Typische Anzeichen sind ein Brennen oder Sandkorngefühl, Rötung, ein Fremdkörpergefühl sowie – scheinbar widersprüchlich – vermehrtes Tränen als Reflexreaktion auf die gereizte Oberfläche. Viele Patient*innen bemerken zusätzlich eine Sehschärfe, die im Tagesverlauf schwankt, besonders nach längerer Bildschirmarbeit oder abends.

Diese Beschwerden nehmen mit dem Alter tendenziell zu, da sowohl die Tränenproduktion als auch die Funktion der Meibomdrüsen mit den Jahren nachlassen; Frauen nach den Wechseljahren sind aufgrund hormoneller Veränderungen besonders häufig betroffen. Wer bereits eine Brille oder Kontaktlinsen trägt, verwechselt die Beschwerden gelegentlich mit einer reinen Sehschärfe-Veränderung – dabei liegt die Ursache in der Oberflächenqualität des Auges, nicht in der Brechkraft.

Eine zuverlässige Selbstdiagnose ist aus diesen Symptomen allein nicht möglich, da Schweregrad und Ursache (etwa MDD, verminderte Tränenmenge oder eine Kombination) nur mit einer augenärztlichen Untersuchung sicher unterschieden werden können. Das ist gerade vor einer geplanten Speziallinsen-Operation relevant, da bereits leichte, subjektiv kaum bemerkte Befunde die Messgenauigkeit beeinflussen können. Mehr zu Ursachen und Behandlung trockener Augen allgemein finden Sie auf meiner Übersichtsseite.