Das hängt in erster Linie vom eingesetzten Linsentyp und von Ihren individuellen Augenbefunden ab. Mit einer klassischen monofokalen Linse benötigen Sie für die Nähe und meist auch für den Zwischenbereich weiterhin eine Brille, während Speziallinsen den Brillenbedarf deutlich reduzieren können — vollständig aufheben lässt er sich nicht in jedem Fall.
Monofokal-Plus-Linsen erweitern den scharfen Bereich leicht, eine Lesebrille ist jedoch meist weiterhin notwendig. Linsen für den erweiterten Sehbereich (EDOF-Linsen) decken Ferne und Zwischendistanz gut ab, etwa für Bildschirmarbeit; kleine Schrift erfordert oft weiterhin eine Lesebrille. Linsen für den vollen Sehbereich (refraktive oder diffraktive multifokale Linsen) ermöglichen die größte Brillenunabhängigkeit über mehrere Distanzen, allerdings um den Preis möglicher optischer Nebenwirkungen wie Blendung oder Halos. Bei stärkerer Hornhautverkrümmung kommt zusätzlich eine torische Ausführung infrage. Auch die individuelle Augengesundheit, wie Hornhautoberfläche, Pupillengröße oder Begleiterkrankungen spielen eine Rolle dabei, welche Linse und damit welcher Brillenbedarf für Sie realistisch ist. In diese Einschätzung fließt neben dem Befund auch meine Erfahrung aus rund 1.000 Linsenoperationen pro Jahr ein, damit die Erwartung an spätere Brillenfreiheit realistisch bleibt. Eine ausführliche Entscheidungshilfe finden Sie im Artikel „Welche Linse passt zu mir?“