu kombinieren und so über mehrere Entfernungen hinweg ein besseres Ergebnis zu erzielen als mit einer einzigen Linsenart allein.
In meiner Ordination am Opernring in Wien plane ich diese Kombination individuell: Das dominante Auge – jenes, das das Gehirn bevorzugt zur Ausrichtung nutzt – erhält meist die Linse mit der kontrastreicheren Abbildung, etwa eine EDOF-Linse (extended depth of focus, erweiterte Schärfentiefe) oder Monofokal-Plus-Linse (enhanced monofocal). Das nicht-dominante Auge bekommt häufig die Linse mit dem größeren Nahanteil, etwa eine diffraktive Multifokallinse (meist trifokal). So entsteht ein Gesamtergebnis, das die Nachteile der jeweils anderen Linse teilweise ausgleicht.
Wichtig: Mix-and-Match ist kein eigener Linsentyp, sondern eine Planungsstrategie – die Wahl der beiden konkreten Linsen richtet sich, wie bei jeder Kunstlinsen-Entscheidung, nach Ihrer Augengesundheit und Ihren Sehgewohnheiten und wird erst nach der augenärztlichen Voruntersuchung endgültig festgelegt.