Torische Linsen sind bei relevantem Hornhautastigmatismus medizinisch sinnvoll und kein reines Marketing-Extra: Ohne sie bleibt eine Verzerrung des Sehens bestehen, die durch keine andere Maßnahme der Grauer-Star-Operation ausgeglichen wird. Ob dafür zusätzliche Kosten entstehen, hängt vom gewählten Versorgungsweg ab.

Im Kassenbereich der öffentlichen Krankenanstalten in Wien werden in der Regel Standardlinsen ohne torische Korrektur eingesetzt; ein anteiliger Kostenersatz für die torische Zusatzfunktion ist im ÖGK-Bereich nicht vorgesehen. Als Wahlärztin biete ich torische Linsen im Rahmen der privaten Verrechnung an. Die genauen Beträge sowie die unterschiedlichen Kostenmodelle rund um die Grauer-Star-Operation in Österreich erkläre ich ausführlich im Beitrag zu den Operationskosten.

Innerhalb meiner Praxis ist die torische Korrektur bei einem Astigmatismus über 1,0 Dioptrie Standard, nicht Premium-Aufpreis auf eine ohnehin schon gewählte Speziallinse. Sie betrifft grundsätzlich jede Sehbereich-Kategorie, auch die einfachste Monofokallinse. Ein Aufpreis, den man sich sparen kann, ist sie damit aus meiner Sicht nicht, wenn die Voruntersuchung einen relevanten Astigmatismus zeigt.