Bei einer Katarakt-Operation stehen vier Linsentypen mit unterschiedlichen Sehbereichen zur Auswahl: die Monofokallinse (ein scharfer Bereich, meist die Ferne), die Monofokal-Plus-Linse (leicht erweiterter Sehbereich), die EDOF-Linse (erweiterter Sehbereich bis Armlänge) und die Multifokallinse (voller Sehbereich, meist trifokal). Zusätzlich kann jede dieser Linsen bei Hornhautverkrümmung torisch ausgeführt werden.
Diese vier Abstufungen unterscheiden sich nicht nur in der Reichweite ohne Brille, sondern auch darin, was man dafür in Kauf nimmt: Je größer der Sehbereich, desto eher können Lichthöfe, Blendung oder ein leicht reduziertes Kontrastsehen auftreten. Eine Monofokallinse liefert die beste Bildqualität ohne Zusatzeffekte, eine Multifokallinse die größte Brillenfreiheit auf allen Distanzen.
Unabhängig von der Sehbereich-Stufe gibt es außerdem die Frage, wie beide Augen gemeinsam geplant werden: mit demselben Linsentyp in beiden Augen (der Regelfall), als Monovision oder als Mix-and-Match zweier unterschiedlicher Typen. Welche Kombination aus diesen Merkmalen zu Ihnen passt, klären wir gemeinsam in der Voruntersuchung – abhängig von Ihrem Sehwunsch und der objektiven Augengesundheit. Eine Übersicht mit allen vier Linsentypen und den jeweils damit verbundenen Kompromissen finden Sie weiter oben in diesem Beitrag.