Behandelt wird ein Nachstar mit dem YAG-Laser (Nd:YAG-Kapsulotomie). Der Laser setzt in die getrübte hintere Kapsel eine kreisrunde Öffnung in der optischen Achse, sodass das Licht wieder ungehindert auf die Netzhaut fällt. Der Eingriff dauert wenige Minuten, ist schmerzfrei, erfolgt ambulant und ohne Schnitt.
Vorbereitet wird mit erweiternden und betäubenden Augentropfen; ein Kontaktglas stabilisiert Lid und Blickrichtung. Während der Behandlung hört man ein leises Klicken und sieht Lichtblitze. Danach ist keine Augenklappe nötig, der Augeninnendruck wird kontrolliert, weil ein vorübergehender Druckanstieg die häufigste Nebenwirkung ist. Ein Teil der Behandelten sieht noch am selben Tag klarer, bei anderen dauert es einige Tage.
Ehrlich dazu gehört: Für einige Wochen können neue Glaskörpertrübungen („fliegende Mücken“) auftreten, die meist wieder weniger werden. Selten kommt es zu einer Schwellung der Netzhautmitte (Makulaödem), sehr selten zu einer Netzhautablösung. Deshalb wird nicht jede sichtbare Trübung behandelt, sondern nur eine, die Sehschärfe, Kontrastsehen oder Blendempfindlichkeit im Alltag messbar beeinträchtigt — und frühestens dann, wenn der Kapselsack stabil verheilt ist. In Österreich ist die YAG-Kapsulotomie eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, daher wird in der Regel im Wahlarztbereich ein Teil der Kosten rückerstattet.